Maziar Rastegar (rotes Shirt) und Sebastian Daume, zusammen mit Praktikantin Sharon Tesfay, im Pop-Up-Store ihres Labels „Offenbach Neue“ in der S-Bahn-Station Marktplatz.
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Maziar Rastegar (rotes Shirt) und Sebastian Daume, zusammen mit Praktikantin Sharon Tesfay, im Pop-Up-Store ihres Labels „Offenbach Neue“ in der S-Bahn-Station Marktplatz.

Start-Up-Label ist Teil des Zukunftskonzepts an der S-Bahn-Station Offenbach-Marktplatz

Pop-Up-Store von „Offenbach Neue“: „Wir stehen für Toleranz und Vielfalt“

Bisher verkaufen Maziar Rastegar und Sebastian Daume Pullis und Shirts ihres Labels „Offenbach Neue“ online. Jetzt steht die Eröffnung des eigenen Pop-Up-Stores bevor. Er gehört zum Projekt „Zukunftsbahnhof“ am Marktplatz.

Offenbach – Fast fünf Jahre gibt’s das Label „Offenbach Neue“ schon, die Zeit für ein eigenes Geschäft ist längst reif. Mit der Eröffnung ihres ersten eigenen Pop-Up-Stores geht für die beiden Kreativköpfe Maziar Rastegar und Sebastian Daume ein kleiner Traum in Erfüllung. Mit ihrem Label sind sie Teil des Projekts „Zukunftsbahnhof“ der Deutschen Bahn an der S-Bahn-Station Offenbach-Marktplatz. Auf der B-Ebene am Eingang zum Rathaus verkaufen sie ab kommendem Mittwoch einmal die Woche Pullis, Shirts und Co. – zunächst für sechs Wochen.

„Wenn die Bahn vielleicht auch in Zukunft für regionale Kleinkünstler oder kleine Labels Flächen zur Verfügung stellt, weil das mit uns ein Erfolg war, dann ist das schon cool“, sagt Sebastian Daume. Und sein Kollege Maziar Rastegar, der das Label anfangs noch alleine führte, fügt hinzu: „Das ist doch super: Man kommt in einer Stadt an und hat direkt eine Lokalität, die die Seele der Stadt zeigt, weil jemand versucht hat, sie einzufangen.“

Die Seele Offenbachs zu zeigen, daran hat der Designer zwei Jahre getüftelt. Das Ergebnis: Die Schriftart „Offenbach Neue“ – eine Symbiose aus altdeutscher Fraktur- und orientalischer Schrift, die das Zusammenwachsen der deutschen mit allen anderen Kulturen zeigt, wie es so nur in Offenbach zu finden ist. „Offenbachs höchstes Gut sind die Menschen und eine Atmosphäre, die Menschen vieler Nationen über Generationen hier aufgebaut haben“, so Rastegar. „Mit der Schrift und auch den Produkten will ich Offenbach etwas wiedergeben. Es geht um Vielfalt, Toleranz und Liebe. Ich liebe diese Stadt, hier bin ich großgeworden!“

Das Start-Up ist das absolute Herzensprojekt der Männer. Umso mehr freuen sie sich, ihre Kunden persönlich kennenzulernen. Schließlich sind täglich rund 40.000 Schüler, Reisende und Pendler an der S-Bahn-Station unterwegs.„Ich bekomme jetzt schon viele Fotos von Leuten, die sich mit unseren Klamotten vor der Instagram-Wand neben dem Store fotografiert haben – und so Vielfalt zeigen und teilen“, sagt der Designer stolz. Wenn alles gut läuft, könnte die Kooperation des Labels mit der Bahn verlängert werden. Sebastian Daume: „Möglich wäre ein Pavillon in der S-Bahn-Station, den wir mitdesignen und ausstatten. Oder der Schriftzug wird auch an den anderen Bahn-Stationen in der Stadt platziert. Das wäre toll, wird sich aber alles noch zeigen.“

Von Julia Oppenländer

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