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Zum Auffüllen wird bei Kunstrasenplätzen Plastikgranulat verwendet, die EU will das verbieten.

Sportplätze

Statt Granulat: "Die Fraktion" fordert Kork auf Frankfurts Kunstrasenplätzen

Um die Zukunft der Frankfurter Kunstrasenplätze machen sich Die Partei, die Piratenpartei und die Freien Wähler Sorgen.

Frankfurt -  Der sportpolitische Sprecher ihres Fraktionszusammenschlusses "Die Fraktion" im Römer, Thomas Schmitt (Freie Wähler) fordert: "Wir müssen die Zukunft der Kunstrasenplätze sichern."

Grund zur Sorge bereite eine Richtlinie der EU, wonach derzeitige Standards beim Kunstrasenbau schon ab 2021 nicht mehr gesetzeskonform sein können. Im Rahmen des Schutzes der Umwelt vor Mikroplastik könnte das Auffüllmaterial von Kunstrasenplätzen, das derzeit aus einem Kunststoffgranulat besteht, nicht mehr erlaubt sein.

"Das wäre ein herber Rückschlag für die Entwicklung der Frankfurter Sportvereine", warnt der Stadtverordnete Schmitt und nennt mögliche Alternativen: "Es gibt schon heute umweltverträgliche Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Kork."

"Die Fraktion" könne sich ein gemeinsames Vorgehen mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) vorstellen: "Zusammen mit dem DFB könnte die Sportstadt Frankfurt ein Zeichen für Nachhaltigkeit beim Bau von Kunstrasenplätzen setzen und Vorreiterin bei diesem Thema werden", so Thomas Schmitt.

Auch der DFB habe sich bereits gegen eine künftige Verwendung von Kunststoff-Granulaten ausgesprochen. Allein auf dem Gelände der neuen Fußballakademie des DFB auf dem Rennbahn-Gelände entstehen laut Schmitt zwei Kunstrasenplätze. red

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