Am Flughafen Frankfurt wappnen sich Betreiber Fraport, Airlines wie die Lufthansa und die Deutsche Flugsicherung gegen die Omikron-Variante.
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Am Flughafen Frankfurt wappnen sich Betreiber Fraport, Airlines wie die Lufthansa und die Deutsche Flugsicherung gegen die Omikron-Variante.

Flughafen Frankfurt

Lässt Omikron den Flugverkehr zusammenbrechen? Wie sich Fraport, Lufthansa und Co. wappnen

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich immer stärker aus. Am Flughafen Frankfurt ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Fraport, Lufthansa und Co. sehen sich dennoch gut gerüstet.

Frankfurt – In normalen Zeiten ist der Flughafen Frankfurt* eines der größten Drehkreuze für Flugpassagiere in Europa. In Zeiten der Corona*-Pandemie ist er aber auch ein Eingangstor für sämtliche Varianten des Coronavirus. Die sich derzeit schnell verbreitende Omikron-Variante macht dabei keine Ausnahme.

Am Flughafen Frankfurt sehen sich Betreiber Fraport und Airlines wie die Lufthansa* im Kampf gegen Omikron und eine nächste starke Infektionswelle gut gerüstet. Auch für die Beschäftigten seien umfangreiche Hygiene-Konzepte in Kraft, sagte am Dienstag (21.12.2021) eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. Man habe zahlreiche Maßnahmen getroffen, um den Betrieb des größten deutschen Flughafens in Frankfurt* auch bei einer größeren Erkrankungswelle durch Omikron sicherzustellen.

Flughafen Frankfurt: Fraport rüstet sich im Kampf gegen Omikron

Fraport trennt beispielsweise die einzelnen Schichten der betriebsnotwendigen Flughafenfeuerwehr voneinander, damit bei einem Ausbruch nicht gleich die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss, erläuterte die Sprecherin. Es gebe aber keine pauschalen Antworten oder starre Konzepte. „Wir müssen immer schauen, welche Schichten, welche Tätigkeiten betroffen sind und ob Leute einspringen können“, sagte die Sprecherin. Am vergangenen Wochenende habe man mit einer betrieblichen Sonderaktion mehrere hundert Mitarbeiter mit einer Booster-Impfung versehen.

Auch die Lufthansa, die ihre Heimat am Flughafen Frankfurt hat, und die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit Sitz in Langen (Kreis Offenbach) zeigten sich überzeugt, dass man flexibel auf externe Störungen des Betriebs reagieren könne. Insbesondere die Fluglotsen, aber auch anderes Personal sind in A- und B-Teams aufgeteilt, die nicht zusammenkommen dürfen. „Bislang haben wir der Krise erfolgreich standgehalten“, sagte eine Sprecherin der DFS.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa hat im Fall von krankem Personal „Reserven im Hintergrund“

Die Lufthansa hat nach eigener Auffassung in der Corona-Krise ihre bestehenden Notfallkonzepte verfeinert und flexibler gestaltet. „Wir haben immer Reserven im Hintergrund“, sagte ein Unternehmenssprecher. Das Konzept werde dem aktuellen Geschehen laufend angepasst. (esa)

Zwei weitere Meldungen aus dieser Woche könnten die Reisen vom Flughafen Frankfurt für Passagiere in den kommenden Tagen und Wochen erschweren. Am Dienstag rief die Gewerkschaft Ver.di die Beschäftigten des Abfertigers Wisag zum Streik auf. Kurz vor Weihnachten drohen so Flugausfälle. Zudem will der Betreiber eines für Fraport und Lufthansa wichtigen Corona-Testzentrums am Flughafen Frankfurt seine Zelte abbrechen.

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