Schon am Mittwoch (18.08.2021) landete am Flughafen Frankfurt eine Maschine mit Geretteten aus Afghanistan.
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Schon am Mittwoch (18.08.2021) landete am Flughafen Frankfurt eine Maschine mit Geretteten aus Afghanistan.

Flughafen Frankfurt

Gerettete aus Afghanistan berichten über Chaos in Kabul: „Es ist schrecklich“

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Am Flughafen Frankfurt sind Evakuierte aus Afghanistan gelandet. Sie berichten von der gefährlichen Situation in Kabul und organisatorischen Schwierigkeiten.

Frankfurt - Nachdem die radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, bringen sich Menschen aus dem Land in Sicherheit. Die deutsche Bundeswehr beteiligt sich Deutsche und Afghanen zu retten. Am Mittwochmorgen (18.08.2021) erreichte bereits ein Flugzeug mit rund 130 Geflüchteten aus Kabul den Frankfurter Flughafen. In der Nacht zu Donnerstag landeten weitere Maschinen mit rund 500 Evakuierten.

Die Lage in Afghanistan ist dramatisch, viele Menschen berichten von schlimmen Erlebnissen und chaotischen Verhältnissen am Flughafen in Kabul. Ein aus Afghanistan geretteter Passagier berichtete nach der Landung am Flughafen Frankfurt* von Schüssen und Toten, die er gesehen habe. „Es ist schrecklich“, sagte Mahmud Sadjadi gegenüber der dpa. „Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Nur Chaos“, beschrieb er die Zustände in Kabul.

Evakuierte aus Afghanistan landen am Flughafen Frankfurt

Der Mann aus dem Westerwald war zuvor mit einem Evakuierungsflug der Lufthansa aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent nach Frankfurt* geflogen worden. An Bord der Maschine waren nach Airline-Angaben rund 250 Menschen. In einem weiteren Flieger der staatlichen Fluggesellschaft Uzbekistan Airways saßen laut Auskunft des Flughafenbetreibers etwa 240 Menschen.

Sadjadi hatte sich drei Wochen in Kabul aufgehalten, sagte er der Nachrichtenagentur. Er bestätigte demnach, dass die Lage am dortigen Flughafen und die Rettungsmissionen gefährlich sind. „Man muss beispielsweise auch durch eine Barriere der Taliban durchgehen.“ Afghanische Sicherheitskräfte hätten geschossen. Er habe mitbekommen, wie Menschen gestorben seien. Ohne Pass sei kein Durchkommen zum Flughafen möglich gewesen.

Mahmud Sadjadi aus dem Ort Berod im Westerwald berichtet am frühen Morgen auf dem Frankfurter Flughafen den Medienvertretern von der Situation in Kabul und seiner Reise nach Deutschland.

Flughafen Frankfurt: Gerettete aus Afghanistan berichten – „Situation ist schwer“

Ein anderer Passagier, der seinen Namen nicht nennen wollte, berichtete von organisatorischen Schwierigkeiten bei der Rückkehraktion. „Die Situation ist schwer und nicht leicht unter Kontrolle zu bringen“, sagte er. Die Menschen in Afghanistan bräuchten aber Hilfe. „Die Welt muss den afghanischen Leuten helfen.“

Auch der Passagier Sadjadi dankte der Bundesregierung für die Rettung, beklagte aber auch fehlende Informationen. „Es gab keine Informationen, wo wir uns sammeln müssen, wann wir uns sammeln müssen.“ Man sei allein gelassen worden, auf seine Mails habe er keine Antwort bekommen. Andere Länder hätten ihre Leute mit Bussen eingesammelt und zum Flughafen gebracht. „Gott sei Dank ist alles gut gegangen.“ Er denke dennoch an die vielen Menschen, die noch in Afghanistan sind, denn die Situation sei schrecklich. „Das Billigste, was es gibt, ist das Leben eines Afghanen“, sagte der Deutsche mit afghanischen Wurzeln. Mit dem Land würde ein schreckliches Spiel gespielt. Er selbst habe noch Familie in Afghanistan, seine Geschwister lebten dort. (svw mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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