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Flughafen Frankfurt: Keine Ausweitung des Nachtflugverbots geplant

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Von: Florian Dörr

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Der Flughafen Frankfurt verursacht Lärm. Anrainer sind genervt. Neue Maßnahmen sind nun angedacht, andere bereits verworfen.
Der Flughafen Frankfurt verursacht Lärm. Anrainer sind genervt. Neue Maßnahmen sind nun angedacht, andere bereits verworfen. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

Lärm, der vom Flughafen Frankfurt ausgeht, ist ein Dauerthema. Nun gibt der neue Lärmaktionsplan Auskunft darüber, was zum Schutz der Anrainer getan werden kann. Und was gelassen wird.

Darmstadt/Frankfurt – Der Flughafen Frankfurt* ist Arbeitgeber für tausende Menschen, Drehkreuz der internationalen Luftfahrt, Basis für Lufthansa und Condor. Und: Er ist laut. Der Lärm rund um den Flughafen Frankfurt beschäftigt Anrainer seit Jahrzehnten*. Um Leitplanken für einen Ausgleich zwischen Wirtschaftsinteressen und Schutz der Bevölkerung zu schaffen, wurde nun vom Regierungspräsidium Darmstadt der neue Lärmaktionsplan für Deutschlands größten Flughafen vorgelegt.

Mehrere Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren angestoßen oder etabliert wurden, sollen fortgeführt werden: „So wurden zum Beispiel 2016 siebenstündige Lärmpausen eingeführt, zur besseren Spurtreue bei der Südumfliegung ein satellitengestütztes Abflugverfahren ergänzt und freiwillig eine Lärmobergrenze für den Flughafen Frankfurt Main vereinbart*“, heißt es bei der hessischen Landesregierung. Doch über das Bestehende hinaus werden mehrere Punkte, deren Umsetzung die Lärmbelastung am Flughafen Frankfurt* reduzieren sollen, im neuen Lärmaktionsplan für den Flughafen Frankfurt festgeschrieben. So sei unter anderem in der Planung oder in Prüfung:

Lärmschutz am Frankfurter Flughafen: Was soll kommen? Was kommt nicht?

Andere Ideen zum Lärmschutz am Flughafen Frankfurt wurden bereits geprüft, sind aber nicht zur Umsetzung vorgesehen. Darunter:

Flughafen Frankfurt: Ausweitung des Nachtflugverbotes höchstens auf freiwilliger Basis möglich

Insbesondere eine Absage für ein ausgeweitetes Nachtflugverbot dürfte die vom Lärm geplagten Anrainer ärgern. Aktuell gilt es von 23 bis 5 Uhr. Im neuen Lärmaktionsplan für den Flughafen Frankfurt heißt es: „Eine Ausdehnung des Nachtflugverbotes wäre nach den geltenden Vorgaben des Luftverkehrsgesetzes allenfalls auf freiwilliger Basis auf Antragstellung der Fraport AG als Flughafenbetreiber möglich.“ Im Vergleich zu anderen europäischen Flughäfen stehe Frankfurt in dieser Hinsicht ohnehin bereits gut da.

Eine Ausweitung des Nachtflugverbots um zwei Stunden sei verbindlich jedoch nicht machbar: „Häufiger Grund für planmäßige Flugbewegungen in der Zeit von 22-23 Uhr oder 5-6 Uhr sind Erfordernisse aus der Umlaufplanung, um innerhalb der Betriebszeiten von Ausgangs- und Zielorten die Flugzeuge so effizient einsetzen zu können, dass möglichst viele Passagiere oder Fracht transportiert werden können. Außerdem ergeben sich zum Beispiel bei Interkontinentalflügen Erfordernisse für Starts oder Landungen in den Randstunden, wenn zusätzlich unterschiedliche Zeitzonen am Start- und Zielort zu berücksichtigen sind oder zeitkritische Frachttransporte abzuwickeln sind.“ (fd)

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