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In der aktuellen Statistik sind in Frankfurt  vor allem unter 25-Jährige sind vom saisonbedingten Trend der Arbeitslosigkeit betroffen. (Symbolbild)

Statistik

Mehr Arbeitslose im Juli - betroffen sind vor allem unter 25-Jährige

In der aktuellen Statistik sind in Frankfurt  vor allem unter 25-Jährige sind vom saisonbedingten Trend der Arbeitslosigkeit betroffen.

Frankfurt.Die Arbeitslosigkeit in Frankfurt ist im Juli 2019 saisonüblich angestiegen. Mit einem Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat fiel der Anstieg aber höher als in den Monaten Juni und Juli der Vorjahre aus. Die Zahl der Arbeitslosen lag aber trotz des Anstiegs im Juli mit einem Minus von über 4,5 Prozent weiterhin deutlich unter dem Vorjahreswert.

Insgesamt waren im Juli 20 922 Menschen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Hiervon wurden 7687 Menschen durch die Arbeitsagentur betreut, 13 235 durch das Jobcenter. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg gegenüber Juni 2019 auf 5,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 5,4 Prozent gelegen.

Der leichte Anstieg war erwartungsgemäß bei den jungen Menschen unter 25 Jahren zu beobachten - bedingt durch Ausbildungs- und Schulende. "Diesen vermehrten Zugang beobachten wir in jedem Jahr", sagt Sebastian Kleist, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit, "ebenso erwarte ich auch wieder einen Rückgang in den nächsten Monaten. Denn die Chancen für Fachkräfte stehen immer noch sehr gut und damit auch die Chancen auf eine erneute Beschäftigung."

Arbeitslosigkeit saisonüblich angestiegen

Im Juli waren 11 084 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Juni ist dies ein Plus von 122. Arbeitgeber meldeten im Juli 1745 neue Arbeitsstellen, das waren 458 weniger als vor einem Monat. Seit Jahresbeginn sind 13 196 Stellen eingegangen. Die Zahl an offenen Stellen insgesamt ist leicht gestiegen. Gute Beschäftigungschancen bieten unter anderem die Wirtschaftsbereiche "Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen", "Verkehr und Lagerei", "Wach- und Sicherheitsdienstleistungen".

Unverändert bleibt das Phänomen von freien Stellen und gleichzeitig vielen Stellensuchenden auf dem Ausbildungsmarkt: Seit Oktober haben sich 3834 Bewerber für eine Lehrstelle gemeldet. Dies waren 4,9 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum meldeten die Unternehmen 3964 Berufsausbildungsstellen. Aktuell sind 1561 Berufsausbildungsstellen noch nicht besetzt. Ihnen stehen 1341 Ausbildungsinteressierte gegenüber, die noch keine Stelle gefunden haben. Angebot und Nachfrage stimmen nicht in jedem Berufsfeld überein, heißt es aus der Agentur, die Berufswünsche der Jugendlichen und die Erwartungen der Unternehmen an einen geeigneten Kandidaten seien nicht immer konform.

15,8 Prozent aller Arbeitslosen sind 55 Jahre und älter, 47,7 Prozent haben keinen deutschen Pass. Der Anteil bei den schwerbehinderten Arbeitslosen liegt bei fünf Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen gesunken, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. 61 Prozent aller Arbeitslosen haben keinen Berufsabschluss. 

red

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