Eine private Drohne (r) fliegt in knapp zehn Metern Flughöhe über einem Garten, als in weiter Entfernung ein Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Düsseldorf zu sehen ist. Wegen einer gesichteten Drohne hat der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Samstagabend den Flugbetrieb bis auf Weiteres eingestellt.
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Immer wieder kommt es zu Sichtungen von Drohnen am Frankfurter Flughafen. (Symbolbild)

Gefahr aus der Luft?

Flugsicherung am Flughafen Frankfurt startet besonderes Abwehrprogramm

  • Svenja Wallocha
    vonSvenja Wallocha
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Ab August startet die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Flughafen Frankfurt ein besonderes Abwehrprojekt. Aus gutem Grund.

  • Immer wieder kommt es in der Nähe von Flughäfen zu Sichtungen von Drohnen.
  • Ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr.
  • Ab August lässt die Flugsicherung jedoch am Frankfurter Flughafen Drohnen aufsteigen - warum?

Frankfurt - Immer wieder kommt es in der Nähe von deutschen Flughäfen zu Sichtungen von Drohnen. Auch am Flughafen Frankfurt gab es deshalb schon einige Störungen. Dabei ist der Drohnenflug in solchen Bereichen verboten und kann für die Besitzer der unbemannten Flugobjekte ernste Konsequenzen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr nach sich ziehen.

Erst im März 2020 wurden wegen einer Sichtung einer Drohne 13 Flüge am Frankfurter Flughafen annulliert und 64 umgeleitet. Nicht nur für die Passagiere ein Ärgernis, solche Störungen haben ebenfalls wirtschaftliche Folgen für Flughäfen und Airlines. Ebensolche Drohnen lässt die Deutsche Flugsicherung (DFS) jedoch ab August verstärkt am größten Flughafen Deutschlands aufsteigen. Was hat es damit auf sich?

Frankfurt: Flugsicherung lässt ab August Drohnen über Flughafen fliegen - Test zur Gefahrenabwehr

Ab August werden sogenannte Drohnen-Detektionssysteme getestet. Nicht nur am Flughafen Frankfurt, sondern auch in München. Mit den Drohnenflügen sollen drei verschiedene Systeme zur Entdeckung der Drohnen getestet werden, um künftig gefährliche Annäherungen zu Maschinen verhindern zu können. „Die Ergebnisse aus diesem Testbetrieb sind für die systematische Detektion von Drohnen an und um die deutschen Verkehrsflughäfen wichtig“, heißt es in einer Pressemitteilung des DFS.

Drohnenexperten der DFS, Fraport und FMG haben die Tests, die laut „hessenschau.de“ bis in den Oktober laufen sollen, vorbereitet. Das Projekt ist mit den zuständigen Behörden, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Luftamt Südbayern, abgestimmt. Die Bundes- und Landespolizei begleitet zudem die Testläufe am Flughafen Frankfurt und in München. Die Erkenntnisse aus dem Projekt bilden die Grundlage dafür, welche Technologie für zukünftige Drohnen-Detektion an Flughäfen geeignet ist.

Flughafen Frankfurt: Immer wieder kommt es zu Sichtungen von Drohnen - Flug über Flugplätzen verboten

Das Fliegen von Drohen an einem Flughafen innerhalb eines Radius von 1,5 Kilometern ist verboten. Die maximale Flughöhe für Drohnen ist außerdem generell auf 100 Meter über Grund begrenzt. Eine Drohnensichtung kann einem gesamten Flugbetrieb lahmlegen.

Allein mit Kurzarbeit kommt Fraport, Betreiber des Flughafens Frankfurt, nicht durch die Corona-Krise. Beim Stellenabbau schließt das Management betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus.

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