Nur noch die Vorderpfoten sind lädiert. Die Verletzungen am Rücken sind verheilt, die offenen Hinterpfoten auch.
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Nur noch die Vorderpfoten sind lädiert. Die Verletzungen am Rücken sind verheilt, die offenen Hinterpfoten auch.

Blutige Pfötchen, aufgescheuerter Rücken, Madenbefall

Nach 14 Tagen im Regentank: Kater Miller geht's besser

  • Christian Reinartz
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Offenbach – Aufgescheuerte Pfötchen, Madenbefall und abgemagert bis auf die Knochen: Als der kleine Kater Miller nach zwei Wochen in einem alten Regentank gefunden wurde, kämpfte er ums Überleben. Mittlerweile geht es ihm wieder besser! Von Christian Reinartz

Kater Miller ist fast wieder ganz der Alte. Das Fell am Rücken wächst nach, die entzündeten Wunden, in denen sich schon Maden gebildet hatten, haben sich geschlossen. Auch die aufgescheuerten Pfötchen, mit denen der Kater zwei Wochen lang erfolglos versucht hatte, sich einen Weg in die Freiheit zu scharren, sind wieder verheilt. Und zugenommen hat der kleine Tiger ordentlich. 

„Nur an den Vorderpfoten sind noch Verletzungen. Aber es wird von Tierarztbesuch zu Tierarztbesuch besser“, sagt Herrchen Florian Zumkeller-Quast. Er sucht vor etwa sechs Wochen verzweifelt nach seinem Kater. Der war nach einem Freigang nicht in die Wohnung an der Hafeninsel in Offenbach zurückgekehrt. Zwei Wochen fehlt von Miller jede Spur, bis eine Frau das erstickte Maunzen aus einem alten Regentank am Hafen hört. Ein Katzenhasser muss Miller dort absichtlich eingesperrt haben.

Doch nach der ersten Erleichterung geht das Bangen weiter. Miller geht es so schlecht, dass er operiert werden muss, sein Leben steht auf Messers Schneide. Auch in den Folgetagen ist nicht klar, ob der Kleine das Martyrium übersteht. Dann nach einiger Zeit in der Tierklinik steht fest: Er wird es schaffen.

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Nach dem EXTRA TIPP-Artikel schlagen die Wellen hoch, hunderte Menschen melden sich in den sozialen Netzwerken, bekunden ihr Mitgefühl. „Das war wirklich toll“, sagt Zumkeller-Quast. „Einige Nachbarn haben sogar ein paar Leckerchen vorbeigebracht.“ Sogar die Kriminalpolizei wird nach dem Artikel auf den Fall aufmerksam und ermittelt seitdem gegen den Tierhasser. „Wir haben den Tatort untersucht und vor Ort Befragungen vorgenommen“, sagt Martin Sajek, Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen. „Unsere Leute sind da dran.“ Auch, wenn der Täter bisher nicht gefasst wurde, dass der gefühlskalte Tierquäler den Aufschrei der Öffentlichkeit mitbekommen hat und nicht mehr zuschlagen wird, scheint sicher. Angesichts der zum Teil unverhohlenen Drohungen der Kommentatoren auf Facebook, die mehrfach angekündigt haben, zukünftig nach dem Katzenhasser Ausschau zu halten, wäre das wohl auch keine gute Idee.

Florian Zumkeller-Quast will Kater Miller jedenfalls, sobald er endgültig wieder fit ist, wieder nach draußen lassen. „Das ist er gewohnt, das braucht er, alles andere würde ihm nicht gut tun.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Den Tier-Quälern muss es weh tun.

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