Todesursache unklar

CDU-Politikerin stirbt auf Flug von Kuba zum Flughafen Frankfurt – Ermittlungsverfahren eröffnet

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

Auf dem Rückweg von der Karibikinsel Kuba zum Flughafen Frankfurt kollabiert eine CDU-Bundestagsabgeordnete im Flugzeug und stirbt. Sie war nicht dienstlich unterwegs.

  • Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist verstorben.
  • Sie brach während eines Fluges von Kuba zurück zum Flughafen Frankfurt zusammen.
  • Eine Oduktion in Irland soll die genaue Todesursache klären.

Update vom Montag, 22.03.2021, 13.01 Uhr: Nach dem Tod der mecklenburgischen CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz will die Schweriner Staatsanwaltschaft die genauen Umstände über ein Rechtshilfeersuchen an Irland klären. Die Politikerin ist auf dem Rückflug von Kuba zum Flughafen Frankfurt im Flugzeug kollabiert. Auch eine Notfalllandung in Irland konnte ihr nicht mehr helfen. Wie ein Sprecher der Schweriner Behörde am Montag (22.03.2021) der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Nach den bisher vorliegenden Informationen sei die genaue Todesursache der 53-Jährigen noch unklar. „Wir gehen davon aus, dass es dann eine Obduktion der Toten in Irland gibt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Todesermittlungsverfahren sei das übliche Vorgehen in solchen Fällen. Es diene zusammen mit dem Ersuchen nach Rechtshilfe dazu, an die nötigen Informationen aus Irland zu kommen.

Außerdem wurde bekannt, dass Karin Strenz nicht als Parlamentarierin nach Kuba gereist ist. Es habe sich um keine Dienstreise im Auftrag des Deutschen Bundestags gehandelt, sagte ein Parlamentssprecher am Montag der dpa. Ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion teilte mit, dass es auch keine Fraktionsreise gewesen sei.

CDU-Politikerin stirbt auf Flug von Kuba zum Flughafen Frankfurt 

 Erstmeldung vom Montag, 22.03.2021: Frankfurt – Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern ist tot. Das bestätigte am späten Sonntagabend (21.03.2021) der Sprecher der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg. Die 53-Jährige habe sich zusammen mit ihrem Mann auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland befunden und sei während des Fluges zum Flughafen Frankfurt kollabiert. Laut Informationen von „RTL“ und „Spiegel“ war der Condor-Flug DE-2199 mit einer Boeing 767 planmäßig am Samstagabend um 20.11 in Varadero gestartet und auf direktem Weg zum Flughafen Frankfurt in Deutschland.

Nach einer Notfalllandung in Irland wurde Strenz von Sanitätern in die Universitätsklinik der Stadt Limerick gebracht. Doch auch dort konnte man der 53 Jahre alten Politikerin nicht mehr helfen. Rehberg zeigte sich tief betroffen. Er gilt als politischer Wegbereiter und Wegbegleiter von Strenz. Unklar war zunächst, warum sich Strenz in Kuba aufgehalten hatte und woran sie starb.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz während einer Landesvertreterversammlung der CDU. Die Politikerin starb überraschend während eines Fluges nach Frankfurt. (Archivbild)

Die CDU-Politikerin war seit 2009 Mitglied des Bundestags. Bei den Wahlen 2009, 2013 und 2017 gewann sie jeweils eines der sechs Direktmandate in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2002 bis 2006 sowie von 2007 bis 2009 war sie Abgeordnete im Schweriner Landtag. Im Bundestag saß sie zuletzt unter anderem im Verteidigungsausschuss.

Auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt: CDU-Abgeordnete stirbt überraschend 

Anfang 2020 gab es im Zusammenhang mit Geldflüssen aus der autoritär regierten Kaukasusrepublik Aserbaidschan Durchsuchungen bei der CDU-Politikerin und einem früheren CSU-Parlamentarier. Damals sprach die Staatsanwaltschaft Frankfurt von rund vier Millionen Euro, die zwischen 2008 und 2016 über britische Briefkastenfirmen und baltische Konten geflossen seien. Ermittelt wurde wegen Mandatsträgerbestechung und Geldwäsche.

Bei der Durchsuchung im Januar 2020 wurden 16 Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Belgien inspiziert, darunter ein Abgeordnetenbüro des Bundestags. Karin Strenz blieb trotz der Vorwürfe Mitglied des Bundestags, bei der anstehenden Wahl im September wollte sie aber nicht mehr kandidieren. (Marvin Ziegele mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © imago stock&people, via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion