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Die Kontrollen am Flughafen Frankfurt hätte der Mann aus den USA gerne umgangen.

Er versucht es mit einem Trick

Flughafen Frankfurt: Aus Sehnsucht nach seiner Freundin will ein Mann die Polizei austricksen

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Weil er Sehnsucht nach seiner Freundin hatte, hat ein Mann am Flughafen Frankfurt mit einem Trick versucht, die Grenzkontrollen zu umgehen.

  • Ein Mann aus den USA wollte unerlaubt einreisen.
  • Er versuchte, die Grenzkontrollen am Flughafen Frankfurt* zu umgehen.
  • Der Mann bediente sich einer ungewöhnlichen List.

Frankfurt - Was klingt wie die Story einer romantischen Komödie, hat sich am Flughafen Frankfurt zugetragen. Ein Mann aus den USA hatte große Sehnsucht nach seiner in Deutschland lebenden Freundin. Das Problem: Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen wegen Corona* darf er eigentlich nicht einreisen.

Flughafen Frankfurt: Liebeskranker Mann versucht es mit einer List

Also überlegte sich der findige Liebeskranke eine List. Nachdem der 20-Jährige mit einem Flug aus Washington am Flughafen Frankfurt gelandet war, streifte er sich eine gelbe Warnweste über und griff sich zwei schwarze Müllsäcke. Anschließend versuchte er Mitarbeiter der Flugsicherheit davon zu überzeugen, dass er eine der vielen Reinigungskräfte am Flughafen Frankfurt sei.

Ein wenig verdächtig: Der Mann sprach weder deutsch, noch führte er einen Sicherheitsausweis mit sich. Grund genug für die Mitarbeiter des Flughafen Frankfurt, die Polizei zu verständigen. Die Beamten nahmen den Mann für eine Identitätsfeststellung mit auf die Wache. Dort flog der Schwindel letztlich auf. Der 20-Jährige aus den USA gab an, aus Sehnsucht nach seiner Freundin in die Rolle einer Reinigungskraft geschlüpft zu sein.

Noch am Flughafen Frankfurt ging es zurück in die USA

Da derzeit aufgrund der Corona-Pandemie strenge Einreisebeschränkungen gelten, hatte der Mann keine andere Möglichkeit gesehen, als sich an den Grenzkontrollen am Flughafen Frankfurt vorbeizuschmuggeln. Leider hätte ihm die gewagte Aktion aber keinen Vorteil verschafft. Denn die Mülleimer, auf die er es abgesehen hatte, lagen noch im Transitbereich. 

Die Einreisekontrollen hätte er damit noch nicht hinter sich gebracht. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der Mann wieder in einen Flieger nach Washington gesetzt. 

Keine Konsequenzen nach filmreifem Täuschungsmanöver am Flughafen Frankfurt

Eine Strafe erwartet den Mann nicht, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt erläutert. „Wir sprechen da vom untauglichen Versuch am untauglichen Objekt.“ Denn der 20-Jährige befand sich noch in einem kontrollierten Bereich und hatte noch keine unerlaubte Einreise versucht. 

Selbst, wenn er es durch die Luftsicherheitskontrolle geschafft hätte, hätte ihm noch die Passkontrolle bevorgestanden. So droht dem Mann weder ein Bußgeld noch sonstige rechtliche Konsequenzen. Dass er noch länger auf das Wiedersehen mit seiner Geliebten warten muss, ist in diesem Fall Strafe genug.

Von Marcel Richters

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