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Schockanruf bei Seniorin: 90-jährige Frau aus Frankfurt um 15.000 Euro betrogen

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Von: Christian Einfeldt

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Eine 90-jährige Frau aus Frankfurt wurde um tausende Euro betrogen. Sie wurde Opfer eines Telefonbetrugs – das Geld sei angeblich eine Kaution für ihre Tochter.

Frankfurt – Durch Taschendiebstahl, Trickdiebstahl und Trickbetrug werden Senioren immer wieder Opfer von Straftaten. So auch am Donnerstag, dem 20. Oktober 2022, als eine 90-jährige Frau gegen 15.30 Uhr einen Telefonanruf erhalten hat. Ein vermeintlicher Polizeibeamter ließ die Frau aus Frankfurt-Bergen-Enkheim in den Glauben, ihre Tochter hätte bei einem Verkehrsunfall eine Frau und dessen Kind angefahren.

Der angebliche Beamte sagte, dass das Kind verstorben sei. Der Mann, der sich am Telefon als Polizist ausgab, forderte entsprechende Geldbeträge, die in Summe einer Kaution gleichkommen würden. Die 90-jährige Frau kam der Aufforderung nach – nicht zuletzt um das vermeintliche Strafmaß für ihre Tochter zu umgehen.

Telefonbetrug in Frankfurt: Wertgegenstände in Höhe von 15.000 Euro – als Kaution

Bevor der falsche Polizist von der 90-jährigen Frankfurterin Geldwerte in Höhe von rund 15.000 Euro forderte, gab er das Telefon an eine Frau weiter, die behauptet hatte, die Tochter der 90-Jährigen zu sein. Auch sie sprach sich laut Polizeibericht dafür aus, dass den Forderungen entsprochen wird. Weiteren Druck übte man auf die Frankfurterin aus, indem man die fragwürdige Begründung bekräftigte, die Gerichte würden bald schließen. Deswegen hätte die Seniorin aus Frankfurt das Geld schnell bereitstellen sollen.

Blaulicht.
Frankfurt-Bergen-Enkheim: Eine 90-jährige Frau wurde um rund 15.000 Euro betrogen. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/Imago

Zusätzlich hieß es, aus rechtlichen Gründe könne der vermeintliche Polizeibeamte nicht das Grundstück der Frau betreten. Stattdessen wurde sie gebeten, weiter am Telefon zu bleiben und die Wertgegenstände am Garagentor zu hinterlegen. Nach Berichten der Polizei holte wenig später ein Mann das Bargeld und die Wertsachen ab.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Erste Zeugenberichte beziehen sich auf folgende Beschreibungen: Der mutmaßliche Mittäter, der die Waren abgeholt hatte, soll männlich, etwa 50 Jahre alt, klein und stämmig gewesen sein. Des Weiteren sei er durch das Tragen einer Schiebermütze, eines grauen Anoraks und einer FFP2-Maske aufgefallen.

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