Bodenpersonal am Flughafen
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Am Flughafen Frankfurt mussten im Zuge der Corona-Krise viele Mitarbeiter gehen. (Archivbild)

Arbeitsmarkt in der Corona-Krise

Verdi kritisiert „kurzsichtige“ Entlassungen am Flughafen Frankfurt

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Im Zuge der Corona-Krise sind viele Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt immer noch in Kurzarbeit. Verdi übt gleich an mehreren Stellen Kritik.

Frankfurt – Die vergleichsweise niedrige Corona-Inzidenz in Deutschland sorgt zurzeit für große Urlaubslust, erkennbar an dem jüngsten Ansturm auf Reisebüros. Auch am Flughafen Frankfurt zeigt sich diese Entwicklung, weshalb die Verantwortlichen die Kapazitäten wieder steigern. Verdi kritisiert Fraport* nun und bezeichnet die Entscheidungen des Flughafen-Unternehmens mit dessen Mitarbeitern als „kurzsichtig“, wie fr.de berichtete.

Grund der Kritik ist eine Ausschreibung der Fraport-Tochtergesellschaft Fraground, in der nach neuen Mitarbeitern am Flughafen Frankfurt gesucht wird. Gleichzeitig sind aber noch hunderte Mitarbeiter in Kurzarbeit, die nach Ansicht von Verdi zunächst wieder auf Vollzeit gehen dürften, bevor neues Personal eingestellt wird. Darüber hinaus verloren viele Flughafen-Mitarbeiter ihren Job zu Beginn der Corona-Pandemie. Dass zur Erholung des Geschäfts nun zu wenig Personal zur Verfügung steht, ist ein weiterer Kritikpunkt von Verdi.

Neueinstellungen am Flughafen Frankfurt dank Corona-Erholung: Verdi kritisiert Fraport

Am Flughafen Frankfurt ist man sich darüber bewusst, dass die aktuelle Ausschreibung auch Leute anziehen wird, die im Zuge der Corona-Krise entlassen wurden. Fraport möchte ehemalige Mitarbeiter, die sich jetzt erneut bewerben, dementsprechend bevorzugt wieder einstellen. Neben Vorrang bei der Rekrutierung soll dabei auch auf die bei Fraground-Verträgen übliche einjährige Befristung verzichtet werden. (vbu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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