Ein junger Mann will im Juli die Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt umgehen. Dafür fälscht er ein ärztliches Attest.
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Ein junger Mann will im Juli die Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt umgehen. Dafür fälscht er ein ärztliches Attest.

Prozess in Frankfurt

Gefälschtes Attest: Mann will Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt umgehen - mit Konsequenzen

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Am Flughafen Frankfurt gilt eine Maskenpflicht. Wer reisen möchte, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ein Mann versucht das mit einem simplen Trick zu umgehen.

  • Die Corona-Pandemie hat die Welt weiter fest im Griff.
  • Wer eine Reise bucht, sollte sich auf strenge Regeln im Flugzeug und am Flughafen Frankfurt einstellen.
  • Ein junger Mann war im Sommer ohne Maske am Flughafen unterwegs - das hat Konsequenzen.

Update vom Donnerstag, 12.11.2020 14.30 Uhr: Das Verfahren gegen einen 32-jährigen Mann, der mit einem gefälschten Attest versuchte, der Maskenpflicht am Frankfurter Flughafen zu entgehen, ist am Donnerstag (12.11.2020) ohne Gerichtsverfahren beendet worden. Der junge Mann habe sich schriftlich mit dem Gericht geeinigt, teilt das Frankfurter Amtesgericht mit. Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt. Zunächst war der 32-Jährige per Strafbefehl zu einer Zahlung von 800 Euro verurteilt worden, gegen diese Strafe hatte er Einspruch eingelegt. Laut dem Strafbefehl war das Attest des Mannes aus dem Internet heruntergeladen und mit einer falschen Unterschrift versehen worden.

Gefälschtes Attest: Mann will Maskenpflicht am Frankfurter Flughafen umgehen - Ihm droht harte Strafe

Erstmeldung vom Donnerstag, 12.11.2020, 11.33 Uhr: Flughafen Frankfurt ‒ Weil er bei einer Kontrolle der Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt ein gefälschtes ärztliches Attest vorgezeigt haben soll, steht am Donnerstag (12.11.2020) ein 32 Jahre alter Fluggast vor dem Amtsgericht Frankfurt. Bereits im Juli war der junge Mann am Flughafen Frankfurt in das Visier der Bundespolizei geraten. Obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Sommer etwas abflachte und noch niemand so richtig wahr haben wollte, dass die Pandemie uns auch über den Winter hinweg begleiten würde, galten die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus ununterbrochen - und wurden kontrolliert.

Kontrolle der Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt: Gefälschtes Attest

Die wichtigste Corona-Regel am Flughafen Frankfurt: artig Maske tragen und Abstand halten. Wer dem nicht nachkommt, dem können bereits vor dem Abflug drastische Konsequenzen drohen. Sprich – die Reise fällt ins Wasser. So fiel der 32-Jährige im Juli einer Sicherheitsassistentin an der Flugsicherheitskontrolle in Frankfurt auf, weil er ohne Maske am Flughafen unterwegs war.

Falsches Attest: Mann will Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt umgehen

Als die Mitarbeiterin am Flughafen Frankfurt den Mann darauf ansprach, zeigte er ihr offenbar eine Bescheinigung vor, die ihn angeblich von der Pflicht zum Tragen einer Maske befreite. Daraufhin informierte die Mitarbeiterin die Beamten der Bundespolizei, die sich das angebliche Attest des Reisenden anschauten. Schnell war klar, dass es sich bei der Bescheinigung um eine Fälschung handelt. Das Blanco-Attest soll er sich aus dem Internet heruntergeladen und mit der angeblichen Unterschrift eines Arztes versehen haben. Das teilt das Amtsgericht Frankfurt am Donnerstag (12.11.2020) mit.

Mit diesem Trick wollte der junge Mann die Corona-Regeln am Flughafen Frankfurt umgehen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt erklärt, handelt es sich dabei um die Fälschung eines Gesundheitszeugnisses. Außerdem liegt ein Verstoß gegen die geltende Corona-Verordnung und das Infektionsschutzgesetz vor. Dieser werde allerdings nicht vom Bund sondern von den Ländern geahndet. Gegen einen Strafbefehl über 800 Euro Geldstrafe legte der junge Mann Einspruch ein. Der Prozess vor dem Frankfurter Amtsgericht soll an nur einem Verhandlungstag abgeschlossen werden.

Maskenpflicht am Flughafen Frankfurt: Reise kann platzen

Neben der strafrechtlichen Konsequenzen wegen Urkundenfälschung kann das Verweigern einer Maske am Flughafen auch privat ärgerliche Folgen haben. Die Fluggesellschaften, wie beispielsweise die Lufthansa, haben nämlich Hausrecht und können die Beförderung verweigern, werden die Corona-Regeln nicht befolgt. Bei dem 32-Jährigen in Frankfurt trat dieser Fall allerdings nicht ein. Wie die Polizei berichtet, wurden die Personalien des Mannes aufgenommen, er setzte eine Maske auf und konnte seine Reise fortsetzten.

Insgesamt macht die Bundespolizei die Erfahrung, dass die Menschen am Flughafen Frankfurt sehr einsichtig sind: In den meisten Fällen, in denen ein Reisender ohne Maske unterwegs ist, weisen die Beamten lediglich auf die Maskenpflicht hin. Man vergesse es ja auch wirklich manchmal, zum Beispiel wenn man gerade gegessen hat, erklärt der Polizeisprecher. In Frankfurt kommt es demnach sehr selten zu Zwischenfällen wegen der Maskenpflicht. (iwe)

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