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Eine Maschine aus Südkorea und ein Flieger aus Namibia sind am Flughafen Frankfurt zusammengestoßen. Die Hintergründe sind noch unklar. (Symbolbild)

Unfall am Flughafen Frankfurt

Zwei Flugzeuge stoßen am Flughafen Frankfurt zusammen: Details zum Unfallhergang

Flughafen Frankfurt: Nach dem Unfall auf dem Rollfeld hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) Details zum Unfallhergang bekannt gegeben.

Update vom Montag, 18.11.2019, 11.39 Uhr: Nach dem Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf einem Rollfeld des Flughafens Frankfurt, befinden sich die Blackboxen der Maschinen auf dem Weg nach Braunschweig zur Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). 

Wie ein Sprecher der BFU auf Anfrage der Redaktion mitteilte, gibt es in jeder Maschine einen Flugdatenschreiber, der alle wichtigen Daten speichert und einen Stimmrekorder, der die Gespräche aufnimmt. Diese Boxen sollen in den kommenden Tagen von Experten der BFU analysiert werden, um die genaue Unfallursache zu klären. Wie lange das dauern wird, konnte der Sprecher noch nicht sagen. 

Solche Unfälle, bei denen Flugzeuge am Boden zusammenstoßen, sind wie der Sprecher weiter mitteilte, "grundsätzliche selten, kommen gelegentlich jedoch vor." Zum Beispiel beim Rangieren. Die beiden beschädigten Maschinen befinden sich derzeit noch am Flughafen Frankfurt, wie ein Fraport-Sprecher mitteilte. 

Update, 17.11.2019, 17:52 Uhr: Nun hat sich die Deutsche Flugsicherung zu dem Unfall am Flughafen Frankfurt geäußert. Dabei sind am Samstagabend, 16.11.2019, zwei Flugzeuge auf dem Rollfeld kollidiert. Die Ermittlungen dazu, wie genau das passieren konnte, dauern weiterhin an. 

Flughafen Frankfurt: Zwei Flugzeuge müssen abgeschleppt werden

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, hat nun die Deutsche Flugsicherung in Langen bekannt gegeben, dass die Boeing 777 der Korean Air auf der Südbahn in Richtung Terminal rollte. Der Pilot der nachfolgenden Air-Namibia-Maschine wollte an dem Flieger vorbeifahren und stieß dabei die Flügelspitze seiner Maschine an das Höhenruder des Korean-Air-Flugzeugs. Wie eine Sprecherin sagte, mussten beide Flugzeuge abgeschleppt werden. Treibstoff sei nicht ausgelaufen. 

Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, dass das Höhenleitwerk der koreanischen Boeing 777 sowie eine Flügelspitze der namibischen Maschine beschädigt worden seien. Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden. Die betroffenen Passagiere bekamen Hotelunterkünfte angeboten.

Frankfurt Flughafen: Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt

Update, 17.11.2019, 12:26 Uhr: Zwei Flugzeuge sind am Samstagabend am Frankfurter Flughafen auf dem Rollfeld kollidiert. Dabei hat es anscheinend keine Verletzten gegeben. Jetzt hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig die Ermittlungen übernommen. Aktuell sei laut einem Sprecher der BFU von einem "schweren Schaden" an den Flugzeugen auszugehen.

Über die genaue Schadenshöhe könne man hingegen noch keine Angaben machen. Beide Blackboxen der betroffenen Flugzeuge wurden von der Bundesstelle bereits sichergestellt. Durch deren Auswertung soll nun die Unfallursache geklärt werden.

Flughafen Frankfurt: Unfall auf Rollbahn - Korean-Air und Air-Namibia-Maschinen kollidieren

Erstmeldung, 17.11.2019, 07:57 Uhr: Flughafen Frankfurt – Am Flughafen Frankfurt sind am Samstagabend (16.11.2019) zwei Flugzeuge zusammengestoßen. Das berichtete am Sonntag die Deutsche Presse-Agentur (dpa), die sich auf Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap berief. 

Ersten Erkenntnissen zufolge war nach der Landung ein Flieger der Fluggesellschaft Korean Air auf dem Rollfeld des Flughafens Frankfurt mit einer anderen Maschine kollidiert. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Sonntag, es habe keine Verletzten gegeben, da das andere Flugzeug der staatlichen Fluggesellschaft Air Namibia mit geringer Geschwindigkeit am Boden unterwegs gewesen sei.

Unfall am Flughafen Frankfurt: Höhenleitwerk beschädigt 

Bei dem koreanischen Flugzeug handelte es sich um eine Boeing 777. Ihr Höhenleitwerk ist nach Angaben der koreanischen Journalisten beschädigt worden, außerdem sei eine Flügelspitze des Flugzeugs von Air Namibia in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Höhenleitwerk ist ein wichtiges Bauteil am Heck des Flugzeugs, das aus Höhenflosse und Höhenruder besteht und mit dem die Fluglage der Maschine bestimmt wird. 

Frankfurt: Flughafen-Betreiber Fraport bestätigt Unfall-Berichte

Das Korean-Air-Flugzeug kann dem Bericht zufolge erst 21 Stunden später als geplant den Rückflug vom Flughafen Frankfurt in Südkoreas Hauptstadt Seoul antreten. Den Fluggästen wurden demnach Hotelunterkünfte angeboten. 

Der Betreiber des Flughafen Frankfurt, die Fraport, bestätigte der dpa den Unfall am Sonntagmorgen (17.11.2019), machte zur Ursache aber zunächst keine Angaben. 

(dpa/ag)

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Mit 69 514 414 Passagieren wurde 2018 zudem ein neuer Rekord aufgestellt. Damit hat sich die Passagierzahl seit 1994 fast verdoppelt. Um noch mehr Flugreisende abfertigen zu können, baut Fraport aktuell auf einer ehemaligen US-Militärbasis im Süden am neuen Terminal 3. Es soll früheren Angaben zufolge eine Kapazität für bis zu 14 Millionen Passagiere jährlich bieten und um die drei Milliarden Euro kosten. Im April dieses Jahres wurde der Grundstein dazu gelegt. Gegner der Ausbaupläne befürchten noch mehr Lärm und Verkehr.

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