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Am Flughafen Frankfurt gilt nach 23 Uhr das Nachtflugverbot. Im Jahr 2018 hat die Fluggesellschaft Laudamotion jedoch in regelmäßigen Abständen dagegen verstoßen - und muss jetzt ein saftiges Bußgeld zahlen. (Symbolbild)

Nachtflugverbot

Flughafen Frankfurt: Land Hessen verhängt saftiges Bußgeld gegen Airline

Am Flughafen Frankfurt gilt nach 23 Uhr das Nachtflugverbot. Im Jahr 2018 hat die Fluggesellschaft Laudamotion jedoch in regelmäßigen Abständen dagegen verstoßen - und muss jetzt ein saftiges Bußgeld zahlen.

  • Laudamotion landet trotzt Nachtflugverbot am Flughafen Frankfurt
  • Land Hessen verhängt Bußgeld gegen Laudamotion
  • Auch Condor und Ryanair zu spät am Flughafen Frankfurt gelandet

Wiesbaden/Frankfurt - Oft sah man noch weit nach Beginn des Nachtflugverbots Maschinen der Fluggesellschaft Laudamotion am Flughafen Frankfurt fliegen. Zum ersten Mal überhaupt hat das Land Hessen jetzt gegen eine Fluggesellschaft ein Bußgeld verhängt. Die Maschinen von der Ryan Air Tochtergesellschaft "Laudamotion" sind 2018 regelmäßig nach 23 Uhr am Flughafen Frankfurt gelandet. Am Flughafen Frankfurt gilt aber nach 23 Uhr das Nachtflugverbot.

Die österreichische Tochtergesellschaft des Billigfliegers Ryanair müsse 272.500 Euro zahlen, sagte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grüne) am Dienstag in Wiesbaden. Die Zahl der Verspätungen der Fluggesellschaft im Sommer 2018 sei nicht akzeptabel gewesen. In der Zeit zwischen 23 Uhr und 5 Uhr herrscht am Flughafen Frankfurt ein Nachtflugverbot. 

Flughafen Frankfurt: Land Hessen verhängt Bußgeld an Laudamotion

Während es in dieser Zeit keine planmäßigen Starts und Landungen gibt, kann die hessische Luftaufsicht Sondergenehmigungen für verspätete Maschinen erteilen, wenn die Fluggesellschaften keinen Einfluss auf die Verspätung hatten - etwa nach Unwettern. Verspätete Landungen müssen Piloten und Airlines einzeln begründen. Nach 0 Uhr darf der Flughafen Frankfurt dann gar nicht mehr angeflogen werden. 

Flughafen Frankfurt: Verfahren gegen Condor und Ryan Air eingestellt

Laudamotion sowie den Fluggesellschaften Condor und Ryan Air sei vorgeworfen worden, bei der Flugplanung keine ausreichende Vorsorge gegen typische Verzögerungen getroffen zu haben, erklärte der Verkehrsminister. Die Zahl der Spätlandungen habe bei Condor und Ryan Air in der zweiten Sommerhälfte 2018 aber deutlich abgenommen, als es weniger unvorhersehbare Ursachen für Verspätungen gegeben habe.

Die beiden Fluggesellschaften hätten zudem ihre Flugpläne so angepasst, dass Landungen nach 23 Uhr erheblich reduziert wurden, teilte Al-Wazir mit. Daher seien die Verfahren eingestellt worden. Das Regierungspräsidium Darmstadt ist für die Ordnungswidrigkeitsverfahren zuständig.

dpa/aba

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