23 000 Zuschauer würden in der Halle des Investors Katz Group am Flughafen Platz finden. animation: archimation
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23 000 Zuschauer würden in der Halle des Investors Katz Group am Flughafen Platz finden. animation: archimation

Flughafen Frankfurt 

„The Dome“ am Flughafen: Pläne für Mega-Halle vorgestellt – Platz für tausende Zuschauer

Neue Runde im Hallen-Kampf von Frankfurt: Erstmals haben die Macher des Projekts „The Dome“ am Flughafen ihre Pläne vorgestellt.

  • Erstmals wurde das Projekt „The Dome“ am Flughafen Frankfurt vorgestellt. 
  • Die Multifunktionsarena soll bis zu 23.000 Zuschauern Platz bieten. 
  • Fraport wird für das Projekt kritisiert. 

Frankfurt  – In der Diskussion um eine Multifunktionsarena in Frankfurt haben erstmals die Macher des Projekts The Dome am Flughafen Frankfurt ihre Pläne im Römer vorgestellt. Initiator Felix Scheuerpflug präsentierte mit dem Architekten Michael Felka und Volker Hoff, ehemaliger hessischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten (CDU), vor Sport- und Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Baudezernent Jan Schneider (beide CDU) sowie den Fraktionsspitzen der Koalitionsparteien im Römer ihr Vorhaben.

The Dome soll bis zu 23.000 Zuschauern Platz bieten. Außerdem soll ein Hotel mit 250 Zimmern und eine weitere, kleine Halle für 4000 Zuschauer entstehen, auf einer Freifläche, die sich direkt anschließt an das Parkhaus des Büro- und Kongresszentrums The Squaire. Das Grundstück gehöre der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport und werde für das Vorhaben zur Verfügung gestellt, erklärte Scheuerpflug. Investor des Großprojekts sei die kanadische Katz Group. Sie werde das 300-Millionen-Euro-Projekt ohne die Inanspruchnahme öffentlicher Zuschüsse bauen.

Flughafen Frankfurt: Multifunktionsarena intensiv diskutiert 

Scheuerpflug sagte, sein Team habe bereits mit „übergeordneten Ämtern und Behörden“ Verkehrskonzept und baurechtliche Fragen intensiv erörtert. Die Eishockey-Löwen und United Volleys hätten auf Initiative der Katz Group bereits Vorverträge abgeschlossen. Große Vermarktungsagenturen und Unternehmen aus der Musik-Szene hätten Kooperationsvereinbarungen mit The Dome ausverhandelt. Die Initiatoren des Projekts hätten bislang zwei Millionen Euro investiert.

„Fraport kann nicht ohne weiteres einem Investor ein Grundstück ohne vorherige Ausschreibung überlassen“, wandte Markus Frank gestern auf Nachfrage dieser Zeitung ein. „Kein CEO würde sich dem Vorwurf aussetzen, ein Grundstück freihändig zu vergeben.“

Heute trifft sich der Wirtschaftsdezernent mit Vertretern von Langano, dem Bieterkonsortium, das am Kaiserlei eine Multifunktionsarena plant. Das Projekt dümpelt seit geraumer Zeit vor sich hin. Frank zeigt sich entschlossen, das Vorhaben endlich seiner Realisierung zuzuführen. Das Grundstück, auf dem die Halle gebaut werden soll, ist im Besitz der städtischen Stiftung Almosenkasten und steht noch nicht zur Verfügung. Nun könnte eine neue Schwierigkeit ins Spiel kommen. In einem Papier, das Frank zugestellt wurde, weisen Experten der Stadtentwässerung auf sich abzeichnende Probleme bei der Abwasserentsorgung hin.

Frankfurt: Wirtschaftsdezernent kritisiert Fraport

Dort, wo die Multifunktionshalle am Kaiserlei gebaut werden soll, verläuft gemäß der Darstellung der Fachleute ein Mischwasser- und ein darunterliegender Drainagekanal. Beide Kanale sind stark ausgelastet, heißt es in dem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt. Und: „Der Kanal darf aus Explosionsschutzgründen nicht überbaut werden.“ Es müssten also, solle die Multifunktionshalle am Kaiserlei realisiert werden, die Kanäle verlegt oder „das Gebäudekonzept angepasst werden“. An „einzelnen Stellen müssten Explosionsschutzmaßnahmen beim Gebäude vorgesehen werden“, heißt es weiter. „Das bedeutet einen zusätzlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand.“

Wegen der Auslastung der Kanäle und der Kläranlagen und wegen des „aktuellen Wasserrechts“, so die Experten, sei auch wegen der „großflächigen Versiegelung“ ein Konzept zur vollständigen Bewirtschaftung des Niederschlagswassers auf dem Grundstück unumgänglich. Vertraglich sicherzustellen sei eine „dingliche Sicherung“ der Kanaltrassen für die öffentlichen Kanäle.

Frank sieht darin keine ernsthafte Hürde für den Hallenbau. „Dann werden die Kanäle eben verlegt“, sagte er gestern. Bei einem so bedeutsamen Projekt falle das nicht ins Gewicht - weder technisch, noch finanziell. 

enz

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