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Daniel Anthes und Katharina Schulenburg strahlen angesichts der großen Spendenbereitschaft für das Projekt "Resteküche".

Resteküche geht mit Foodtruck auf Reisen

Fast 40 000 Euro für "ShoutOutLoud"

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Die Macher von "ShoutOutLoud" können dank Spenden bald den ersten Foodtruck Deutschlands auf Reisen schicken, der fast ausschließlich mit Lebensmitteln arbeitet, die absolut genießbar sind und dennoch wegen Form oder Alter weggeworfen würden.

Kapp 40 000 Euro haben die Macher von "ShoutOutLoud" für ihr Projekt "Resteküche – Beste Küche" gesammelt. FNP-Mitarbeiterin Sandra Kathe hat mit Daniel Anthes vom Vorstand der Initiative über den Überraschungserfolg des Projekts gesprochen und darüber, wie es nun weitergeht. Herr Anthes, als wir uns das letzte Mal getroffen haben, steckte die Crowdfunding-Kampagne zur „Resteküche“ noch in den Kinderschuhen. Was ist seitdem passiert?

DANIEL ANTHES: Was man jetzt schon sagen kann: Die Kampagne war für uns ein riesiger Erfolg. Über unsere Spendenseite, die am 17. Dezember online gegangen ist, haben inzwischen knapp 500 Spender gezeigt, dass sie unser Projekt unterstützen wollen. Mit Stand vom frühen Freitagabend sind Spenden in Höhe von 37 769 Euro auf der Online-Plattform „Startnext“ registriert und die Zahl wächst von Stunde zu Stunde.

Ihrem Ziel von 50 000 Euro sind Sie damit am offiziell letzten Tag ja schon ziemlich nah gekommen.

ANTHES: Das stimmt. Deswegen haben wir uns auch entschieden, die Kampagne nicht wie geplant nach 35 Tagen zu beenden, sondern den Endtermin zwei Wochen nach hinten, auf den 4. Februar, zu verlegen. Hauptgrund dafür ist, dass wir feststellen, dass noch immer neue Menschen unser Projekt entdecken, darüber berichten oder uns unterstützen wollen. Das wollen wir gerne noch einige Tage ausnutzen, um nach der Fundingschwelle von 30 000 Euro auch noch das eigentliche Ziel zu erreichen.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Summen?

ANTHES: Die Fundingschwelle war für uns das absolute Minimum, was es zu erreichen galt, um das Projekt auf die Füße zu stellen. Das Geld benötigen wir als rein ehrenamtliche Initiative auf jeden Fall, um einen Foodtruck zu kaufen, alles umzubauen, Versicherungen zu bezahlen und Konzessionen einzuholen. Das Fundingziel von 50 000 Euro gibt uns einen wichtigen Puffer, der uns bereits erlaubt, in den ersten Monaten unsere Mitarbeiter zu bezahlen, um so auch nicht umsatzorientiert auf sozialen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Auch könnten wir so in der Anfangszeit an prominenten Festivals teilnehmen, wo wir definitiv wahrgenommen werden, die Stellplatzmieten aber auch etwas höher sind.

Können Sie absehen, wann der Foodtruck seine Reise beginnt?

ANTHES: Wenn alles nach Zeitplan klappt, hoffen wir im April startklar zu sein. Bis dahin liegen jedoch noch eine Menge Arbeit und Behördengänge vor uns, die das Ganze theoretisch etwas verzögern könnten.

Warum glauben Sie kommt das Projekt im Internet so gut an?

ANTHES: Wir haben unsere Kampagne von Anfang an darauf aufgebaut, dass wir dafür sorgen wollen, dass weniger Essen weggeworfen wird. Backwaren die nach einem Tag nicht mehr verkauft werden dürfen etwa oder Obst und Gemüse, das vom Aussehen her nicht dem Standard entspricht. Das ist etwas, womit wirklich jeder etwas anfangen kann, weil jeder isst, einkauft und auch mal Lebensmittel wegwirft. Ich glaube, dass unsere Idee so mitten aus dem Leben kommt, hat ihr schon eine Menge Antrieb gegeben.

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