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Kontrolle von 3G-Regel in Frankfurter Bahnen und Bussen: Polizei erwischt Fahrgäste ohne Nachweis

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Von: Paul Bröker

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Kontrolleure stehen während einer Kontrolle der 3G-Maßnahmen im ÖPNV zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an einem Bahnsteig vor einer U-Bahn.
3G-Regel im ÖPNV: In Frankfurt soll durch stichprobenartige Kontrollen die Sicherheit erhöht werden. © Sebastian Gollnow/dpa

Seit rund zwei Wochen gilt die 3G-Regel in Bussen und Bahnen. Jetzt haben Polizei und Verkehrsbetriebe die Einhaltung in Frankfurt kontrolliert.

Frankfurt – Während Deutschland über die Corona-Impfquote debattiert – sie ist nach Meinung von Gesundheitsexperten und Politikern zu niedrig – wird nun auch im Frankfurter Nahverkehr geschaut, ob die Quote stimmt. Gemeint ist hier jedoch die Quote an Fahrgästen, die sich an die 3G-Regelung hält.

Im Nahverkehr gilt 3G bereits seit dem 24.11.2021. Das heißt: Die Fahrgäste müssen belegen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Schnelltests dürfen dabei höchstens 24 Stunden alt sein, bei PCR-Tests reichen auch maximal 48 Stunden alte Negativ-Nachweise aus. Selbsttests werden dagegen nicht anerkannt. Von der Nachweispflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Schülerinnen und Schüler.

Frankfurt: 3G-Kontrolle in Bussen und Bahnen an bestimmten Stationen

Jetzt haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Polizei in Frankfurt stichprobenartig kontrolliert, ob sich die Fahrgäste auch an die 3G-Regelung halten. Dabei maßen die Kontrolleure am Dienstag (07.12.2021) die Quote der 3G-Verstöße an drei Schwerpunkten:

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) konnte auf Nachfrage keine absoluten Zahlen zu den Vergehen nennen. Fest steht jedoch: Die Mehrheit der Fahrgäste hält sich an die Regeln. Weniger als zweieinhalb Prozent der Fahrgäste verstoßen nach den Angaben der VGF gegen die 3G-Regeln. Oft lag die Schwarzfahrerquote sogar höher. Hier gilt jedoch zu bedenken, dass auch Fahrgäste in die Schwarzfahrerquote aufgenommen werden, die ihre Tickets lediglich vergessen haben und sie in einem Kundenzentrum nachträglich vorzeigen.

3G-Nachweis im ÖPNV in Frankfurt: Polizei will Sicherheitsgefühl erhöhen

Bereits am 30.11.2021 fand in der U-Bahn-Linie U4 die erste stichprobenartige Kontrolle in Frankfurt statt. Die VGF, die lokale Nahverkehrsgesellschaft Traffiq und der RMV wurden dabei von der Polizei unterstützt. Auch bei der zweiten Kontrolle am 07.12.2021 kooperierten die Verkehrsbetriebe mit der Polizei.

Ohne 3G-Nachweis konnten Fahrgäste die Fahrt nicht antreten. Wer die Station ohne Nachweis verlassen wollte – also ohne Nachweis mit der U-Bahn gefahren war – handelte ordnungswidrig. Das zog ein Ordnungsgeld in Höhe von 100 Euro nach sich. Dasselbe galt für Fahrgäste, die in den Bussen keinen Nachweis vorlegen konnten, die zeitgleich zusammen mit der Polizei kontrolliert wurden.

„Unser Ziel ist, dass sich die Menschen in Bus und Bahn sicher fühlen“, sagt Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium. Die 3G-Regelung trage dazu bei, dass sich die Fahrgäste im Öffentlichen Nahverkehr sicher fühlen. „Es ist klar, dass nicht flächendeckend kontrolliert werden kann“, fügte er an. Umso wichtiger seien Schwerpunktkontrollen wie am 07.12.2021. Flächendeckend seien die Kontrollen nicht möglich.

Frankfurter Polizei: 3G-Regelung im ÖPNV ist notwendig – Hinweis an Fahrgäste bei Kontrollen

Die Frankfurter Polizei weise bei den Kontrollen die Fahrgäste frühzeitig auf die geltenden Regeln hin, erklärt der Frankfurter Vize-Polizeipräsident Björn Gutzeit. Die 3G-Regelung sei notwendig, um das Coronavirus einzudämmen.

„Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die meisten Fahrgäste sind gut informiert, tragen ihre Maske ordentlich und halten ihre 3G-Nachweise bereit“, sagt indes RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai. Dennoch unterstütze man die Partner wo immer möglich bei den stichprobenartigen Kontrollen – „damit alle Fahrgäste nicht nur sicher sind, sondern sich auch sicher fühlen“.

VGF, RMV, Traffiq und Polizei haben weitere Kontrollen im Frankfurter ÖPNV angekündigt. (Paul Bröker)

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