Jens Söring zurück in Deutschland
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Der verurteilte Mörder Jens Söring ist nach 30 Jahren aus der Haft in den USA entlassen worden.

Nach 30 Jahren Haft in den USA

Verurteilter Mörder am Flughafen Frankfurt gelandet: „Es ist der schönste Tag meines Lebens“

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Der verurteilte Mörder Jens Söring ist nach 30 Jahren aus der Haft in den USA entlassen worden. Jetzt ist er am Flughafen Frankfurt gelandet. 

Update vom 17.12.2019, 13.26 Uhr: Der verurteilte Doppelmörder Jens Söring ist nach 30 Jahren Haft nach Deutschland zurückgekehrt. Er kam am heutigen Mittag (17.12.2019) gegen 11.30 Uhr am Flughafen Frankfurt an. Freunde und Unterstützer wollten ihn dort in Empfang nehmen.

Auch die Wiesbadener Anwältin Karoline Rüsch war zum Flughafen gekommen. Sie pflegt nach eigener Aussage seit 2010 eine Brieffreundschaft mit ihm. „Ich habe an dieses Wunder, was hier gleich passiert irgendwie nicht mehr geglaubt, es ist das schönste Weihnachten für mich, seit ich ihn kenne.“

„Das ist alles ziemlich überwältigend hier, ich freue mich so sehr!“, sagte Jens Söring. Söring sagte, er wolle nun erst einmal zur Ruhe kommen. „Ich muss hier psychologisch und emotional ankommen in Deutschland.“ Er habe das Land seit drei Jahrzehnten nicht mehr gesehen. "Es ist der schönste Tag meines Lebens."

Flughafen Frankfurt: Jens Söring ist gelandet

Update vom 17.12.2019, 11.29 Uhr: Inzwischen ist der verurteilte Doppelmörder Jens Söring, der 30 Jahre in den USA in Haft saß, am Flughafen Frankfurt gelandet. Bei einer am Flughafen stattfindenden Pressekonferenz möchte er sich zu seiner Rückkehr äußern. 

Erstmeldung vom 17.12.2019, 09.30 Uhr: Frankfurt – Der in den USA wegen Doppelmordes verurteilte Deutsche Jens Söring ist nach Angaben aus seinem Freundeskreis auf dem Weg nach Deutschland. Er soll gegen Mittag in am Flughafen Frankfurt landen. „In diesem Moment ist Jens in der Luft. Genauso frei wie die 300 Passagiere um ihn herum“, hieß es auf einem Twitter-Account, der von Mitgliedern des Freundeskreises betrieben wird. 

Flughafen Frankfurt: Doppelmörder Söring auf dem Weg 

Eine Linienmaschine von United Airlines hatte kurz zuvor am Montagabend (Ortszeit) den Flughafen Washington Dulles in Richtung Flughafen Frankfurt verlassen. Eine offizielle Bestätigung der US-Einwanderungsbehörde ICE, dass sich Söring an Bord des Fliegers von United Airlines befindet, gab es zunächst nicht. Söring wird am Dienstagmittag am Flughafen Frankfurt erwartet. Er soll gegen 11.50 Uhr am Flughafen Frankfurt ankommen, wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte. 

Flughafen Frankfurt: Jens Söring soll zwei Menschen ermordet haben 

33 Jahre saß Jens Söring in Haft. Als Stipendiat an der Universität von Virginia soll Jens Söring die Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom in deren Haus in Lynchburg mit zahlreichen Messerstichen ermordet haben. Am Tatort fanden die Ermittler zwei blutüberströmte Leichen. Ein Polizist sprach später davon, es sei gewesen wie in einem „Schlachthaus“. Zum Zeitpunkt des Mordes war Jens Söring 19 Jahre alt. 

Jens Söring hatte den Mord zwischenzeitlich gestanden – laut eigener Aussage aber nur, um seine Freundin vor der Todesstrafe zu bewahren. Er sei fälschlicherweise davon ausgegangen, diplomatische Immunität zu genießen. Haysom selbst trennte sich daraufhin und bekannte sich der Beihilfe zum Mord schuldig. Sie wufrde daraufhin zu 90 Jahren Haft verurteilt.  

Flughafen Frankfurt: Jens Söring saß 30 Jahre in Haft 

Seitdem beteuerte Jens Söring seine Unschuld. Zu den Eltern habe er kein Verhältnis gehabt, und Haysom habe ihm gegenüber eingeräumt, die Tat begangen zu haben. Söring hat über die Jahre mehrfach eine Haftentlassung auf Bewährung beantragt. 

Am 25. November 2019 entschied der zuständige Bewährungsausschuss in Virginia, Jens Söring und Elisabeth Haysom freizulassen. Das Gremium stellte unmissverständlich klar, dass beide „fürchterliche Verbrechen“ begangen hätten. Doch beide seien damals sehr jung gewesen und hätten nun ihre 30 Jahre lange Strafe verbüßt. Wenn sie nun freigelassen und abgeschoben würden, sei dies eine enorme Entlastung für den Steuerzahler in Virginia, hieß es weiter in der Begründung. 

Schock über den Wolken: Ein Flugzeug der Lufthansa startet vom Flughafen Frankfurt und muss über dem Atlantik plötzlich abdrehen. Es kommt zu einer Notlandung, wie fnp.de* berichtet. 

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