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Nach jahrelangem Rechtsstreit: Der Frankfurter Europagarten ist endlich offen

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Von: Thomas Stillbauer

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Da war der Zaun noch dran: der Europagarten im Sommer 2019.
Frankfurt: Da war der Zaun noch dran - der Europagarten im Sommer 2019. © Oeser

Stadt und Baufirmen beenden den jahrelangen Rechtsstreit zum Europagarten in Frankfurt – der Zaun ist weg. Über die Hintergründe herrscht Schweigen.

Frankfurt – Schade, dass jetzt nicht gerade Park- und Gartenwetter ist. Das Europaviertel ist nämlich um ein Naherholungsgebiet reicher – endlich: Der Europagarten zwischen Pariser und Niedernhausener Straße ist offen.

Die beteiligten Firmen August Fichter, Aurelis Real Estate und die Stadt Frankfurt hätten den Rechtsstreit um den Garten durch einen außergerichtlichen Vergleich beigelegt, berichtet die Stadt. Der Vergleich sehe vor, dass die Kommune den vier Hektar großen Park übernehmen und für die Öffentlichkeit freigeben könne. Der Bauzaun sei bereits entfernt worden, hieß es am Dienstagmittag. Einige Arbeiten seien noch auszuführen, aber die Grünfläche stehe somit ab sofort allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Frankfurt: Ein jahrelanger Streit endet nun

Damit endet ein jahrelanger Streit über den Zustand des Geländes. Angeblich, hieß es in den vergangenen Jahren, sei der Untergrund unsachgemäß gestaltet worden. „Alle Baumstandorte sind kaputt“, sagte Umwelt- und Klimadezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) im September 2021 in der Stadtverordnetenversammlung. Wie die Einigung nun konkret zustande kam, dazu gab es am Dienstag (13. Dezember) auf Nachfrage keine Einzelheiten.

„Ich bin froh, dass sich alle Parteien auf diesen Vergleich einigen und weitere Verzögerungen der Öffnung des gelungenen Europagartens verhindert werden konnten“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). „Die Menschen im Europaviertel können endlich den wichtigen Erholungsraum betreten.“

Europagarten in Frankfurt: Die Situation war sehr ärgerlich in den letzten drei Jahren

Heilig betonte: „Das Projekt hat uns allen sehr viel Geduld abverlangt.“ Die Beteiligten seien sich bewusst, dass die Situation in den vergangenen drei Jahren „sehr ärgerlich“ gewesen sei, vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner des Europaviertels. „In dieser klimatisch kritischen Zeit benötigen wir jeden grünen und baumbestandenen Platz“, sagte Heilig. „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, damit die Anpflanzungen gedeihen und wir lange Freude am neuen Park haben werden.“

Der Europagarten liegt in der Mitte des Europaviertels, auf beiden Seiten der Europaallee. Zusammen mit den bestehenden Grünanlagen Gleisfeldpark, Zeppelinpark und Lotte-Specht-Park soll er einen zusammenhängenden innerstädtischen Grünzug bilden, vom Gallus über Rebstockpark und Biegwald bis an die Nidda und in den Grüngürtel. (Thomas Stillbauer)

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