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Direkt an der Hauptwache: Abriss der früheren Sportarena beginnt

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Von: Christoph Manus

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So soll das neue Gebäude direkt an der Katharinenkirche in der Frankfurter Innenstadt aussehen.
So soll das neue Gebäude direkt an der Katharinenkirche in der Frankfurter Innenstadt aussehen. © Signa Real Estate

An der Hauptwache in Frankfurt beginnt der Abriss des großen Geschäftshauses, das unter anderem als Sportarena bekannt war. Der Neubau bietet große Büroflächen und nur noch wenig Platz für Einzelhandel.

Frankfurt – Der Wandel der jahrzehntelang von Textilkaufhäusern und Warenhäusern dominierten Frankfurter Innenstadt setzt sich fort. Direkt an Hauptwache und Katharinenkirche beginnt nach Angaben des Investors Signa Real Estate jetzt der Abriss der früheren Sportarena, der eigentlich schon für Mai oder Juni angekündigt worden war. Das bereits entkernte und eingerüstete Geschäftshaus war nach Auszug der Kaufhof-Tochter als Design-Outlet genutzt worden, bevor Karstadt Sports einzog.

Die Abbrucharbeiten sollen nach Zeitplan des Investors im September abgeschlossen sein. Wo viele Jahre lang Laufschuhe, Trikots, Schläger und Bälle verkauft wurden, soll nach Plänen von Signa dann bis Ende 2024 ein Neubau entstehen, der zu fast drei Vierteln für Büros genutzt werden soll. Diese werden auf 7200 Quadratmeter in den Stockwerken eins bis fünf unterkommen. Einzelhandel soll es nur noch im Erdgeschoss geben. Dort gibt es 2300 Quadratmeter teilbare Fläche für Ladeneinheiten und Gastronomie. Diese soll offenbar auch den angrenzenden Friedrich-Stoltze-Platz nutzen dürfen.

Darf Signa am Opernplatz in Frankfurt ein Hochhaus bauen?

Den Neubau nach Plänen des Kölner Architekturbüros Caspar preist Signa als nachhaltig an. Es weist etwa auf eine Photovoltaik-Anlage hin, die auf dem Dach des Gebäudes entstehen soll und die Nutzung von Fernwärme. Eine „reichlich bepflanzte“ Dachlandschaft ist geplant. Terrassen und Balkone werden zum begrünten Innenhof hin ausgerichtet.

Die Stadt hatte Signa vor knapp zwei Jahren in Zusammenhang mit dem Versprechen des Konzerns, den Karstadt auf der Zeil bis Januar 2025 offen zu halten, ermöglicht, das Geschäftshaus an der Hauptwache durch einen Neubau zu ersetzten. Damals hatte die Stadt zudem versprochen, zu prüfen, ob Signa ein inzwischen abgerissenes 50-Jahre-Gebäude am Opernplatz statt durch einen achtstöckigen Neubau durch ein Hochhaus ersetzten dürfe. Zuletzt hieß es, die Stadt werde ein Hochhaus an dieser Stelle nur erlauben, wenn der Standort in den neuen Hochhausrahmenplan aufgenommen wird. Dieser ist immer noch in Arbeit. Signa äußerte sich am Montag auch auf Anfrage nicht zum Stand des Projekts. (Christoph Manus)

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