Viele Bettler sitzen in der Fußgängerzone. Die meisten sind harmlos, es gibt aber auch aggressive Bettler-Banden. Foto: Nikolas Armer

Wie sicher ist Frankfurt?

Die CDU in Frankfurt ist alarmiert: Immer mehr Betrunkene und Bettler in der Innenstadt

Die CDU in Frankfurt ist um die Sicherheit in der Innenstadt besorgt. Immer mehr Betrunkene und Bettler seien in der Innenstadt unterwegs.

Die Zahl der Betrunkenen und Bettler auf der Zeil ist nach Ansicht von Michael Weber, CDU-Vorsitzender im Ortsbeirat 1 (Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gallus, Gutleut, Altstadt) doch ziemlich hoch. Auch wenn von ihnen nicht direkt eine Bedrohung ausgeht, fühlt man sich doch automatisch unsicherer", sagte er bei einer gemeinsamen Sitzung der CDU-Fraktionen der Ortsbeiräte 1 und 3 (Nordend).

Frankfurt: CDU sorgt sich um die Sicherheitslage in der City

Weber betonte, dass niemand etwas gegen Betteln habe. Wenn es jemandem so schlecht gehe, dürfe er natürlich betteln. "Doch das organisierte und aggressive Vorgehen von Bettlerbanden ist deutlich mehr geworden", sagte er. Er verwies darauf, dass das Thema die Sicherheitslage in seinem Ortsbezirk vermutlich offensichtlicher sei als im Nordend.

Neben dem aggressiven Betteln werde auch das Thema Fahrraddiebstähle vernachlässigt, erklärte Weber. Ihm seien bestimmt schon fünf oder sechs Fahrräder gestohlen worden - bei helllichtem Tag mitten auf der Zeil und trotz eines guten Fahrradschlosses. "Gerade im Zuge des Radentscheids, müssen wir da unbedingt noch einmal über die Sicherheit in dieser Hinsicht sprechen", mahnte der CDU-Politiker. Denn eine fahrradfreundliche Stadt helfe niemandem, wenn dann ständig Fahrräder gestohlen würden.

Frankfurt-Nordend: Angst vor dunkeln Straßenzügen

Claudia Ehrhardt, CDU-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 3, hatte den Abend eröffnet. "Das Thema Sicherheit rückt wieder mehr in den Fokus, denn so langsam stehen die dunkleren Monate an", sagte sie. Im Herbst und Winter, das belegten Statistiker, gebe es besonders viele Einbrüche. "Häufig beschweren sich Nordend-Bewohner über dunkle Straßenzüge", sagte sie. All diese Dinge beeinflussten das subjektive Sicherheitsempfinden. Das Gleiche gelte für Ecken mit viel Unrat. Die CDU-Fraktionsvorsitzende sagte aber auch ganz deutlich: "Ich wohne seit langem im Nordend und fühle mich heute sicherer als früher."

Das ist bei den Ladenbesitzern im Oeder Weg offenbar nicht der Fall. Davon berichtete jedenfalls Kerry Reddington. Der Amerikaner gehört der Kommunalen Ausländervertretung an und hat zuletzt offenbar öfter mit den Ladenbesitzern in der Einkaufsstraße gesprochen und erklärt: "Viele wünschen sich aufgrund der vielen Einbrüche eine erhöhte Polizeipräsenz."

Menschen in Frankfurt wünschen sich in Innenstadt erhöhte Polizeipräsenz

Damit stehen die Geschäftsmänner nicht alleine. Ehrhardt hatte zu Beginn ihrer kurzen Einführung davon berichtet, dass die Grünen-Fraktion im Ortsbeirat 3 einen Schutzmann vor Ort vorgeschlagen habe. Der Polizeibeamte ist Ansprechpartner vor Ort und für alle Fragen rund um das Thema Kriminalität zuständig. Darauf geht Christoph Schmitt, sicherheitspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, ein während er über subjektive und objektive Sicherheit spricht: "Ein Polizeibeamter vor Ort kann effektiv natürlich nicht viel ausrichten. Aber für das Sicherheitsgefühl ist das enorm vorteilhaft", sage er.

Schmitt ordnet die vielen angesprochenen Punkte der beiden CDU-Fraktionsvorsitzenden in den größeren Kontext ein, lobt den Zusammenschluss der Hilfsdienste in Frankfurt. Das sei bundesweit einmalig und habe sich bei den jüngsten Evakuierungen wegen Bombenfunden bereits bezahlt gemacht. Schmitt geht auf Webers Ausführungen über die Bettler ein: Die Stadt Frankfurt habe genaue Definition, wann Betteln als aggressiv gelte. Ab diesem Punkt könne die Polizei einschreiten.

Außerdem erzählte Schmitt vom Kampf gegen die Drogenkriminalität im Bahnhofsviertel. Er sei Teil einer Gruppe gewesen, die die Frankfurter Justiz offen deshalb kritisiert habe. Nach längerem Kampf können Polizisten nun dank verschiedener richterlicher Beschlüsse Drogenhändler länger observieren. "Die Situation im Bahnhofsviertel ist natürlich noch immer alles andere als perfekt. Doch ich möchte damit sagen, dass es durchaus möglich ist, etwas zu bewegen. Auch für uns rein ehrenamtlich aktive Politiker."

Von Niklas Mag

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