Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki starb vergangene Woche im Alter von 93 Jahren.
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Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki starb vergangene Woche im Alter von 93 Jahren.

Bundespräsident Joachim Gauck kommt

Trauerfeier für Marcel Reich-Ranicki

Frankfurt - Zur Trauerfeier für den verstorbenen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki kommt unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck.

Zahlreiche prominente Redner und viele hochrangige Trauergäste werden am Donnerstag zur Trauerfeier von Marcel Reich-Ranicki erwartet. Die Gedenkveranstaltung am Sarg des Literaturkritikers findet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Der "Literaturpapst" war vor einer Woche im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben.

Zur Trauerfeier (15 Uhr) wird auch Bundespräsident Joachim Gauck erwartet, der nach Angaben des Bundespräsidialamts aber keine Rede halten wird. Für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" spricht Herausgeber Frank Schirrmacher. Für die jüdische Gemeinde steht Salomon Korn auf der Rednerliste. Für das Land Hessen spricht Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), für die Stadt Frankfurt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). dpa

Marcel Reich-Ranicki ist tot - Bilder seines Lebens

Marcel Reich-Ranicki ist tot - Bilder seines Lebens

Marcel Reich-Ranicki wurde am 2. Juni 1920 in Polen geboren. Der Sohn einer jüdischen Familie machte 1938 in Berlin Abitur, die Nazis wiesen ihn dann aber nach Polen aus. Im Warschauer Ghetto gelang ihm 1943 mit seiner Frau Teofila (Tosia), die er dort geheiratet hatte, die Flucht. Seine Eltern und die seiner Frau wurden Opfer des Holocaust. © dpa
Februar 1981: Marcel Reich-Ranicki (r) im Gespräch mit dem Schriftsteller Siegfried Lenz (l). © dpa
Juni 1983: Der Kritiker gratuliert der Stuttgarter Schriftstellerin Friederike Roth zum Ingeborg-Bachmann-Preis. © dpa
März 1993: Marcel Reich-Ranicki erhält von Bürgermeister Klaus Bähr (r) den Hermann-Sinsheimer-Preis der Stadt Freinsheim. © dpa
Juli 1991: Die vier Literaturkritiker in der Kulisse der ZDF-Sendung "Das literarische Quartett": die österreichische Publizistin Sigrid Löffler (v.l.n.r.), der deutsche Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der deutsche Schriftsteller  Ulrich Greiner und "Literaturpapst" Marcel Reich-Ranicki. © dpa
Dezember 1992: Marcel Reich-Ranicki (r) erhält vom hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel (l) die Wilhelm-Leuschner-Medaille. © dpa
April 1995: Der Literaturkritiker mit Schriftsteller Günter Grass (r) vor Beginn des Literaturforums im jüdischen Gemeindezentrum. © dpa
Dezember 2001: Reich-Ranicki mit seinem Sohn Andrew (r) und dessen Frau Ida Thompson im Berliner Schloss Bellevue nach seinem letzten Auftritt in "Das literarische Quartett". © dpa
August 2002: In der Frankfurter Paulskirche hält er den Goethepreis für sein Lebenswerk in der Hand. © dpa
Oktober 2003: Der deutsche Literaturkritiker vor einer "Fototapete" in seinem eigenen Wohnzimmer. © dpa
Februar 2006: Ehrendoktorhut der Universität Tel Aviv. © dpa
Mai 2008: Marcel Reich-Ranicki und seine Frau Teofila. Die polnisch-deutsche Künstlerin starb am 29. April 2011. © dpa
Mai 2008: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ehrt den Autor für sein journalistisches Lebenswerk im Schauspielhaus in Hamburg. © dpa
Oktober 2008: Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises sollte Marcel Reich-Ranicki mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Doch er weigerte sich, ihn anzunehmen. © dpa
Juni 2008: Seine Autobiografie "Mein Leben" wurde verfilmt. In der Rolle des jungen Reich-Ranicki: Matthias Schweighöfer (Bild links). Rechts hinten:  Das "Original". © dpa
Am 18. September 2013 verstarb Marcel Reich-Ranicki im Nellinistift in Frankfurt am Main. © dpa

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