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Flughafen Frankfurt: Corona-Testzentren bleiben geöffnet

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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  • Marcel Richters
    Marcel Richters
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Die Corona-Testzentren am Frankfurter Flughafen bleiben nach den Beschlüssen der Ministerpräsidenten der Länder weiter geöffnet. Kostenlose Tests werden jedoch bald entfallen.

  • An Bord von Lufthansa-Flugzeugen wird die Maskenpflicht verschärft.
  • Entlassungen sind bei der Lufthansa wegen der Corona-Pandemie nicht mehr vermeidbar – ob auch der Flughafen Frankfurt* von Einsparungen direkt betroffen ist, ist noch unklar.
  • Die Corona-Testzentren am Flughafen Frankfurt bleiben vorerst geöffnet

Update vom Freitag, 28.08.2020, 13.25 Uhr: Die Corona-Testzentren des Deutsches Roten Kreuzes (DRK) und von Centogene am Flughafen Frankfurt bleiben vorerst weiter geöffnet, wie die „dpa" mitteilt. Die Ministerpräsident*innen der Länder beschlossen am Donnerstag (27.08.2020), dass kostenlose Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten mindestens bis zum 01. Oktober weiter angeboten werden. Für die übrigen Rückkehrer entfallen die Tests voraussichtlich ab dem 16. September.

Das DRK wird sein Testzentrum bis auf weiteres weiter betreiben. 55.000 Corona-Tests wurden seit der Eröffnung am 30. Juli bereits durchgeführt. Etwa ein Prozent der Tests fiel positiv aus. Der kommerzielle Betreiber Centogene wird auch über den 01. Oktober weiter Corona-Tests anbieten. Centogene hat seit dem 29. Juni mehr als 112.000 Menschen getestet, zunächst jedoch nicht kostenlos.

Ein Schild weist am Frankfurter Flughafen den Weg zum Covid-19-Testzentrum.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa verschärft in der Corona-Krise die Maskenpflicht

Update vom Montag, 24.08.2020, 13.11 Uhr: Die Lufthansa verschärft die Maskenpflicht auf ihren Flügen. Das gab der Konzern am Montag (24.08.2020) in Frankfurt bekannt. Demnach darf nur noch ohne Maske fliegen, wer ein ärztliches Attest und einen negativen Corona-Test vorlegen kann. Der Test darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein. „So wird ein Höchstmaß an Sicherheit für die mitreisenden Fluggäste gewährleistet“, heißt es vonseiten der Lufthansa zu den Maßnahmen.

Fluggäste, die von der ab dem 1. September geltenden Regelung betroffen sind, sollen per E-Mail informiert werden. Bereits seit Mai gilt an Bord der Maschinen der Lufthansa eine Maskenpflicht. Ausnahmen von der Maskenpflicht ließ die Lufthansa bereits zuvor mit einem Attest zu. Durch Vorlage eines negativen Corona-Tests wurde die Regelung nun erweitert.

Flugzeug der Lufthansa bricht Start in Frankfurt wegen Corona-Verdacht ab

Update vom Samstag, 22.08.2020, 17.49 Uhr: Schrecken am Flughafen Frankfurt. In einer Lufthansa-Maschine gab es einen Corona-Verdachtsfall. Eigentlich sollte das Flugzeug von Frankfurt nach Minsk starten. Es war Medienberichten zufolge bereits auf dem Rollfeld, als sich eine Frau beim Kabinen-Personal der Lufthansa meldete.

Während das Lufthansa-Flugzeug bereits angefahren war, sei die Frau per Mail über einen positiven Corona-Test informiert worden, sagte sie dem Personal. Daraufhin stoppte der Pilot den Start der Maschine. Die Frau wurde aus dem Flugzeug gebracht und müsse nun in Quarantäne. Der Flug der Lufthansa-Maschine wurde „nach Durchführung der vorschriftsmäßigen Hygienemaßnahmen“ mit zweistündiger Verspätung fortgesetzt.

Lufthansa: In letzter Sekunde wurde ein Flug in Frankfurt gestoppt, an Bord gab einen Corona-Verdachtsfall.

Massive Einsparungen in der Corona-Krise – Lufthansa erzielt erste Einigung

Update vom Samstag, 15.08.2020, 09.35 Uhr: Die Lufthansa hat mit einer ersten Mitarbeitergruppe konkrete Spar-Vereinbarungen erreicht, mit denen die Corona-Krise überwunden werden soll. Die Flugbegleiter haben in einer Urabstimmung der Kabinengewerkschaft Ufo mit einer Mehrheit von 87,9 Prozent dem entsprechenden Krisen-Tarifvertrag zugestimmt. Das teilte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies am Samstag in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt mit. Mit den Piloten hat sich Lufthansa hingegen noch nicht geeinigt und beim Bodenpersonal sogar die Verhandlungen abgebrochen.

Corona-Krise: Ufo-Mitglieder nehmen Kabinen-Sparpaket bei Lufthansa an

Ohne die Vereinbarung hätten 2600 Stellen bei den Kabinen-Crews der Kerngesellschaft Lufthansa gestrichen werden müssen. Auf die rund 22 000 Flugbegleiter kommen nun Nullrunden, zusätzliche Teilzeit und ausgesetzte Versorgungsleistungen zu. Dafür gibt es laut Ufo einen Beschäftigungsschutz bis Mitte 2024. Das Einsparvolumen liege unter 25 Prozent der Kosten. Die Gewerkschaft Ufo hatte ihren Mitgliedern vor der Abstimmung empfohlen, die Vorschläge anzunehmen, um die Arbeitsplätze zu sichern.

Wichtige Details zur genauen Ausgestaltung sind allerdings noch offen. Baublies verlangte vom Unternehmen zügige Gespräche und konkrete Vorschläge. Lufthansa kann den Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen kündigen, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen dramatisch verschlechtern sollten.

Paukenschlag: Lufthansa bricht die Verhandlungen mit Verdi ab

Update vom Donnerstag, 13.08.2020, 13.50 Uhr: Bei der Lufthansa sind die Tarifverhandlungen über Corona-Sparbeiträge des Bodenpersonals vorerst gescheitert. Das Unternehmen hat die Verhandlungen einseitig abgebrochen, bestätigte am Donnerstag (13.08.) eine Sprecherin in Frankfurt. Verdi sei aufgefordert, mit neuen Vorschlägen zu signifikanten Personalkosteneinsparungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die bislang angebotenen Einsparungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro reichten zur Bewältigung der sich verschärfenden Krise nicht aus.

„Die Verweigerungshaltung ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Vize-Vorsitzende des Lufthansa-Aufsichtsrats, Christine Behle. Sie wies auf die Staatshilfen in Höhe von rund neun Milliarden Euro hin, mit denen der Konzern gerettet werden musste. 

Frankfurt: Milliardenverluste bei der Lufthansa - Die Zahlen für das zweite Quartal

Update vom Donnerstag, 06.08.2020, 07.45 Uhr: Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt*. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor, wie der inzwischen vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
Dass es nicht noch deutlich schlimmer kam, verdankte das Unternehmen einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo, die von der stark gestiegenen Nachfrage nach Frachtflügen profitierte.

Milliardenverluste der Lufthansa Group - Entlassungen seien nicht mehr vermeidbar

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass der Flugverkehr frühestens im Jahr 2024 wieder das Niveau aus der Zeit vor der Krise erreicht. „Wir erleben eine Zäsur des globalen Luftverkehrs“, sagte Spohr. „Vor 2024 rechnen wir nicht mehr mit einer anhaltenden Rückkehr der Nachfrage auf das Vorkrisenniveau.“ Vor allem auf den Langstreckenverbindungen werde es keine schnelle Erholung geben. Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens 100 Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen.

Die Lufthansa verschärft angesichts stockender Verhandlungen mit den Gewerkschaften in der Corona-Krise außerdem ihre Gangart beim Abbau tausender Arbeitsplätze. Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, sei angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch für Deutschland nicht mehr realistisch. Bis Ende Juni hat die Lufthansa die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr bereits um knapp 8300 gesenkt.

Lufthansa entlässt 1000 Mitarbeiter – Personalverhandlungen sind hart

Update vom Donnerstag, 09.07.2020, 15.25 Uhr: Bei der Lufthansa gehen die Verhandlungen um Personaleinsparungen in der Corona-Krise weiter. Am Donnerstag (09.07.2020) vertagten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi ihre Gespräche für das Bodenpersonal auf die nächste Woche. Einer Verdi-Sprecherin zufolge verliefen die Verhandlungen in Frankfurt weiterhin in konstruktiver Atmosphäre. Letztlich hänge es an der Ausgestaltung des Kündigungsschutzes für die rund 35.000 von Verdi vertretenen Beschäftigten während der angestrebten Vertragslaufzeit.

Das Bangen für das Lufthansa-Personal geht weiter. Infolge der Corona-Krise müssen massenhaft Stellen gestrichen werden.

Verdi, Vereinigung Cockpit und Ufo verhandeln weiterhin mit der Lufthansa

Auch für die Piloten konnte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Donnerstag noch keine abschließende Einigung erzielen. Das Unternehmen will sich nach den Worten eines Sprechers erst inhaltlich äußern, wenn Vereinbarungen tatsächlich unterschrieben sind.

Für die rund 22.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter gibt es bereits eine Spar-Vereinbarung, deren Volumen nach Darstellung der Kabinengewerkschaft Ufo rund 2600 Stellen entspricht. Der teilverstaatlichte Konzern Lufthansa mit Sitz in Frankfurt, der weltweit rund 138.000 Beschäftigten hat, beziffert den eigenen Personalüberhang nach dem Corona-Einbruch auf rund 22.000 Vollzeitstellen, von denen rund 11.000 auf Deutschland zurückfallen.

Lufthansa entlässt 1000 Mitarbeiter – es trifft sogar die Führungsriege

Erstmeldung vom Dienstag, 07.07.2020, 15.38 Uhr: Frankfurt - Die Lufthansa baut 1000 Stellen ab. Das verkündete der Konzern am Dienstag (07.07.2020) in Frankfurt. Auch die Flotte soll radikal verkleinert werden. Betroffen ist vorerst nur die Verwaltung der Lufthansa AG. Dort sind 5000 Angestellte beschäftigt, die Verwaltung schrumpft also um ein Fünftel. 200 der 1000 zu streichenden Stellen sollen unter den Führungskräften abgebaut werden. Damit verringert sich die Führungsriege des Konzerns ebenfalls um ein Fünftel.

Frankfurt: Einsparungen auch in der Lufthansa-Chefetage

Auch die oberste Führungsetage bleibt nicht verschont. Dort sollen bei den Lufthansa-Töchtern Lufthansa Cargo, LSG Group und Lufthansa Aviation Training jeweils eine Position im Führungs- und Vorstandsgremium gestrichen werden. Nach Angaben der Lufthansa sind derzeit von rund 135.000 Beschäftigten 22.000 mehr bei dem Konzern beschäftigt, als für den verkleinerten Weiterbetrieb nach der Corona*-Pandemie notwendig sind. 11.000 dieser überflüssigen Stellen entfallen auf Deutschland. Ob und wenn ja wie viele Stellen insgesamt wegfallen, ist noch nicht klar. Nach Angaben der Lufthansa soll weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Im Raum Frankfurt arbeiten rund 40.000 Menschen für den Konzern.

Flughafen Frankfurt: Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Lufthansa laufen

Die Finanzierung der Lufthansa-Gruppe ist nach der Zustimmung der Aktionäre zu milliardenschweren Staatshilfen bei der Hauptversammlung in Frankfurt vorerst gesichert. Dennoch erwartet das Unternehmen durch die Rückzahlung der Kredite eine zusätzliche Belastung, die eine „nachhaltige Kostensenkung unausweichlich“ erscheinen lassen.

Derzeit verhandelt die Lufthansa daher mit der Pilotengewerkschaft Cockpit und Verdi über Sparbeiträge der Angestellten. Mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO war bereits eine Vereinbarung getroffen worden. So soll es dort einen vierjährigen Kündigungsschutz geben, außerdem werden bis 2023 rund 500 Millionen Euro eingespart.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa will Flotte verkleinern

Die Flotte der Lufthansa soll ebenfalls schrumpfen. Da der Flugbetrieb der Billigtochter Germanwings nicht wieder aufgenommen werden soll, könnten rund 100 Flugzeuge mittelfristig ausgeflottet werden. Neuanschaffungen sollen in der Summe um die Hälfte halbiert werden, dazu laufen bereits Verhandlungen mit den Flugzeugherstellern.

Allein mit Kurzarbeit kommt Fraport, Betreiber des Flughafens Frankfurt, nicht durch die Corona-Krise. Beim Stellenabbau schließt das Management betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Inzwischen ist klar, dass die Krise bei der Lufthansa tiefgreifender wirkt, als zunächst angenommen: Bei der Lufthansa stehen betriebsbedingte Kündigungen an*. *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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