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In Anwohnerstraßen wie hier im Günter-Vogt-Ring ist es oft nur eine Frage von wenigen Zentimetern, bis die Feuerwehr festhängt.

Enge Straßen, viele Autos, kein Platz

Park-Wahnsinn in Frankfurt: Feuerwehr kommt oft nicht durch

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In Frankfurt verursachen zu viele Autos für vollgestopfte Straßen. Das bleibt kritisch besonders für Feuerwehr und Rettungswagen.

  • Viele Engstellen in Nieder-Eschbach 
  • Autos parken in Feuerwehrzufahrt in Nieder-Eschbach
  • Ortsvorsteher fordert Sperrfläche

Nieder-Eschbach - Engstellen gibt es einige im Stadtteil - Autos stehen an kritischen Stellen, blockieren die Durchfahrt für große Rettungsfahrzeuge. Davon konnte sich Kommunalpolitiker des Ortsbeirats 15 jetzt bei einer Fahrt mit der Freiwilligen Feuerwehr selbst ein Bild machen.

Frankfurt: Autos parken Feuerwehrzufahrten zu

"Da gibt es schon einige Stellen, die uns aufgefallen sind", sagt der Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU). Etwa im Ben-Gurion-Ring, wo Autos in der Feuerwehrzufahrt parkten. "Da sollte die Stadt kontrollieren." Ebenso sei es mit einigen Stellen, die dem Ortsbeirat aufgefallen sind und wo die Straßenverkehrsbehörden jetzt gebeten wurden, die Flächen zu schraffieren: "Das nutzt ohne entsprechende Kontrollen aber nur wenig", so Müller. Erst recht jetzt, nach dem Knöllchen-Urteil des Oberlandesgerichts.

Frankfurt: Der Müll bleibt auch manchmal stehen

Auch Äste, die in den Verkehrsraum ragen und vorüberfahrende Lastwagen, etwa von der FES, beschädigen könnten, fielen den Politikern auf. "Ganz schlimm ist es im Lagwiesenweg", sagte Müller. Auf der einen Seite die Laternen, auf der anderen Seite geparkte Autos. Wenn einer ein bisschen breiter auf der Straße stehe, komme die FES nicht durch, blieben die Mülltonnen voll. Aber es sind die Anwohner selbst, die an den meisten Stellen bequem parken wollen. Ein Parkverbot bringe dann Ärger. "Es ist die Quadratur des Kreises", seufzte Müller.

Autos verstopfen Straßen - Feuerwehr fährt Umwege

Wirklich gefährlich wird es dann, wenn die Feuerwehr kaum noch passieren kann. Deshalb fordert der Ortsvorsteher an der Zufahrt zur Brücke am Bezirkssportgelände eine Sperrfläche. "Wir erinnern uns noch an den Brand in der Leo-Tolstoj-Straße", so Müller.

Im Sommer 2018 waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Harheim, Kalbach, Bonames, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Preungesheim, Praunheim und Seckbach, die Kräfte der Berufsfeuerwehr dort im Einsatz. Einige Wehren hatten Schwierigkeiten mit der Fahrt über die enge Eschbach-Brücke, denn von der Heinrich-Becker-Straße aus ist die Zufahrt sehr eng. Und just in der Kurve war wie so oft ein Auto geparkt, so dass die Rettungskräfte einen Umweg nehmen mussten.

Frankfurt: Die Engpässe sind hausgemacht

Richtig sei aber auch, so der Kommandant Hubert Richter, dass der Ortsbeirat selbst mit manchen Entscheidungen die Fahrzeiten der Feuerwehr verlängert habe. "Etwa in der Deuil-La-Barre-Straße, wo die Autos vorher nur auf einer Seite standen. Da kam man gut durch." Jetzt seien die Parkbuchten rechts und links angeordnet. Autofahrer müssten Schlangenlinien fahren und würden dadurch verlangsamt. Der Nachteil, so Richter: "Wenn Feuerwehr und Busse sich begegnen, geht nichts mehr." Michael Stauder (CDU) bedauert, dass einige Fahrer sogar auf schraffierten Flächen hielten.

In Frankfurt soll das Parlament im September höhere Parkgebühren beschließen. Es soll unattraktiver werden, mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

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