Flughafen Frankfurt
+
Bundespolizisten am Frankfurter Flughafen. (Symbolfoto)

Flughafen

Verhaftungsmarathon am Flughafen Frankfurt – Polizei gehen neun Straftäter ins Netz

  • vonJan Lucas Frenger
    schließen

Die Bundespolizei hat am Flughafen Frankfurt mehrere gesuchte Straftäter gefasst. Für neun Personen war der Airport vorläufige Endstation.

Frankfurt – So etwas hört man nicht alle Tage: Am vergangenen Donnerstag (15.04.2021) legte die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen* einen regelrechten Verhaftungs-Marathon hin. Gleich neun gesuchte Personen konnten aufgrund bereits existierender Haftbefehle festgenommen werden.

Nach einem 71-Jährigen suchten die Justizbehörden bereits seit Ende letzten Jahres. Der Grund: Der Mann soll laut Polizei Arbeitsgelder vorenthalten haben. Die Bundespolizei Frankfurt vereitelte den Ausreiseversuch des 71-Jährigen von Frankfurt* nach Istanbul und nahm ihn noch vor Antritt seines Fluges fest. Doch der Mann hatte Glück im Unglück: Ein Freund brachte die geforderten 7200 Euro auf und bewahrte den bereits im April 2019 zur Zahlung mehrerer Tagessätze verurteilten Mann somit vor einer Nacht im Gefängnis.

Flughafen Frankfurt: Polizei nimmt Betrüger fest

Weniger Glück hatte ein 54-jähriger mutmaßlicher Betrüger, der ebenfalls am Frankfurter Flughafen nach Istanbul ausreisen wollte. Weil er der Polizei zufolge in fünf Fällen insgesamt 1730 Euro von einem fremden Konto abgehoben hatte, sitzt er nun wegen des Verdachts des Computerbetruges in Untersuchungshaft. Im Gegensatz dazu ist ein 29-Jähriger gerade noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft suchte den Mann bereits per Haftbefehl, da er die Geldstrafe für eine Ordnungswidrigkeit nicht bezahlte. Durch die Zahlung von 205,50 Euro konnte er einer mehrtägigen Haftstrafe entgehen und seine Reise nach Mexiko fortsetzen.

Der Bundespolizei gelang es jüngst am Frankfurter Flughafen insgesamt neun mutmaßliche Straftäter an einem Tag zu stellen. (Symbolfoto)

Die Bundespolizei nahm am Frankfurter Flughafen zudem einen 35 Jahre alten Mann nach seiner Auslieferung aus Budapest entgegen. 274 Tage Restfreiheitsstrafe muss der Flüchtige nun absitzen, nachdem er wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bereits im Jahr 2012 zu einer 27-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Frankfurt: Bundespolizei nimmt ausgelieferte Männer am Flughafen entgegen

Wegen eines ähnlichen Deliktes verhaftete die Bundespolizei darüber hinaus einen 62-Jährigen. Der Gesuchte wurde wegen der Herstellung von Betäubungsmitteln direkt nach seiner Auslieferung aus Spanien am Flughafen von den Beamten in Empfang genommen und anschließend für eine Dauer von drei Jahren und sechs Monate hinter Gitter gebracht.

Außerdem wurde ein 37-Jähriger, wegen einer ganzen Reihe an Vergehen, aus London an die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ausgeliefert. Dem Mann werden unter anderem Betrug und schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen – er sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Aus Bukarest wurde ein 38-Jähriger ausgeliefert. Er wird des gewerbsmäßigen Diebstahls aus einem Discounter verdächtigt – er sitzt nun ebenfalls in Untersuchungshaft.

Bundespolizei am Flughafen Frankfurt: Festnahmen wegen Betrug und Körperverletzung

Doch das war noch lange nicht alles. Die Verhaftungen am Frankfurter Flughafen gingen noch weiter: Ein 47-jähriger Betrüger wurde den Beamten am Frankfurter Flughafen ebenfalls aus Spanien ausgeliefert. Er soll laut Angaben der Polizei in mehreren Fällen Reisen an Personen verkauft haben, wobei er das Geld für sich behalten hatte. Und als wäre das noch nicht genug, hat der Mann noch eine bereits gegen ihn erlassene Freiheitsstrafe wegen Betrugs von fünf Monaten, zu verbüßen.

Zum krönenden Abschluss des Verhaftungs-Marathons am Frankfurter Flughafen wurde den Beamten ein 26-Jähriger im Rahmen des Dubliner Übereinkommens nach Deutschland rücküberstellt. Der Mann musste bereits den Flug nach Frankfurt in Handschellen antreten, da er schon bei seiner Einreise in die Niederlande von der Polizei verhaftet wurde. (Jan Lucas Frenger) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion