Kleines Tier, große Wirkung: Geschützte Eidechsen müssen umgesiedelt werden, bevor gebaut werden darf.
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Kleines Tier, große Wirkung: Geschützte Eidechsen müssen umgesiedelt werden, bevor gebaut werden darf.

Dank Umweltauflagen

Richtig teuer: Eidechsen treiben Kosten für Bauprojekte hoch

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Region Rhein Main –  Weil Umweltauflagen es vorschreiben, muss die Stadt Offenbach, um am Kaiserlei bauen zu können, Eidechsen mit Schlingen einfangen und umsiedeln. Die Kosten sind enorm: 833 Euro pro Tier. Auch in Frankfurt haben die Krabbler schon viel Geld verschlungen. Von Oliver Haas

Die Lacerta agilis oder auch besser bekannt unter dem Namen Zauneidechse sorgt regelmäßig dafür, dass Bauvorhaben teurer werden. Laut Bundesnaturgesetz ist es verboten, diese Tiere und ihren Lebensraum zu schädigen. Wird gebaut, wo Zauneidechsen hausen, müssen sie umgesiedelt werden. So wie derzeit am Offenbacher Kaiserlei. Laut Michael Sperber, Fachreferent für Stadtgrün und Stadtgestaltung, wird die Umzugsaktion in die neue Heimat Bieber-Nord und Waldheim Süd etwa 20.000 Euro kosten.

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Christine Wurmitzer, Biologin bei der Planungsgruppe „Natur und Umwelt“, ist bei schönem Wetter unterwegs, um die Tiere einzufangen. Bislang wurden etwa 24 Tiere entdeckt. Macht also derzeit knapp 833 Euro Umzugskosten pro Tier. Und der Aufwand dafür ist enorm: „Das Einfangen per Hand ist hier im Bereich einer mit Brombeeren bewachsenen Fläche nicht möglich, wir müssen die Methodik des Schlingenfangs anwenden“, erklärt Biologin Wurmitzer. Dabei wird mit einem feinen Faden, der an einer Angel angebracht ist, eine Schlinge geformt. „Diese wird den Tieren vorsichtig über den Kopf gezogen bis in den Nackenbereich. Dann wird die Schlinge zugezogen und das Tier entnommen, die Schlinge entfernt und das Tier ins Sammelgefäß gesetzt. In diesem Gefäß werden die Echsen dann überführt.“ 

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Die Weltweite Kampagne zum Schutz für Tiere lockt regelmäßig Prominente vor die Kamera. Für die Tierschutzorganisation PETA lassen sie die Hüllen fallen. Zum Beispiel Schauspielerin Alexandra Kamp für die Aktion „Rettet die Robben“. © Marc Rehbeck für PETA
Daniela Katzenberger ließ 2011 die Hüllen fallen. © Marc Rehbeck  / PETA
Hier ein weiteres Motiv © Marc Rehbeck  / PETA
Das östereichische Tattoo-Model Sandy P. Peng © PETA
Olympia-Schwimmerin Amanda Beard posiert für die Aktion „Lieber nackt als Pelz“. © SebreePhoto.com
Joanna Krupa warb schon mehrmals für PETA. Sie ist sehr engagiert. © PETA
Schauspielerin Pamela Anderson. Das Bild gab es als Telefonkarte. © PETA
Buchautorin Ariane Sommer lässt sich für PETA ablichten. © Sylvie Blum
Schauspielerin Cosma Shiva Hagen setzt sich seit Jahren für Tiere in Not ein. © GABO für PETA
Joanna Krupa zog sich schon mehrmals für PETA aus. Diesmal protestiert die Kirche wegen Missbrauch von christlichen Symbolen. © PETA
Die Macher der Kampagne sind sehr kreativ. Hier lassen sie sich vom 50er Jahre-Stil inspirieren. Das Bild zeigt Bettina von der Gruppe „Suicide Girls“.
Auch die, inzwischen verstorbene Anne Nicole Smith setzte sich bei PETA für Tiere ein. Sie posierte wie Marilyn Monroe. © Robert Sebree
Das australische Model Imogen Bailey wurde für die Aktion „Hände weg von Hasen!“ fotografiert. © Rodney Evans, All Angles Photography
„Suicide Girl“ Coley. © PETA
Rocklady Doro Pesch mag kein „echtes Leder“ tragen. © Marc Rehbeck
Schauspielerin Eva Mendes scheut sich nicht für Tiere die Hüllen fallen zu lassen. © Don Flood
Schauspielerin Franka Potente und Sänger Bela B. für PETA. © Olaf Heine / Upfront
Playmate Janine Habeck posiert für die Aktion „Hände weg von den Hasen!“ © Marc Rehbeck
Model Keeley Hazell fühlt sich ohne Pelz wohler. © PETA
Das „Suicide Girl“ Fynne ist lieber tätowiert, als das sie Nerz trägt. Name der Kampagne „Ink not Mink!“. © PETA
Playmate Holly Madison zieht sich auch für PETA aus. © Christopfer Amerusoso
Fotomodell CARRÉ OTIS ist Vegetarierin. © PETA
Auch die deutsche Schwimmerin Antje Buschschulte graut die Vorstellung, auf einem Teller zu landen. © Marc Rehbeck
Pornodarstellerin Jenna Jameson präsentiert sich hier für den guten Zweck. © Gavin Bond
Model Joanna Krupa © www.sebreePhoto.com
Auch Männer ziehen sich für PETA aus: Das Bild zeigt LINKIN PARK - Sänger Chester Bennington. © PETA
Schauspielerin Lisa Fitz räkelt sich als Meerjungfrau. © PETA
Schauspielerin Nia Long wird für PETA nackt in der U-Bahn fotografiert. © PETA
Die Gruppe „No Angels“ zieht sich für die Kampagne „Lieber nackt als Pelz“ aus. © Marc Rehbeck
Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich © Carlos Anthonyo
Deutschlands bekanntester Transvestit „Olivia Jones“ zeigt sich sehr freizügig. © Carlos Anthonyo
Miss Eurasia Mia Gray posiert für die Aktion „Lieber nackt als im Pelz!“ © Marc Rehbeck
Twilight-Star Christian Serratos ist eine der jüngern Schauspieler, die sich für PETA entkleiden. © Nick Saglimbeni / Slickforce Studios
Die Gruppe „Rick´s Cabaret“ nutzt die Chance auf das Unrecht gegenüber Tieren aufmerksam zu machen. © PETA
Die gesamte Gruppe „Suicide Girls“ beteiligte sich an der Aktion. Hier die blonde Rigel. © PETA
„Harte Schale, weicher Kern!“ Der ehemalige Basketball-Star zeigt seine Tatoos um auf das Leid der Nerze aufmerksam zu machen. © Ian Brooks
Schauspielerin Charlotte Ross in der Kampagne „Finger weg von Hasen“. © PETA
Schauspielerin Sadie Frost ist ihren vier Kindern ein gutes Beispiel. Sie macht auf die Quälerei an Tieren aufmerksam. © Bryan Adams
Aus der MTV-Serie „Jackass“ ist Steve-O bekannt. Im wahren Leben setzt er sich gerne für Tiere ein. © Bree Kristel Clarke
Auch Suicide-Girl Taye zeigt ihre Tattoos für PETA. © PETA
Vegetarismus ist aktiver Tierschutz. Das behaupten Stars wie Ariane Sommer. © Sylvie Blum
Peperoni haben nicht nur leuchtende Farben. Sie taugen auch als Mittel bei Erklältung und für romantische Schäferstündchen. Die australische Schauspielerin Sophie Monk präsentiert die rote Pracht. © SebreeFoto.com
Sängerin Concetta Kirschner, besser bekannt als Rapperin „Princess Superstar“. © Justin Borucki
Moderatorin Kerstin Linnartz möchte nicht auf dem Teller landen. © PETA
Pamela Anderson zeigt, wie sexy Gemüse sein kann. © PETA
Model Hana Nitsche © Antoine Verglas
Brigitte Nielsen (50) © obs/PETA Deutschland e.V./Paul Schirnhofer für PETA

Damit sich die Tiere dort wohlfühlen, werden längliche Holzhaufen aufgeschichtet. In diesen können sich die Tiere bei zu großer Hitze, schlechtem Wetter sowie nachts verkriechen. Damit auch für Nachwuchs gesorgt ist, werden Sandlinsen für die Eiablage aufgeschüttet. Und damit die Reptilien bei schönem Wetter morgens ihr Sonnenbad nehmen können, werden halb eingegrabene Schüttungen aus größeren Bruchsteinen im Gelände verteilt. Sonnenbäder sind lebensnotwendig, um den wechselwarmen Organismus auf Betriebstemperatur zu bringen. Auch ein kniehoher Zaun muss um das neue Habitat gezogen werden, damit die Tiere ihre neue Heimat nicht wieder verlassen. 

Eine ungeplante finanzielle Mehr-Erhöhung der Kosten oder auch zeitliche Verzögerung für das Bauprojekt sei laut Sperber aufgrund der Umsiedel-Aktion allerdings nicht eingetreten. Bereits bei der Ausschreibung 2014 sei klar gewesen, dass gewisse ökologische Auflagen zu berücksichtigen sind.

Keine Zahlen, wie viele Tiere es eigentlich gibt

Anderes aktuelles Beispiel ist der Ausbau der S-Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel. Entlang des Bahndamms wurden ebenfalls Zauneidechsen entdeckt, deren Leben durch die Streckenerweiterung bedroht wären. In fünf Streifen entlang der Bahnstrecke zwischen Frankfurt-Eschersheim und Bad Vilbel Süd wurden deshalb Ersatzhabitate geschaffen. Damit sie sich als Lebensraum für Zauneidechsen eignen, wurden die Flächen im Februar von Gehölz befreit, und artgerecht mit Totholz- und Steinhaufen hergerichtet. Die Umsiedlung der Tiere startet aber erst voraussichtlich im Mai 2017. „Zur Anzahl der Tiere können wir keine Angaben machen, da der Bestand wesentlich von den Klimabedingungen des aktuellen Jahres abhängt“, so Bahnsprecher Johannes Neufeld. Auch die Kosten seien noch nicht bekannt, da die Ausschreibung der Umsiedlungsleistung noch aussteht.

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Die Weltweite Kampagne zum Schutz für Tiere lockt regelmäßig Prominente vor die Kamera. Für die Tierschutzorganisation PETA lassen sie die Hüllen fallen. Zum Beispiel Schauspielerin Alexandra Kamp für die Aktion „Rettet die Robben“. © Marc Rehbeck für PETA
Daniela Katzenberger ließ 2011 die Hüllen fallen. © Marc Rehbeck  / PETA
Hier ein weiteres Motiv © Marc Rehbeck  / PETA
Das östereichische Tattoo-Model Sandy P. Peng © PETA
Olympia-Schwimmerin Amanda Beard posiert für die Aktion „Lieber nackt als Pelz“. © SebreePhoto.com
Joanna Krupa warb schon mehrmals für PETA. Sie ist sehr engagiert. © PETA
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Buchautorin Ariane Sommer lässt sich für PETA ablichten. © Sylvie Blum
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Joanna Krupa zog sich schon mehrmals für PETA aus. Diesmal protestiert die Kirche wegen Missbrauch von christlichen Symbolen. © PETA
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Auch die, inzwischen verstorbene Anne Nicole Smith setzte sich bei PETA für Tiere ein. Sie posierte wie Marilyn Monroe. © Robert Sebree
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„Suicide Girl“ Coley. © PETA
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Das „Suicide Girl“ Fynne ist lieber tätowiert, als das sie Nerz trägt. Name der Kampagne „Ink not Mink!“. © PETA
Playmate Holly Madison zieht sich auch für PETA aus. © Christopfer Amerusoso
Fotomodell CARRÉ OTIS ist Vegetarierin. © PETA
Auch die deutsche Schwimmerin Antje Buschschulte graut die Vorstellung, auf einem Teller zu landen. © Marc Rehbeck
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Die Gruppe „No Angels“ zieht sich für die Kampagne „Lieber nackt als Pelz“ aus. © Marc Rehbeck
Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich © Carlos Anthonyo
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Twilight-Star Christian Serratos ist eine der jüngern Schauspieler, die sich für PETA entkleiden. © Nick Saglimbeni / Slickforce Studios
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Rekordumzugskosten aufgrund von Tierschutzauflagen haben bislang in Hessen Molche verursacht. 2010 wurde die A44 bei Lichtenau umgebaut. Dabei wurden auch 500 Molche umgesiedelt. Die mit der Aktion verbundenene Kosten schnellten auf 50 Millionen Euro. Und somit auf 100.000 Euro Umzugskosten pro Tier.

Bundesweit aktuelles Beispiel für tierisch teuren Umzug ist das Bahnprojekt Stuttgart 21, wo 10.000 Echsen umziehen müssen. Kostenpunkt: 86 Millionen. Macht also 8.600 Euro pro Tier.

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