Polizei am Flughafen Frankfurt
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Die Beamten der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt wurden gleich zweimal innerhalb eines Tages von Reisenden angegriffen. (Symbolbild)

Blaulicht

Flughafen Frankfurt: Mehrere Angriffe auf Beamte – Polizist im Gesicht verletzt

  • VonJan Lucas Frenger
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Gleich zweimal werden Beamte der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt von Reisenden angegriffen – ein Polizist erleidet dabei eine Gesichtsverletzung.

Frankfurt – Ein unruhiger Tag für die Beamten der Polizei am Flughafen Frankfurt: Gleich zwei Reisende haben am Sonntag (20.06.2021) laut Polizeibericht unabhängig voneinander Bundespolizisten angegriffen – beide Täter standen dabei unter Alkoholeinfluss.

Den ersten Zwischenfall verursachte ein 36-Jähriger. Dieser hatte bereits nach seiner Ankunft am Flughafen Frankfurt aus Dubai offensichtliche Schwierigkeiten damit, vom Flugzeug zur Einreisekontrolle zu gelangen, teilten die Beamten mit. Eine Streife der Polizei bemerkte den sichtlich angetrunkenen Reisenden und begleitete ihn anschließend durch die Passkontrolle bis zur Gepäckausgabe.

Betrunkener am Flughafen Frankfurt: Polizist im Gesicht verletzt

Dort riss sich der Mann laut Polizei dann urplötzlich los und versuchte zu flüchten – weit kam er jedoch nicht. Aufgrund seiner Alkoholisierung verlor der mutmaßliche Täter nur wenige Meter später das Gleichgewicht und prallte mit dem Kopf gegen einen Geldautomaten. Als die Beamten dem Mann anschließend wieder aufhalfen, begann dieser nach den Polizisten zu treten und schlagen.

Dabei erwischte der Betrunkene einen Beamten mit der Faust im Gesicht. Um weitere plötzliche Gewaltausbrüche zu verhindern, fesselten die Polizisten den Mann und brachten ihn laut Bericht vom Flughafen Frankfurt zur Wache, um eine Blutentnahme durchzuführen. Gegen den Mann wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Flughafen Frankfurt: 53-Jähriger wiedersetzt sich Maskenpflicht

In einem anderen Fall mussten sich die Polizisten am Flughafen Frankfurt ebenfalls mit einem aggressiv-alkoholisierten Reisenden auseinandersetzen.

Der 53-Jährige saß bereits in seiner Maschine nach Orlando, weigerte sich jedoch, eine Corona-Maske zu tragen. Darüber hinaus filmte der Mann unerlaubterweise die Auseinandersetzung mit dem Flugpersonal und wollte sich trotz bevorstehendem Abflug nicht anschnallen, teilte die Polizei mit. Nachdem sich der Reisende dann auch noch auf vier Sitze gleichzeitig gelegt hatte, um – wie er sagte – zu schlafen, alarmierte der Kapitän des Flugzeugs die Polizei. Der Passagier hatte laut eigener Aussage zuvor knapp 200 Milliliter eines Kräuterlikörs getrunken.

Mann in Flugzeug am Flughafen Frankfurt: Widerstand gegen Beamte der Polizei

Als sich der angetrunkene Mann dann auch noch weigerte, die Maschine freiwillig zu verlassen, mussten ihn die Beamten der Bundespolizei schließlich unter Zwang entfernen. Doch auch auf der Fahrt vom Flughafen Frankfurt zur Wache gab der 53-Jährige keine Ruhe und leistete laut Polizei erneut Widerstand. Neben den Ermittlungen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes muss sich der Reisende auch wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutz- sowie das Luftsicherheitsgesetz verantworten.

Zur Sicherung der Gerichts- und Verfahrenskosten musste der Mann zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 450 Euro hinterlegen. (Jan Lucas Frenger)

Erst vor Kurzem kam es für die Polizei am Flughafen Frankfurt zu einem Zwischenfall, als ein Hakenkreuz auf einen Thoraschrein geschmiert wurde.

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