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Beim Schweizer Straßenfest kann man in diesem Jahr nicht nur feiern, sondern auch shoppen.

Sachsenhausen

Feiern und Shoppen beim Schweizer Straßenfest

In Frankfurt freut sich die Aktionsgemeinschaft über einen verkaufsoffenen Sonntag dank "Allgemeinverfügung".

Frankfurt - Dafür lässt sich Torsten Schiller, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße (AGS), gern im Urlaub stören: "Wir sind froh, dass die Geschäfte anlässlich des Schweizer Straßenfestes auch am Sonntag, 21. Juni, von 13 bis 19 Uhr öffnen dürfen." Auch wenn dies nur der "Appendix" des eigentlichen Anlasses sei, nämlich das große Straßenfest auf der beliebten Einkaufs- und Restaurantmeile in Sachsenhausen am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni. Die AGS rechnet wieder mit über 200 000 Besuchern.

Grundlage für den verkaufsoffenen Sonntag ist die jetzt ausgesprochene "Allgemeinverfügung" des Frankfurter Wirtschaftsdezernenten Markus Frank (CDU). Diese gilt aber nur rund um die Schweizer Straße. Sie ermöglicht es Geschäften zwischen Textor-, Gartenstraße und Schweizer Straße sowie Läden an Abschnitten der Schneckenhofstraße, der Oppenheimer Landstraße und der Diesterwegstraße, am Sonntag ausnahmsweise von 13 bis 19 Uhr zu öffnen. Laut Schiller werden es "etwa zehn Geschäfte" sein; das Gros verkaufe Bekleidung.

Seit 2016 sind verkaufsoffene Sonntage am Main Geschichte: Damals kippte das Verwaltungsgericht das Sonntagsshopping zur Frankfurter Buchmesse. Nach mehreren verlorenen Gerichtsverhandlungen machte die Stadt einen Rückzieher, denn Sonntagsöffnungen benötigen in Hessen einen konkreten Anlass und die Hürden dafür sind hoch, vor allem beim stadtweiten Sonntagsshopping. Daran dürfte sich nichts ändern, trotz der Ende 2019 erfolgten Änderung des Ladenöffnungsgesetzes: Sozialminister Kai Klose (Grüne) ließ den Anlassbezug im Gesetz.

Karin Zennig von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte im vergangenen Jahr, man werde prüfen, ob es möglich sei, gegen die Sonntagsöffnung auch in Sachsenhausen rechtlich vorzugehen. Zusammen mit der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) hat Verdi als "Allianz für den freien Sonntag" erfolgreich gegen mehrere Sonntagsöffnungen geklagt. uve

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