Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem Rollfeld des Flughafens in Frankfurt.
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Die Lufthansa hat eine wichtige Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit gekündigt. (Symbolbild)

Flughafen Frankfurt

Konflikt bei Lufthansa spitzt sich zu – Piloten vor Entlassung? Streik droht

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Die Personalfragen bei der Lufthansa sind wegen Corona noch immer ungeklärt. Bei der Airline, die stark am Flughafen Frankfurt vertreten ist, drohen sogar Streiks.

Frankfurt – Die Lufthansa befindet sich wegen der andauernden Corona*-Pandemie in einer Krise. Nun spitzt sich der Konflikt um überzähliges Cockpit-Personal weiter zu. Der Konzern hat eine Vereinbarung mit der Vereinigung Cockpit (VC) gekündigt, mit der eine Flotte von mindestens 325 Flugzeugen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft garantiert worden war.

Auch die damit verbundenen Beschäftigungszusagen für rund 5000 Piloten gelten nicht mehr. Umgekehrt erklärte die Gewerkschaft am Freitag (17.12.2021), dass sie ihrerseits den Gehaltstarifvertrag bei der Kerngesellschaft zum 30. Juni 2022 gekündigt hat. Damit werden Piloten-Streiks ab Jahresmitte wieder möglich sein.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa und Gewerkschaft verhandlen seit langem

Lufthansa und Gewerkschaft verhandeln seit Monaten über die Frage, wie mit dem Personalüberhang aus der Corona-Krise umzugehen ist. Der Konzern will seine Flotte dauerhaft von 760 auf 650 Flugzeuge verkleinern, auch die Kernmarke soll schrumpfen. „Die Flottenzusage haben wir nun gekündigt, weil wir diese nicht aufrechterhalten können. Absehbar wird es weniger Nachfrage geben“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Zuerst hatte die Plattform Aerotelegraph über die aufgekündigte Vereinbarung berichtet.

Bis Ende März gelten für die Piloten noch Kurzarbeitsregelungen. Für die Zeit danach hat die Lufthansa, die mit einer großen Flotte auch am Flughafen Frankfurt* vertreten ist, aber Entlassungen angekündigt. Und zwar für den Fall, dass nicht andere Modelle etwa über Teilzeit gefunden werden. Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr müssen bis zu 1000 Vollzeitstellen eingespart werden. „Lufthansa geht in den Verhandlungen sehr aggressiv vor und will dauerhafte Gehaltskürzungen durchsetzen“, sagte VC-Tarifvorstand Marcel Gröls.

Flughafen Frankfurt: Vereinigung Cockpit kritisiert Lufthansa deutlich

Die Lufthansa Group wolle offensichtlich gerade die Beschäftigtengruppe unter Druck setzen, die bisher den größten Krisenbeitrag für den Konzern geleistet habe, erklärte VC-Präsident Stefan Herth. Man habe sich zu großen Einschnitten bereiterklärt, um die Lufthansa zu stabilisieren. Dass die abgesenkten Bedingungen nun über die Krise hinaus verstetigt werden sollten, lehne die VC klar ab. Man müsse eine übergreifende Lösung für alle Airlines im Lufthansa-Konzern suchen.

„Die VC steht für fortschrittliche Tarifpolitik, um Zukunftsperspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen. Wir erwarten daher einen kreativen Verhandlungspartner, der von völlig falschen Signalen an den verantwortungsvollen Tarifpartner VC zukünftig ablässt und sich auf fortschrittliche Vereinbarungen einlässt“, sagte Stefan Herth.

Welche Auswirkungen haben die Lufthansa-Entwicklungen auf den Flughafen Frankfurt?

Eng werden könnte es für die rund 390 Piloten der abgewickelten Tochter Germanwings. Dort ist ein Interessenausgleich gescheitert, und Geld für Abfindungen ist nach dem Beschluss der Einigungsstelle nicht vorhanden, wie die Lufthansa am Freitag (17.12.2021) bestätigte. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin Spiegel darüber berichtet. Der Konzern sei weiterhin bestrebt, den Kollegen Perspektiven in den Cockpits anderer Gesellschaften anzubieten, sagte der Konzernsprecher. Etwa 150 Germanwings-Kapitäne könnten zudem wieder in ihre Lufthansa-Stellen zurückkehren, wenn dort eine Einigung mit der VC gelinge.

Welche Auswirkungen die Entwicklungen beim Lufthansa-Konzern für den Airport in Frankfurt* haben könnten, war vorerst nicht bekannt. Am Flughafen Frankfurt konnten Beamte des Zolls vor kurzem einen wertvollen Fund* machen. Sie stießen auf diesen bei der Durchsuchung eines Koffers. Zudem sorgt derzeit eine Änderung am Flughafen Frankfurt für Ärger*. Dabei geht es um einen Dienstleister, E-Autos und viel Kritik. (tvd/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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