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Das Obergeschoss aus Holz wurde von den Flammen völlig zerstört. Aber auch das Erdgeschoss der Waldorf-Kita kann nicht mehr benutzt werden, das Löschwasser hat Schadstoffe hineingespült.

Kita der Waldorfschule

Das Feuer hat auch das Erdgeschoss völlig zerstört

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Drei Wochen nach dem Feuer in der Waldorf-Kita ist klar: Auch das Erdgeschoss des vier Jahre alten Gebäudes kann nicht mehr benutzt werden. Die Verantwortlichen müssen wieder bei Null anfangen.

„Wir werden das gesamte Gebäude abreißen müssen. Eine andere Möglichkeit bleibt uns leider nicht.“ Diese Worte gehen Christoph Klotz, Geschäftsführer der Waldorfschule, immer noch schwer über die Lippen. Obwohl er bereits seit einigen Tagen weiß, dass der vier Jahre alte, zweistöckige Bau nach dem Feuer von vor drei Wochen nicht mehr zu retten ist. „Wir freuen uns deswegen über jede Unterstützung“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) und bat dort um Unterstützung.

Dass das Obergeschoss gänzlich durch das Feuer zerstört wurde, sei sofort klar gewesen. „Dafür hat ein Blick gereicht“, so Klotz. Allerdings habe man doch die Hoffnung gehabt, dass wenigstens dass Erdgeschoss, das nicht aus Holz bestand, den Flammen standgehalten hätte.

Doch dem ist nicht so. „Bis auf die Bodenplatte können wir nichts mehr verwenden. Leider auch nicht das viele Spielzeug der Kinder“, bedauert der Geschäftsführer. Dieses sei zwar nicht verbrannt worden, allerdings habe das Löschwasser, das aus dem Ober- ins Erdgeschoss geflossen sei, sie unbenutzbar gemacht. Nur mit einer aufwendigen chemischen Reinigung könnten die Schadstoffe entfernt werden.

Brandexperten hätten zudem mittlerweile festgestellt, dass an zwei oder sogar drei Punkten von außen gezündelt worden sein muss. „So wurde die Holzverkleidung der großen Überdachung im Garten in Brand gesteckt. Es muss richtig intensiv nachgeholfen worden sein, ansonsten wäre das Gebäude nicht in Flammen aufgegangen“, betonte Klotz mit dem Hinweis darauf, dass es kaum höhere Brandschutzauflagen gebe als bei einer Kindertagesstätte.

Auch wenn die Freie Waldorfschule als Träger gut versichert und das Geld schnell abrufbar sei, so freue man sich doch über jegliche Unterstützung. „Derzeit ist uns schon mit Spielzeug und Möbeln geholfen. Denn bei uns gibt es keine Ikea-Lagerware, die Waldorf-Ausstattung hat eine lange Lieferzeit“, so Klotz.

„Die materielle Unterstützung ist die eine Seite, aber man muss den Kindern auch wieder ein Zuhause geben. Auf unsere Hilfe können sie sich verlassen“, versicherte Ortsbeiratsmitglied Sylvia Momsen (Grüne).

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