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Frankfurt: Angebote anderer Unis für fälschlich zugelassene Medizinstudierende

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Von: George Grodensky

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Zu den Vorbereitungskursen in der Uniklinik dürfen die fälschlich zugelassenen Studierenden schon mal.
Zu den Vorbereitungskursen in der Uniklinik dürfen die fälschlich zugelassenen Studierenden schon mal. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Für den Zulassungsfehler an der Goethe-Uni in Frankfurt scheint eine Lösung in Sicht. Die Studierenden können an anderen Unis unterkommen.

Die Betroffenen des Zulassungsfehlers bei der Humanmedizin an der Goethe-Universität können womöglich doch noch im kommenden Wintersemester ihr Studium aufnehmen. Das vermeldet die Goethe-Uni. Die Stiftung für Hochschulzulassung wird den Kandidatinnen und Kandidaten aus der sogenannten Angebotsgruppe am heutigen Mittwoch einen Studienplatz anbieten.

Die Angebotsgruppe bilden die, die vor dem Medizinangebot aus Frankfurt bereits ein anderes Zulassungsangebot sicher hatten, es aber zugunsten von Frankfurt ausgeschlagen haben. Neben einem Studienplatz Medizin können das auch andere Wunschstudienplätze sein.

Goethe-Uni in Frankfurt: Medizinstudierende dürfen an Vorbereitungskursen teilnehmen

Die Hochschulen haben inzwischen ihre noch unbesetzten Studienplätze an die Stiftung gemeldet. Die verteilt sie nun an die Betroffenen gemäß dem Angebot, das ihnen ohne den Überbuchungsfehler vorgelegen hätte.

Die Goethe-Universität habe den Betroffenen bereits in der vergangenen Woche angeboten, an den Vorbereitungskursen für die Medizin in Frankfurt teilzunehmen, um ihnen einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Die Kurse haben in dieser Woche begonnen. Auch die sogenannte Chancengruppe darf mit in die Vorbereitung. Das sind die Studierenden, die außer von Frankfurt kein anderes Platzangebot im Verfahren der Stiftung für Hochschulzulassung hatten.

Frankfurt: Medizinstudierenden winkt ein „nachgestelltes koordiniertes Nachrückverfahren“

Auch sie sollen nun unterkommen können. Nach Abschluss des koordinierten Nachrückens – also nach dem 30. September – winkt ihnen ein „nachgestelltes koordiniertes Nachrückverfahren“, wie die Goethe-Uni informiert. Die Stiftung für Hochschulzulassung fragt bis 23. September ab, ob und wenn ja mit welchen ihrer ursprünglichen Anträge sie am nachgestellten Nachrückverfahren teilnehmen möchten. Das läuft ab dem 30. September auf Basis der durch die Hochschulen gemeldeten Studienplätze.

Die Stiftung prüft dabei, ob die Bewerberinnen und Bewerber der Chancengruppe auf Grundlage ihres Rangplatzes im koordinierten Nachrücken eine Zulassung erhalten hätten.

Goethe-Uni in Frankfurt: Präsident betont „rechtssicheren und fairen“ Umgang mit Studierenden

„Ich bin erleichtert und froh gleichermaßen, dass wir nunmehr beiden Gruppen eine konkrete Lösung anbieten können, das den jeweiligen Wunschkonstellationen am nächsten kommt“, sagt Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Uni. Schleiff lobt die Stiftung, die Universitäten und die Ministerien der Länder für die „enormen Anstrengungen“, die sie unternommen hätten, um zu einer Lösung zu kommen.

Er hätte sich einen schnelleren Weg gewünscht, doch sei es nötig gewesen, „ein solches Verfahren rechtssicher und fair aufzubauen und umzusetzen“. (George Grodensky)

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