Die Ecke Eschersheimer Landstraße/Marbachweg ist eine der meistbefahrenen Kreuzungen in Frankfurt Dornbusch. Fußgänger konnten sie bislang nur unterirdisch queren. Das soll sich nun ändern. foto: sauda
+
Die Ecke Eschersheimer Landstraße/Marbachweg ist eine der meistbefahrenen Kreuzungen in Frankfurt Dornbusch. Fußgänger konnten sie bislang nur unterirdisch queren. Das soll sich nun ändern. foto: sauda

Noch dieses Jahr

Kampf gegen Auto-Horror im Dornbusch: Millionenprojekt startet

  • Judith Dietermann
    vonJudith Dietermann
    schließen

Die vielbefahrene Kreuzung in Frankfurt Dornbusch bekommt schon bald einen  oberirdischen Übergang. Das 1,23 millionenschwere Projekt wird noch dieses Jahr umgesetzt.

  • Frankfurt: Kreuzung bekommt einen oberirdischen Übergang
  • Querung in Dornbusch soll noch dieses Jahr realisiert werden
  • 1,23 Millionen Euro für das Bauprojekt in Frankfurt Dornbusch 

Frankfurt/Dornbusch - Wer an der Kreuzung Am Dornbusch/Eschersheimer Landstraße/Marbachweg, die vierspurige Trasse samt Stadtbahn queren möchte, der muss zunächst in den Untergrund abtauchen. Soll heißen: Er muss den Eingang zur U-Bahn nehmen und in dem Labyrinth aus Gängen den richtigen, freilich ausgeschilderten Weg finden, um an der anderen Straßenseite auch an der richtigen Stelle wieder herauszukommen. Das ist vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß oder gar mit einem Rollator unterwegs sind, nur schwer machbar. Denn erst treppab und dann wieder treppauf bedeutet eine zusätzliche Belastung.

Frankfurt Dornbusch: Querung soll bald realisiert werden

Doch diese könnte schon bald ein Ende haben. Denn die längst versprochene, oberirdische Querung soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Das verkündete Rüdiger Auth, Bezirksleiter Nord beim Amt für Straßenbau und Erschließung, in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 9. "Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Als Bauzeit sind drei Monate veranschlagt", sagte er. Und: 2021 soll auch der zweite Überweg weiter nördlich kommen: von der Klimsch-Anlage zum Sinaipark. Vier Monate würde die Umsetzung dort dauern, sagte Auth.

1,23 Millionen für Querung in Frankfurt Dornbusch

Rund 1,23 Millionen Euro werden für den Bau der beiden Übergänge veranschlagt. Das geht aus der entsprechenden Vorplanung hervor, die bereits vor eineinhalb Jahren von der Stadtverordnetenversammlung abgenickt wurde. All das bestätigt auch Ulrich Rendel, stellvertretender Amtsleiter. Allerdings mit einer kleinen Korrektur. Nicht 2020, sondern im Frühjahr 2021 könne mit dem Bau des Überwegs am Dornbusch begonnen werden. "Aufgrund der Corona-Beschränkungen finden die Abstimmungen unter erschwerten Bedingungen statt und führen zu Zeitverzögerungen. Diese sind jedoch erforderlich, damit wir die Ausschreibungsunterlagen finalisieren können", sagt er. Derzeit gehe man davon aus, dass dies im vierten Quartal dieses Jahres der Fall sein werde. Baubeginn wäre dann eben im Frühling. Bei der Querung am Sinaipark wolle man wie geplant 2021 beginnen.

Bauprojekt in Frankfurt Dornbusch: B-Ebene bleibt erhalten

Südlich der Kreuzung Eschersheimer/Marbachweg soll der 4,20 Meter breite, ebenerdige Überweg gradlinig, also ohne Verschwenkungen sowohl über die Straße, als auch über die Gleise geführt werden. Die Untertunnelung, die sogenannte B-Ebene, wird übrigens trotzdem erhalten bleiben - dafür hatte sich das Stadtteilgremium eingesetzt. Ebenso wie beide Spuren für den fließenden Verkehr. Das sei auch nötig, heißt es in der entsprechenden Vorlage des Magistrats, Eine Reduzierung der Fahrbahnbreite oder auch der Verzicht auf einen der beiden Fahrstreifen seien nicht machbar. Aufgrund der Leistungsfähigkeit der Eschersheimer müssten alle Spuren erhalten bleiben.

Grünanlagen verbinden in Frankfurt Dornbusch

Die geplante Querung in Höhe der Klimsch-Anlage soll die beiden Grünanlagen miteinander verbinden und zugleich den Fußgängerüberweg an der Fritz-Tarnow-Straße entlasten. Darüber hinaus ist sie ein wesentliches Element der Verbindung "Grünes Ypsilon" im Rahmen des Förderprojektes "Zukunft Stadtgrün". Damit der Verkehr hier auch weiterhin gut fließt, sollen beide Fahrbahnen jeweils sechs Meter breit sein. Allerdings muss die derzeitige Parksituation verändert werden.

Querung in Frankfurt Dornbusch: Kurzzeitparkplätze fallen weg

So wird in die Parkbucht auf der stadteinwärtigen Seite sowie in die Fläche des Sinai-Parks eingegriffen. Allerdings müssen die Bäume wegen ihres schlechten Zustandes gefällt werden. "Dies hat den Vorteil, dass wir den Gehweg nicht hinter den Bäumen entlang führen müssen, sondern ihn weiterhin direkt an der Straße verlaufen lassen können", sagt Ulrich Rendel.

Es bleibt jedoch dabei, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Straße in Höhe der Klimsch-Anlage Kurzzeitparkplätze entfallen werden. Als Ersatz sind für die betroffenen Einzelhandelsgeschäfte jedoch vier gleichwertige Stellplätze ab der Hausnummer 381 vorgesehen. jdi

Platz für 3000 Bewohner: Dieses Bauprojekt auf den Frankfurter Mainwasen ist heftig umstritten. 

Der Platz auf Frankfurts Straßen wird neu verteilt. Autofahrer müssen den Radfahrern mehr Sicherheit gewähren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare