Felix Keller, Mitglied im Abikomitee am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Höchst, hat den Beschäftigten des Klinikums Höchst am Mittag des Heiligabends eine süße Aufmerksamkeit vorbeigebracht. Foto: Maik Reuß
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Felix Keller, Mitglied im Abikomitee am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Höchst, hat den Beschäftigten des Klinikums Höchst am Mittag des Heiligabends eine süße Aufmerksamkeit vorbeigebracht. Foto: Maik Reuß

Weihnachtsgeste

FDG-Abiturienten spenden Schokolade an Mitarbeiter der Intensivstation im Höchster Klinikum

HÖCHST Süßes für die Nerven

Frankfurt Höchst - Schokolade ist gut für die Nerven. Das dachte sich auch das "Abikomitee" des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums (FDG), also des Oberstufengymnasiums im Höchster Bildungs- und Kulturzentrum (Bikuz): Das runde Dutzend Schüler hatte sich kurz vor Weihnachten dazu entschieden, den Mitarbeitern auf der Intensivstation im Höchster Klinikum noch rechtzeitig vorm Fest Schoko-Nikoläuse zukommen zu lassen, um die Feiertage gut zu überstehen. Die Schokolade - rund 40 Nikoläuse - waren beim Nikolausverkauf der Schule übrig geblieben. Dieser Verkauf wird jedes Jahr veranstaltet, um Geld für den Abi-Ball einzusammeln. "Die Nikoläuse erhielten wir von einem Bekannten, einem unserer Mitglieder. Da am Ende dieses Verkaufs jedoch noch knapp über 40 Nikoläuse übrig blieben, überlegten wir, was wir mit diesen machen sollten", berichtet Felix Keller, der die Schokolade am Mittag des Heiligabends an der Pförtnerloge des Klinikums abgegeben hat - wegen der Corona-Situation ist das Klinikum nämlich weiter für Besucher gesperrt.

Den Schülern war

die Geste wichtig

Corona war auch der ausschlaggebende Grund, warum das Abikomitee sich nach reiflicher Überlegung dafür entschieden hatte, die Schokolade dem Personal der Intensivstation als kleines Dankeschön zukommen zu lassen. "Um die Kinder jedoch nicht vollständig außer Acht zu lassen, beschlossen wir, der Kinderintensivstation die Hälfte der Nikoläuse zukommen zu lassen", berichtet Felix Keller. Dass die Nikoläuse etwas spät im Jahr auf Wanderung ans Klinikum gingen, ist den Schülern bewusst, doch nach dem Verkauf an der Schule vor dem Nikolaustag standen erst einmal Klausuren an. "Zudem ging es uns auch eher um die Geste und nicht darum, ob es sich nun um Schoko-Nikoläuse oder Schoko-Weihnachtsmänner handelt", erklärt Keller.

Trotz Corona für den großen Ball planen

Die Schüler des Komitees stemmen gerade eine große Aufgabe neben ihren Abiturprüfungen: Sie planen einen Ball für 600 Personen und sind mit Organisation und Finanzierung beschäftigt. Rund 30 000 Euro sind veranschlagt. "Diese Herausforderung wird durch die Corona-Situation sicherlich nicht vereinfacht, da wir uns ein entsprechendes Hygienekonzept bezüglich Personenanzahl oder des Caterings überlegen müssen und selbst mit einem guten Konzept noch keine Garantie darauf besteht, dass der Abi-Ball stattfinden kann", sagt Keller. Die Finanzierung sei auch dadurch erschwert, dass viele Schulveranstaltungen ausfallen: "Auch wenn wir zwar einen Großteil des benötigten Geldes einnehmen können werden beziehungsweise schon konnten, so fehlt trotzdem noch ein nennenswerter Anteil." Holger Vonhof

Prüfungen zuletzt im strikten Lockdown

Auch unter Corona-Bedingungen arbeiten die Oberstufenschüler an ihrem Abschluss. Für die Abiturprüfungen ist aufgrund unterschiedlicher Leistungskurs-Kombinationen ein Zeitraum von elf Tagen notwendig. Die schriftlichen Abiturprüfungen 2021 sind für den Zeitraum vom 21. April bis 5. Mai, die Nachprüfungen vom 18. Mai bis 2. Juni 2021 angesetzt. Im jetzt zu Ende gehenden Jahr hatten die Prüfungen vom 19. März bis 2. April stattgefunden, also im strikten Lockdown. Geachtet wurde dabei auf Abstand und kleine Prüfungsgruppen. Trotzdem erreichten die hessischen Abiturienten 2020 eine Durchschnittsnote von 2,33 - die beste seit Einführung des Landesabiturs 2007. Zuletzt haben 23 229 Schüler teilgenommen. Von ihnen haben 22 391, also 96,4 Prozent, bestanden.

red

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