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Abdullah Özdemirs Blumenstand in der Niederräder Landstraße ist auch wegen der kundenfreundlichen Lage beliebt. foto: Rolf oeser

Niederrad

Frankfurt: Blumen Tugba muss umziehen

Stadt sucht neuen Standort für den Pavillon

Frankfurt - Blumen Tugba kann nicht an seinem angestammten Standort an der Ecke Rennbahnstraße/Niederräder Landstraße bleiben. Für den Pavillon und den Verkaufswagen soll ein anderer Standort gefunden werden. Wenn möglich, soll der Blumenstand aber auf der Kreuzung bleiben. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Der Ortsbeirat 5 hatte zuletzt im Februar vehement gefordert, den Standort für den Familienbetrieb zu erhalten.

Gerade diese Ecke sei für den Blumenverkauf "eminent wichtig", hatte der Ortsbeirat argumentiert, weil dort Durchgangsverkehr zur Uniklinik, zur Autobahn und zum Main gut und problemlos schnell halten kann - es gibt genug Platz zum Parken - und sich auch Straßenbahnhaltestelle und Taxistand direkt vor der Tür befinden. Deshalb sei Blumen Tugba für die Niederräder "eine Institution, schnell und problemlos für alle erreichbar und mittlerweile auch eine wichtige Kontakt- und Begegnungsstelle".

Platz soll neu gestaltet werden

Hauptgrund dafür, dass der Pavillon dort weg müsse, sei, dass er auf dem Gelände des künftigen Bürgerparks und damit im Landschaftsschutzgebiet stehe. Die gesamte Fläche des Bürgerparks, der auf der früheren Rennbahn entsteht, sei zum Landschaftsschutzgebiet I erklärt worden. Dort sei das kommerzielle Betreiben eines Geschäfts nicht erlaubt, klärt die Stadt auf.

Die Kreuzung Rennbahnstraße/ Niederräder Landstraße und der Bereich bis zur Triftstraße solle überdies als Grüngürtel-Verbindung zwischen Bürgerpark-Süd und Niederräder Mainufer neu gestaltet werden. Eine Arbeitsgruppe sei gegründet worden, die ämterübergreifend die Umgestaltung plane. Der Blumenpavillon befinde sich ausgerechnet dort, wo der Bürgersteig neu gestaltet werden soll. Auch deshalb könne er dort nicht bleiben.

Außerdem werde derzeit geprüft, ob die teils desolaten Gebäude der ehemaligen Rennbahn, die direkt hinter dem Pavillon stehen, in Zukunft noch nutzbar seien. Hierfür würden statische Gutachten erstellt.

Die Familie Özdemir, die seit rund 20 Jahren dort Blumen verkauft, wartet seit zwei Jahren auf einen Bescheid der Stadt, wie es weitergeht. Die Untere Naturschutzbehörde hatte plötzlich gefordert, dass der Pavillon entfernt wird. stw

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