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Ryanair verlässt den Flughafen Frankfurt: Was mit den gebuchten Tickets geschieht

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Von: Marvin Ziegele

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Die Fluglinie Ryanair verlässt den Flughafen Frankfurt. (Symbolbild)
Die Fluglinie Ryanair verlässt den Flughafen Frankfurt. (Symbolbild) © AFP / PAUL FAITH

Schlechte Nachrichten für alle Ryanair-Kunden: Die Airline gibt die Basis am Flughafen Frankfurt auf. 

Frankfurt – Ryanair geht. Europas größter Billigflieger verlässt den Flughafen Frankfurt*. Die fünf dort noch stationierten Flugzeuge sollen zum Flugplanwechsel am 31. März dieses Jahres auf kostengünstigere Flughäfen umverteilt werden, teilte das irische Unternehmen am Freitag (07.01.2022) mit. Als Beispiel wurde Nürnberg genannt, wo wieder zwei Flugzeuge stationiert werden sollen.

Grund für den Rückzug: Die zum Jahreswechsel 2022 erhöhten Start- und Landegebühren am Flughafen Frankfurt*. „Anstatt Ryanair einen Anreiz zum Bleiben und Wachsen zu geben, hat sich Frankfurt dafür entschieden, Verkehr und Arbeitsplätze durch eine Erhöhung der Flughafenentgelte zu vertreiben“, heißt es in der Mitteilung. Der Bundesregierung hielt Ryanair-Manager Jason McGuiness vor, mit den milliardenschweren Beihilfen für Lufthansa den Wettbewerb verzerrt zu haben.

Flughafen Frankfurt: Ryanair plant Erstattungen für Kunden

Passagiere, die bereits Tickets bei Ryanair vom Flughafen Frankfurt aus erworben haben, sollen in den nächsten Tagen benachrichtigt werden und Rückerstattungen erhalten. Für die Frankfurter Crews biete Ryanair in seinem Europa-Netz alternative Arbeitsplätze an.

Erst im Sommerflugplan 2017 kam Ryanair an den Flughafen Frankfurt. Der Flughafen wollte damals sein Angebot an Europa-Flügen ausbauen. Ryanair profitierte dabei von einem Anreizprogramm des Betreibers Fraport mit gesenkten Fluggebühren für neue Anbieter. Diese Anreize sind für Ryanair laut einem Fraport-Sprecher im Jahr 2020 ausgelaufen.

Ryanair gibt Standort am Flughafen Frankfurt auf

Fraport wies die Kritik von Ryanair als unberechtigt zurück. Man liege am Flughafen Frankfurt mit einer genehmigten Preiserhöhung von 4,3 Prozent im europäischen Vergleich sehr niedrig, so ein Sprecher gegenüber der dpa. Der vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt getragene MDax-Konzern muss sich Gedanken über die Auslastung des nahezu fertiggestellten Flugsteigs G machen, der explizit auf die Bedürfnisse von Direktfluganbietern wie Ryanair zugeschnitten ist.

Erst kürzlich kam es am Flughafen Frankfurt beim Start einer Ryanair-Maschine* zu einer Panne. (marv/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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