Wer am Fluss wohnt oder im Ruderboot unterwegs ist, kann sich von Wassermotorrädern gestört fühlen.
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Wer am Fluss wohnt oder im Ruderboot unterwegs ist, kann sich von Wassermotorrädern gestört fühlen.

Wassersport

Trotz Ärger in Frankfurt: Jetskis dürfen weiter auf dem Main fahren

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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In Frankfurt gibt es Streit um Jetskis auf dem Main. Ein generelles Verbot kann aber wohl nicht durchgesetzt werden.

Frankfurt – Jetskis - auch Wassermotorräder genannt - sorgten in der letzten Zeit für Ärger in Frankfurt am Main. Vermehrt gingen Beschwerden von Ruderern und Anwohnern ein. Der Ortsbeirat 1 hatte sich der Frankfurter Rundschau zufolge dafür ausgesprochen, dass Wassermotorräder auf dem Main ausgebremst werden sollten*. Dies sollte zum Schutz von Rudern und Anwohnern geschehen. Die Grünen hatten diesbezüglich einen Antrag beim Magistrat gestellt, damit die Wasserschutzpolizei ein Verbot von Jetskis auf dem Main umsetzt. Die FDP und der Vertreter der BFF stimmten gegen den Antrag.

Wie die Frankfurter Rundschau weiter berichtet, teilte die Wasserschutzpolizei jedoch mit, dass es kein generelles Fahrverbot für Wassermotorräder gebe. Demnach soll nur eingegriffen werden, wenn Jetskis umherfahren, Pirouetten vollführen und springen. Dies teilte Andreas Rieger vom Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium bei der Wasserschutzpolizei mit. Fahrten zu ausgewiesenen Strecken und sogenannten Wanderfahrten, die Touren „mit klar erkennbarem Geradeauskurs“ bezeichnen, seien hingegen weiter erlaubt.

Zoff in Frankfurt um Jetskis auf dem Main: Grüne wollen sie stoppen

Im vergangenen Jahr habe die Wasserschutzpolizei vermehrt Beschwerden und Hinweise über Jetskis erhalten. Innerhalb des Stadtgebietes kämen solche Verfehlungen allerdings nur vereinzelt vor, räumte die Polizei ein. Missachtungen fänden jedoch häufiger außerhalb des Stadtgebietes statt.

Ein Stand-up-Paddler ist vor der Skyline der Stadt auf dem Main unterwegs. Zum Schutz von Paddlern und Anwohnern wollten die Grünen in Frankfurt Jetskis auf dem Main verbieten lassen. (Symbolbild)

Eine Missachtung der Regeln durch Jetskis in Frankfurt am Main kann Konsequenzen haben. Zunächst werden die Betroffenen über ihr Fehlverhalten belehrt. Es kann eine mündliche Verwarnung, eine Anzeige mit Bußgeldandrohung und ein Platzverweis folgen. Die Höhe der Geldstrafen liege zwischen 35 bis 55 Euro (Verwarnungsgelder) sowie 100 und 200 Euro (Bußgelder). Gegenüber der Frankfurter Rundschau begründet Andreas Rieger von der Wasserschutzpolizei das Vorgehen folgendermaßen: „Zuständig für Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs und damit auch für die Verkehrsregeln und die Durchführung von Bußgeldverfahren auf dem Main ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, nicht die Stadt Frankfurt.“ *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels war vom Ortsbeirat 2 die Rede. Das war ein Fehler und wir bitten, dies zu entschuldigen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der „Verordnung über das Fahren mit Wassermotorrädern auf den Binnenschiffahrtsstraßen (Wassermotorräder-Verordnung)“

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