09.03.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Der Hauptsitz der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Henschelstraße im Osten Frankfurts. Die krisengeschüttelte Awo hat zwei Manager als Interimsvorstand berufen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt seit Monaten wegen Betrugs- und Untreueverdachts gegen ehemalige Verantwortliche der Awo. Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die ehemalige Führung der Awo Frankfurt soll 900.000 Euro Kindergartengebühren unterschlagen haben.

Frankfurt

Stadt Frankfurt fordert 900.000 Euro von der Awo zurück

Die ehemalige Führung der Awo Frankfurt soll 900.000 Euro Kindergartengebühren unterschlagen haben.

Frankfurt – Die ehemalige Führung der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) steht seit vergangenem Jahr im Mittelpunkt eines Finanzskandals. Die Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt soll der Frau von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann* ein besonders hohes Gehalt gezahlt und einen Luxusdienstwagen gestellt haben. Es geht um etwa 900.000 Euro, die hinterzogen worden sein sollen. Das gehe aus dem Gutachten eines von der Stadt beauftragten Wirtschaftsprüfers hervor, sagte die Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Donnerstag (26.11.2020) in Frankfurt.

Die ehemalige Führung des Awo-Kreisverbandes Frankfurt habe demnach in den Jahren 2017 und 2018 vor allem erhaltene Pauschalen für Kindergartenplätze zweck- und rechtswidrig verbucht. Diese hätten sie jedoch der Stadt zurückzahlen müssen, berichtet die dpa. Zwar sei der Stadt Frankfurt dadurch kein finanzieller Schaden entstanden, Weber spricht trotz allem von einer „betrügerischen Abrechnung“. Inzwischen seien die etwa 900.000 Euro von der Awo zurückgefordert worden.

Stadt Frankfurt fordert 900.000 Euro von Awo zurück

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt derweil gegen mehrere ehemalige Verantwortliche wegen Betrugsverdachts. Seit einem halben Jahr hat die Awo ein neues ehrenamtliches Präsidium, das die Aufarbeitung der Affäre einleitete und einen neuen hauptamtlichen Vorstand bestellte. (Theresa Lippe)

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