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Begegnungen zwischen Offenbach und Mannheim hatten zuletzt immer eine gewisse Brisanz.

Straßen gesperrt, strengere Kontrollen

Polizei warnt vor dem Spiel OFC gegen SV Waldhof Mannheim

  • VonDirk Beutel
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Offenbach - Am Sonntag ist im Sparda-Bank-Hessen-Stadion um 14 Uhr wieder Derby-Zeit: Dann beginnt die Regionalliga-Partie zwischen den Offenbacher Kickers und dem SV Waldhof Mannheim angepfiffen. Die Polizei warnt bereits im Vorfeld vor Beeinträchtigungen.

Polizeidirektor Ralf Hesseling, der an diesem Tag den Polizeieinsatz leiten wird, betont: „Zahlreiche Anhänger beider Vereine werden zu diesem Spitzenspiel erscheinen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Begegnungen zwischen dem OFC und Waldhof Mannheim nicht nur auf dem Rasen eine gewisse Brisanz haben. Wir sind verantwortlich für die Sicherheit aller - wir werden daher nicht zulassen, dass einige Wenige diese Sicherheit riskieren!" So setzt die Polizei mit umfangreichen Fan-Informationen auf einen kooperativen und kommunikativen Umgang mit den Fußballfans.

Straßensperrungen ab zehn Uhr

Zwischen zehn und 17 Uhr werden die Untere Grenzstraße sowie der gesamte Bereich zwischen Lämmerspieler Weg, Unterer Grenzstraße, Bieberer Straße und Bierbrauerweg gesperrt. In diesen Zeiten werden auch Busse den Ostbahnhof nicht anfahren können.

Waldhof-Anhänger, die mit Zügen und S-Bahnen anreisen, werden bis zum Bahnhof Offenbach Ost gelangen. Von dort begleitet die Polizei die Fans in einem Fußmarsch zum Sparda-Bank-Hessen-Stadion. Die individuell mit Autos nach Offenbach anreisenden Mannheimer werden zum Gästeparkplatz im Bierbrauer Weg geleitet.

OFC-Fans sollen früh anreisen

Dieser Parkplatz steht ausschließlich den Anhängern aus Mannheim zur Verfügung. Gegen Personen, die bereits auf der Anreise Pyrotechnik mitführen oder gar einsetzen, sich vermummen oder gewalttätig gegen andere Fans vorgehen, wird die Polizei konsequent einschreiten. “Sie erreichen das Stadion nicht“, teilt die Polizei mit. Die Fans der Offenbacher Kickers werden gebeten, frühzeitig anzureisen und bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Für die mit Autos kommenden Offenbacher Fans stehen die üblichen Parkplätze zur Verfügung. An den Eingängen will die Polizei besonders intensiv kontrollieren. Das Stadion und die Kassen sind ab zwölf Uhr geöffnet. red/db

So brutal kann Fußball sein

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1. © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

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