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Das Karussell gehört in jedem Jahr auf den Weihnachtsmarkt. 

Frankfurter Weihnachtsmarkt

Frankfurt: Belgischer Star unterm Ersatzweihnachtsbaum

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Der Frankfurter Weihnachtsmarkt setzt bei seinen Höhepunkten vorrangig auf Altbewährtes. Adventssingen, Glockenläuten und Künstlerausstellungen erwarten die Besucher des Festes.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist eines dieser Ereignisse in der Stadt, denen man sich nur schwer entziehen kann. Entweder man geht ihn aktiv an und trifft sich mit Freunden oder geht spontan hin. Oder man wird passiv vom Treiben erfasst, weil man auf dem Weg zu einem Termin daran vorbeikommt oder der Duft und das laute Treiben einen anziehen. Egal wie, irgendwann ist fast jeder mal während der 28 Tage auf dem Weihnachtsmarkt.

Dort befindet man sich mit geschätzten drei Millionen Besuchern häufig in dicht gedrängter Gesellschaft. 1393 wurde der Markt in der Vorweihnachtszeit erstmals urkundlich erwähnt. Damit ist er der zweitälteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, verrät Thomas Feda von der Frankfurter Tourismus- und Congressgesellschaft. Nur Bautzen kann eine noch längere Geschichte vorweisen.

Und weil sich der Weihnachtsmarkt bewährt hat, bleibt das Konzept in der Zeit vom 25. November bis 22. Dezember auch unverändert. Die etwa 200 Stände verteilen sich an Mainkai, Römerberg, Paulsplatz, Liebfrauenberg bis zu Hauptwache und Friedrich-Stoltze-Platz.

Der Markt
Der Frankfurter Weihnachtsmarktist vom 25. November bis zum 22. Dezember. Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 10 bis 21 Uhr. Sonntags von 11 bis 21 Uhr.

Zwischen 800 000 und einer Million Eurokostet der Markt. Die Standgebühren decken die Kosten aber, so die Stadt. 

Zur Eröffnung am 25. November gegen 17 Uhr wird zunächst das Glockenspiel von der Nikolaikirche zu hören sein, anschließend wird der Weihnachtsbaum erleuchtet. Danach gibt die belgische Sängerin Dana Winner ein paar Weihnachtslieder zum Besten.

Der Baum dürfte auf alle Fälle für Gesprächsstoff sorgen. Nicht nur, dass er sich an seinen Vorgängern messen lassen muss. Nein, er ist auch nur Frankfurts zweite Wahl. Der vermeintlich schönste Baum seit Jahren fiel in Bad Orb der Trockenheit zum Opfer. Ersatzfichte „Peter II.“ (nach dem Spessarträuber Peter von Orb benannt) ist ein paar Meter kleiner als der erste. Trotzdem sollen 6500 Lichter und 700 rote und goldene Schleifen auch die kritischsten Frankfurter gnädig stimmen. Man darf auf die Reaktionen gespannt sein.

Ansonsten bietet der Weihnachtsmarkt immer freitags, samstags und sonntags um 17.10 Uhr internationale Adventskonzerte auf der Römerbergbühne. Musikalisch wird es auch beim ökumenischen Adventsliedersingen in der Liebfrauenkirche. Täglich vom 30. November bis zum 21. Dezember um 19.30 Uhr.

Und auch der Künstlerweihnachtsmarkt ist wieder dabei, in seinem 97. Jahr. In der Paulskirche (26.11. bis 22.12.) sowie in den Römerhallen (6.12. bis 22.12.) gibt es zahlreiche Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen und zu kaufen.

Das Wichtigste aber zum Schluss: Die diesjährige Glühweintasse ist dunkelgrün und lobt Frankfurt als Stadt der Theater. Im Inneren ist ein Spruch aus Goethes Faust zu lesen. Und mit 2,50 bis 3 Euro sollen die Glühweinpreise auch stabilbleiben.

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