Ein deutscher Airbus A400M landet mit aus Kabul evakuierten Personen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.
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Ein deutscher Airbus A400M landet mit aus Kabul evakuierten Personen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Auch der angeschossene Deutsche wurde von Kabul über Taschkent zum Flughafen Frankfurt gebracht. (Archivbild)

Machtübernahme der Taliban

In Afghanistan verletzter Deutscher zur Behandlung in Frankfurter Klinik

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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In Kabul wird er auf dem Weg zum Flughafen von einem Projektil getroffen und verletzt. Jetzt ist der Mann zurück in Deutschland, wo er behandelt werden soll.

Frankfurt – Während die Situation für tausende Menschen rund um den Flughafen von Kabul in Afghanistan prekär bleibt, haben die ersten Schutzsuchenden Deutschland erreicht. Unter ihnen ist einem Bericht der Mediengruppe VRM zufolge auch ein Deutscher, der am Mittwoch (18.08.2021) in Kabul verletzt worden sei. Zum Stand vom Samstagnachmittag sollte er in einem Krankenhaus in Frankfurt* behandelt werden.

Den Zeitungen der VRM-Gruppe berichtete der 27-Jährige, er sei auf dem Weg zum Flughafen der Hauptstadt Kabul am rechten Unterarm von einem Projektil getroffen worden. Ob es sich um eine Gewehrpatrone oder einen Splitter handelte, konnte er nicht sagen. Sicher sei er sich aber, dass es kein Taliban gewesen sei, der ihn verletzt habe. Die entstandene Wunde sei vor Ort in einem Krankenhaus versorgt worden. Bereits dort riet man ihm dem Bericht zufolge aber, die Verletzung in Deutschland weiterzubehandeln.

Nach Flucht aus Kabul: Deutscher zur Behandlung in Frankfurt

Die Flucht aus dem Land gelang ihm seinen Darstellungen zufolge dann tatsächlich über einen Umweg auf das Flughafen-Gelände in Kabul. Auch der Vermittlungsarbeit eines deutschen Fotografen sei es dann zu verdanken gewesen, dass ihn deutsche Bundeswehrangehörige übernahmen, nachdem er zuvor in der Obhut britischer Truppen gewesen sei. Am Freitagabend habe ihn die Luftwaffe dann in die usbekische Hauptstadt Taschkent ausgeflogen. Der dortige Flughafen wird im Rahmen der Evakuierungsbemühungen von den internationalen Truppen als eine Art Drehkreuz genutzt. Am Samstag sei er dann weitergeflogen zum Flughafen Frankfurt*.

Sorgen mache er sich derzeit um seine Eltern und seine Schwester. Diese seien noch in Afghanistan und befänden sich in großer Gefahr. Sie hätten für das afghanische Militär gearbeitet, erklärter er gegenüber VRM. Er selbst sei 2013 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. (mp) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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