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„Bahnbabo“ macht Feldmann-Ansage an: „Werden es nicht bereuen“

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Von: Erik Scharf

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Peter Feldmanns Zeit als Oberbürgermeister scheint abgelaufen. Ein Frankfurter Promi bringt sich nun als möglicher Nachfolger in Position.

Frankfurt – Die Zeit von Peter Feldmann (SPD) scheint abgelaufen. Der noch amtierende Oberbürgermeister von Frankfurt soll am 6. November abgewählt werden, so ist es der Wunsch vieler in Politik und Bevölkerung.

Während am Dienstag (18. Oktober) der Korruptionsprozess gegen Peter Feldmann vor dem Landgericht in Frankfurt startet, gehen im Hintergrund bereits die ersten Wahlzettel ein. Die Gunst vieler Wählerinnen und Wähler hat Feldmann schon länger verloren. Mehrere Eskapaden führten in der Öffentlichkeit zum Bild eines Oberbürgermeisters, der sich selbst am nächsten steht.

Der Bahnbabo will jetzt auch OB in Frankfurt werden.
Der „Bahnbabo“ will Peter Feldmann erst als OB von Frankfurt abwählen und dann dessen Platz einnehmen. (Archivfoto) © dpa

Frankfurt: Nach möglicher Abwahl von OB Feldmann – wer wird sein Nachfolger?

Der breiten Masse, auch über Frankfurt hinaus, wurde Peter Feldmann ein Begriff, als er Eintracht-Kapitän Sebastian Rode den Pokal nach dem Europa-League-Sieg aus den Händen riss. Überhaupt ist das gute Verhältnis zur SGE dahin. Rund um die Feierlichkeiten auf dem Römer, aber auch schon zuvor, stieß der OB den Verantwortlichen der Eintracht laut deren Erzählungen mehrfach vor den Kopf.

Sollte Feldmann als Oberbürgermeister abgewählt werden, stellt sich automatisch die Frage nach der Nachfolge im Römer. Ein bekanntes Gesicht in Frankfurt hat sich schon vor einiger Zeit in Stellung gebracht. Der „Bahnbabo“ kündigte bereits im Juli an, sich einen Jobwechsel von der Straßenbahn an den OB-Schreibtisch vorstellen zu können. „Der Weg wird frei und ich bin dabei“, twitterte Peter Wirth, wie der „Bahnbabo“ mit bürgerlichem Namen heißt.

Frankfurt: „Bahnbabo“ gibt Bewerbungsschreiben für Nachfolge von Feldmann als OB ab

Damit der Weg zu einem neuen Oberbürgermeister in Frankfurt nach dem 6. November wirklich frei wird, hat der „Bahnbabo“ seinen Teil offenbar erfüllt. Am Wochenende nutzte er seine freie Zeit für die Abgabe seiner Briefwahl. Auf einem Foto ist zu sehen, wie er den Umschlag beim Bürgeramt in den Briefkasten wirft, garniert mit seiner typischen Surfer-Geste.

Dazu schreibt er: „Wir lassen uns keinen Sand mehr in die Augen streuen, wir wählen ihn gemeinsam ab und werden es auch nicht bereuen.“ Eine klare Ansage an Feldmann. Ob es für die Abwahl reicht, wird sich am 6. November zeigen. Sein Bewerbungsschreiben für die Feldmann-Nachfolge hat der „Bahnbabo“ aber sicherheitshalber schon im Juli via Twitter abgegeben. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen, ich fahre seit 34 Jahren mit meiner Bahn durch diese Stadt und kenne die Sorgen und Nöte der Menschen, und die Menschen kennen mich.“ (esa)

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