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Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Gelände des Flughafen Frankfurt.

Ermittlungen laufen

Laura H. zurück in Hessen: Mutmaßliche IS-Anhängerin am Flughafen Frankfurt gelandet

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Bei der mutmaßlichen IS-Anhängerin, die am Flughafen Frankfurt gelandet ist, soll es sich um Laura H. aus dem Raum Gießen handeln. Sie hat drei Kinder dabei.

Flughafen Frankfurt - Offenbar ist am Samstagabend (23. November, 2019) eine mutmaßliche IS-Anhängerin mit ihren drei Kindern auf dem Flughafen Frankfurt gelandet. Dies berichtet die Bundespolizei. 

Um 21.10 Uhr landete das Passagier-Flugzeug der Lufthansa aus Erbil im Irak auf dem Flughafen Frankfurt. An Bord der Lufthansa-Maschine befand sich eine Mutter mit ihren drei Kindern. Die 30-Jährige ist die erste Frau, die mit Unterstützung der Bundesregierung aus einem IS-Herrschaftsgebiet ausgereist war. 

Flughafen Frankfurt: IS-Anhängerin mit Lufthansa-Flugzeug gelandet

Gegen die mutmaßliche IS-Anhängerin wird wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ermittelt, so die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt über die Frau, die am Flughafen Frankfurt gelandet ist. Ein Haftbefehl bestünde allerdings derzeit nicht. 

Genauere Informationen über Herkunft- und Geburtsort haben die Behörden bisher nicht veröffentlicht. Laut „spiegel.de“ stammt Laura H. aus dem Raum Gießen. Sie soll am Freitag, dem 22. November, aus dem Gefangenenlager al-Haul in Nordsyrien freigekommen sein. Das Auswärtige Amt soll wochenlang über die Freilassung der Frau verhandelt haben. 

IS-Anhängerin ist im Jahr 2016 nach Syrien ausgewandert

Laut „spiegel.de“ soll Laura H. mit ihrem amerikanischen Ehemann, der aus Somalia stammt, 2016 nach Syrien gezogen sein. Ihr Mann soll später in Syrien getötet worden ein. 

Schon vorher soll die junge Frau mit der salafistischen Szene in Deutschland sympathisiert haben. Die Frau, die am Flughafen Frankfurt landete, soll damals in Deutschland einen Online-Shop für orientalische und islamische Mode betrieben haben. 

Die Türkei schob am Freitag zwei Ehefrauen von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Deutschland ab. Angela Merkel reagierte auf Befürchtungen, die Abschiebungen könnten die Sicherheit gefährden. Seit August 2019 läuft der Prozess gegen die Frau eines IS-Kämpfers aus Herford bei Bielefeld. Die junge Frau war nach Syrien gereist, um sich der Terrormiliz anzuschließen. Wie owl24.de* berichtet, soll im Dezember das Urteil fallen.

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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