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Das Erdferkelbaby Memphis darf gemeinsam mit Mama Ermine ihr Gehege erkunden. Foto: Zoo Frankfurt

Grzimekhaus

Zoo Frankfurt begrüßt Erdferkel-Nachwuchs

Es hat keine Haare, dafür aber riesige Ohren und eine lange Schweinchenschnauze: Das Erdferkelbaby Memphis sieht so kurios aus, dass es schon wieder goldig ist.

Frankfurt-Das kleine Mädchen wurde am 10. Juli 2018 im Grzimekhaus des Frankfurter Zoos geboren. Ihr Vater Elvis, einer der Lieblinge der Besucher des Frankfurter Zoos, starb nur wenige Stunden vor der Geburt seiner Tochter. Im Gedenken an ihn erhielt das Baby den Namen Memphis.

Nachdem Memphis und ihre Mama Ermine einige Wochen in der Wurfbox lebten, darf der Nachwuchs nun das Zuhause der Erdferkel kennenlernen. Das Gehege teilen sich die Erdferkel mit Springhasen und Senegalgalagos.

Erdferkel sind selten in deutschen Zoos

Erdferkel sind in deutschen Zoos nur selten zu sehen. Außer in Frankfurt gibt es die Art nur noch in Berlin, Köln und Saarbrücken zu sehen. Wie der Frankfurter Zoo mitteilt, sind der natürliche Lebensraum der Erdferkel Savannen und offenens Buschland südlich der Sahara. „Die Erdferkel sind ganz besondere Vertreter der nachtaktiven Zoogemeinschaft: Unter den heutigen Säugetieren haben sie keine näheren Verwandten“, erklärt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Der Frankfurter Zoo hält und züchtet die Erdferkel mit Unterbrechungen bereits seit 1925. Das letzte Jungtier Lotte brachte ebenfalls Ermine zur Welt und zwar im März 2012.

Das Jungtier wächst ohne Vater auf

Mit sieben Wochen wiegt Memphis bereits mehr als 7000 Gramm.  „Für das Jungtier ist es kein Problem, ohne Vater aufzuwachsen“, erklärt Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler, „Erdferkel sind Einzelgänger. Die Väter spielen bei der Jungtieraufzucht keine Rolle."

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Wie spürt das Erdferkel im Dunkeln Termiten auf? Ein Film im Grzimekhaus des Zoos zeigt es. Er gehört zum neuen multimedialen Informationssystem, mit dem Besucher mehr über nachtaktive Tiere lernen können.

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