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DJ und Feinschmecker feiert seinen 40.

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Kult-DJ und Gastronom Julian Smith ist am 8. Januar geboren – unter einem musikalischen Stern.

Kult-DJ und Gastronom

Julian Smith

ist am 8. Januar geboren – unter einem musikalischen Stern. Am gleichen Tag haben

Elvis Presley

und

David Bowie

Geburtstag. „Im chinesischen Horoskop bin ich Tiger, dazu Steinbock mit Aszendent Skorpion. Damit ist man vernünftig und heftig zugleich“, sagt Smith, der gestern seinen 40. Geburtstag mit hunderten Freunden im „APT Apartment“ im Ostend nachfeierte.

Statt Geschenke: Die Gewinne seiner „Love 40“-Party gehen an die Frankfurter Tafeln, damit will sich die Szenegröße bei der Stadt bedanken, „die immer gut zu mir war und eine gewisse Exzentrik erlaubt“. Feiern ohne gutes Essen, für Smith undenkbar. TV-Koch und Freund Tim Mälzer ließ sich da nicht lange bitten und zauberte nebenan im „Soulkitchen“ ein Drei-Gänge-Menü, das insgeheim die Facetten von Julian Smith widerspiegelte: vom bodenständigen Schinkenbrot über Hummer und Trüffel bis zum „Heiße Liebe“-Eis mit Himbeeren.

Das Bodenständige vermittelten ihm die Eltern, die mit Leib und Seele gutbürgerliche Lokale betrieben, Schnitzel und Brathähnchen satt. „Zum schwarzen Willy“ – nach dem Spitznamen benannte Vater Willie James , ein Ex-GI aus Miami, eine Kneipe in Großauheim.

„Er kam aus ärmlichen Verhältnissen, erlebte in den USA noch die Zweiklassengesellschaft und wollte es in Deutschland mit Fleiß zu etwas bringen. Er hätte es gerne gesehen, wenn ich Arzt oder Anwalt geworden wäre. Seinen Segen für die Musik bekam ich erst, als er meinen Song im Radio hörte“, erinnert sich der Sohn. Da hatte dieser das Studium der Meeresbiologie längst geschmissen. Mit einem Bürojob als Kundenberater beim Otto-Versand hielt sich Smith einige Zeit über Wasser. Dann brach die Trüffelzeit an: DJ, Produzent, Radiomacher, Clubbetreiber mit seinem jüngeren Bruder Dennis („Travolta“) und Model.

Für Mick Jagger legte Smith im „Walden“ auf, „doch ich war zu verkopft, bis Mick meinte, spiel’ was Aktuelles, sonst fühle ich mich zu alt.“

Die große Liebe kam mit Ehefrau Romina und Töchterchen Paula Jane . „Sie ist jetzt 16 Monate alt, morgens mache ich ihr das Fläschchen. Ich will ein guter Vater sein.“ Auch sein jüngstes „Baby“, die preisgekrönte Kellerbar „Chinaski“, hält ihn auf Trab. „Schade, dass meine Eltern das nicht mehr erleben dürfen. Meiner Mutter bin ich dankbar, auch weil sie mir mal eine Schnitzelgabel in den Hintern rammte, als ich drohte, ein arroganter Kerl zu werden.“

Sein Alter genießt der bekennende Feinschmecker: „40 ist toll, Halbzeit, ich habe ein gutes Lebensgefühl, bin gern Gastgeber. Kommunikation ist mir wichtiger geworden. Ein Haus bauen will ich noch und eine Herzenssache wäre ein Drehbuch über die Geschichte meiner Eltern. Sie haben hart gearbeitet, viel gestritten, und waren doch ein unschlagbares Team.“ Zurzeit tüftelt der Gastronom an zwei neuen Projekten, ein Feinkostladen „im New York-Style“ und ein Café-Restaurant sollen noch 2015 an den Start. Um fit zu bleiben, will er nach seinem Geburtstag mit Yoga und einer Diät anfangen. „Das hat mir meine Frau verordnet.“

(fai)

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