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Ein 19-jähriger Mann greift in einem Krankenhaus in Frankfurt Ärzte und Krankenschwestern an. Die Polizei benutzt einen Taser, um ihn ruhigzustellen.

In Krankenhaus in Frankfurt

Mann greift Ärzte in Notaufnahme an – Polizei bringt ihn mit Taser unter Kontrolle

Ein Mann greift in der Notaufnahme von einem Krankenhaus in Frankfurt- Sachsenhausen Ärzte und Krankenschwestern an. Die Polizei setzt einen Taser ein.

  • 19-Jähriger greift in Krankenhaus Ärzte und Pflegepersonal an
  • Polizei Frankfurt muss Taser einsetzen
  • Mehrere Verletzte in der Notaufnahme

Frankfurt – Ein 19-Jähriger hat am Sonntag (09.02.2020) in Frankfurt Ärzte und Pflegepersonal in der Notaufnahme des Krankenhauses Sachsenhausen angegriffen. Die hinzugerufene Polizei setzte einen Taser ein, um den Mann unter Kontrolle zu bringen.

Notaufnahme in Frankfurt: Mann greift Krankenhaus-Personal an – Einsatz von Taser zur Ruhigstellung

Der Mann war gegen 4.30 Uhr von Freunden die Notaufnahm e des Krankenhauses gebracht worden. Dort begann er, sich zunehmend aggressiv zu verhalten. Der Mann griff Ärzte und Pflegekräfte an undtrat und schlug um sich. 

Die hinzugerufene Polizei konnte ihn zunächst nicht beruhigen. Schließlich setzten die Beamten einen Taser ein, um den 19-Jährigen unter Kontrolle zu bringen. Drei Mitarbeiter des Krankenhauses und ein Polizeibeamter wurden durch die Übergriffe verletzt.

Frankfurt: Angreifer in Notaufnahme von Krankenhaus hatte Drogen konsumiert

Medikamente, die den Mann weiter beruhigen sollten, zeigten nur langsam Wirkung. Später sagte der Mann aus, er habe Marihuana konsumiert. Ob dieser Konsum die Ursache für die Angriffe war, konnte die Polizei Frankfurt nicht feststellen. Auch warum der 19-Jährige von seinen Freunden in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht wurde, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Frankfurt: Zunahme von Übergriffen gegen Personal im Krankenhaus – gerade in Notaufnahme

Angriffe auf Rettungskräfte  in Notaufnahmeund im Krankenhaus nehmen seit geraumer Zeit zu. Darauf deuten die Ergebnisse einer Umfrage des Magistrats der Stadt Frankfurt hin. Der Geschäftsführer des Bürgerhospitals und Clementine Kinderhospitals, Wolfgang Heyl, geht ebenfalls von einer Zunahme der Angriffe aus. Alle drei bis vier Wochen komme es derzeit vor, dass die Polizei wegen gewalttätiger Vorfälle gerufen werden müsse. In früheren Jahren sei das „im Schnitt alle drei Monate“ der Fall gewesen.

Genaue Zahlen hat das Universitätsklinikum von März 2017 bis Februar 2018 erhoben. In dieser Zeit wurden 544 Übergriffe gezählt. Darunter waren 101 körperliche Angriffe, 347 Patienten verhielten sich aggressiv und übten verbale Gewalt aus.

Krankenhäuser in Frankfurt verbessern Schutz in der Notaufnahme

Viele Krankenhäuser in Frankfurt setzen inzwischen auf verbesserte Sicherheit*. Im Universitätsklinikum gibt es einen „Panikknopf“ in der Notaufnahme. Im Bürgerhospital hilft das Team der technischen Abteilung im Notfall mit „kräftigen Männern“ aus. Das Krankenhaus Höchst wurde Anfang März 2019 mit einem neuen internen Notrufsystem ausgestattet. Bauliche Maßnahmen sollen Mitarbeiter besser vor körperlichen Angriffen und „Spuckattacken“ schützen.

Überfall in Frankfurt*: Ein Tourist aus Holland wird von einer Männergruppe mit Messern ausgeraubt. Die Polizei hat nach dem Raub eine Täterbeschreibung veröffentlicht.

In Frankfurt hat es nach einer Corona-Kontrolle einen heftigen Angriff auf die Polizei gegeben. Etwa 20 Menschen attackierten die Polizei.

Von Marcel Richters

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