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15-Jähriger täuscht Notruf vor und verursacht SEK-Einsatz - Mutter erleidet Schwächeanfall

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Von: Niklas Hecht

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Einsatzkräfte der Polizei kommen schwer bewaffnet zum vermeintlichen Tatort.
Die Einsatzkräfte der Polizei kamen schwer bewaffnet zum vermeintlichen Tatort. © 2022 5vision.media

In Frankfurt-Sossenheim ruft ein 15-Jähriger die Polizei wegen eines angeblich blutigen Streits zwischen Nachbarn. Den Streit hat es aber nie gegeben.

Frankfurt - Im Frankfurter Stadtteil Sossenheim gingen am Donnerstagabend (21. Juli) mehrere vorgetäuschte Notrufe ein. Wie das Polizeipräsidium Frankfurt am Main mitteilt, handelte es sich bei dem Anrufer um einen 15-Jährigen, der gegen 19.35 Uhr zunächst den Notruf wählte, weil es in Frankfurt-Sossenheim angeblich zu einem lautstarken Streit unter Nachbarn gekommen sei. Nachdem aufgrund anderer Einsätze keine Beamten in die besagte Renneroder Straße entsandt wurden, rief der Jugendliche gegen 20.05 Uhr erneut bei der Polizei an und teilte mit, dass nun eine Person mit einem Messer im Rücken auf der Straße läge und eine weitere Person mit einer Schusswaffe flüchtig sei. Zusätzlich gab der 15-Jährige eine genaue Personenbeschreibungen des Flüchtigen ab.

Daraufhin schickte die Polizei alle verfügbaren Einsatzkräfte zum vermeintlichen Tatort - an dem aber keine verletzte Person vorzufinden war. Den Beamten fiel aber ein 15-jähriger Jugendlicher auf, der auf die Personenbeschreibung des Flüchtigen passte. Offenbar hatte sich der junge Mann selbst von der Wirkkraft seines Anrufes überzeugen wollen und war zum vermeintlichen Tatort gekommen. Die Polizei nahm den Jugendlichen fest. Das für die Anrufe benutzte Mobiltelefon wurde bislang noch nicht gefunden.

Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an.
Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an. © 2022 5vision.media

Vorgetäuschter Notruf in Frankfurt-Sossenheim: Polizei prüft Einsatzkostenübernahme

Während des Einsatzes erschien die Mutter des 15-Jährigen. Sie erlitt am Einsatzort einen Schlaganfall und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht werden. Der Jugendliche muss sich nun wegen des Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und dem Vortäuschen einer Straftat verantworten. Die Polizei prüft zudem eine Einsatzkostenübernahme. (Niklas Hecht)

Die Frankfurter Polizei muss sich mit allerlei kuriosen Fällen auseinandersetzen. Erst vor Kurzem fand sie im Bahnhofsviertel einen Mann, der Opfer eines Überfalls im Bahnhofsviertel von Frankfurt geworden war. Die Räuber nehmen sein Smartphone, sein Geld – und seine Klamotten.

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