In der Wiesenstraße ist zu wenig Platz für Fußgänger, deshalb sollen Absperrbügel montiert werden. Foto: Bernd Kammerer
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In der Wiesenstraße ist zu wenig Platz für Fußgänger, deshalb sollen Absperrbügel montiert werden

Parkplatznot

Parkplatz-Zoff in Bornheim: Absperrbügel gegen Falschparker

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
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Die Parksituation in Frankfurt Bornheim ist angespannt. Autos stellen die Gehwege zu, für Fußgänger wird es eng. Jetzt scheint die Lösung gefunden. 

  • In Bornheim herrscht, wie in vielen Teilen Frankfurts, Parkplatz-Not
  • Falschparker stellen Gehwege zu und behindern so Fußgänger
  • Der Ortsbeirat hat eine Lösung parat

Frankfurt – Für Fußgänger soll es auf den Gehwegen im Umfeld der mittleren Berger Straße in Frankfurt-Bornheim bequemer werden. Um Falschparker von den Trottoirs fernzuhalten, fordert der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) einmütig das Aufstellen von Absperrbügeln entlang der Wiesenstraße und der Eichwaldstraße.

Diesen Forderungen der SPD schlossen sich in der jüngsten Sitzung alle Ortsbeiratsmitglieder an. Ausnahme: Im Fall der Wiesenstraße enthielten sich die Grünen. Sie befürchten, dass dort der Durchgang zu eng wird, wenn Radfahrer ihre Drahtesel an den neuen Bügeln abstellen. "Das wird ja dann als Fahrradabstellmöglichkeit genutzt", schätzt Fraktionschef Martin Ried. Von 1,20 Metern Gehweg abzüglich 30 Zentimetern für Bügel geparkte Räder bleibe kaum noch genug Platz zum Vorbeigehen.

Frankfurt: Wenig Platz wegen Wild-Parkern in Bornheim

Dieses Argument lässt SPD-Frationschef Darius Shafiei nicht gelten: "Wenn dort nur 90 Zentimeter Durchgang bleiben, sind das 50 Zentimeter mehr als heute." Denn in der Wiesenstraße seien die Falschparker sehr oft besonders dreist und parkten "bis an die Hauswand heran" auf den Gehwegen. "Es wäre auf jeden Fall eine Verbesserung."

Vor allem Kunden der Geschäfte in der Berger Straße seien es, die derart rücksichtslos die Durchgänge in den beiden Querstraßen blockierten, sind sich die Stadtteilpolitiker einig. Ebenfalls einig sind sie sich über die Notwendigkeit, die Gehwege in der Eichwaldstraße mit den Absperrbügeln abzuschirmen.

Frankfurt-Bornheim: Markierungen reichen nicht

Doch schlimmer sei allerdings die Situation in der Wiesenstraße, findet Darius Shafiei. "Besonders zu den Marktzeiten ist der Gehweg vollkommen zugeparkt." Halt- und Parkverbote oder lediglich Markierungen genügten nicht, zeigten die Erfahrungen hier wie auch an vielen Stellen. "Die Autos kann man nur mechanisch verdrängen, sonst geht es nicht", seufzt der Sozialdemokrat.

Die andauernde Falschparker-Situation bringt aber auch neuen Schwung in eine schon länger diskutierte Idee: die Sperrung der Berger Straße für Autos. Bislang fand sich dafür im Ortsbeirat keine Mehrheit - auch wegen Widerstands der Geschäftsinhaber. Doch nun schlägt ausgerechnet Peter Paul Thoma von der eher als wirtschaftsnah geltenden FDP vor zu "überlegen, zu den Marktzeiten die Wiesenstraße ab der Burgstraße zu sperren". Das würde damit also an Donnerstagen und an Samstagen gelten.

Frankfurt: Einkaufsmeile in Bornheim teilweise dicht

Da die Wiesenstraße hier die einzige Zufahrt zur Berger Straße ist, wäre auch die Einkaufsmeile dann bis zur Eichwaldstraße dicht. "Da sind wir gerne dabei", springt Shafiei dem Liberalen sofort zur Seite. Allerdings ist dafür noch ein neuer, weiterer Antrag notwendig. 

Sowieso bleibt die Parksituation eines der drängendsten Themen im Stadtteil Bornheim. Seit Januar kann man in einem der Quartiere nicht mehr kostenlos parken. Das sorgte für einen Aufschrei – besonders bei den Betrieben. Helfen würde es, die Stadt grundsätzlich etwas vom Verkehr zu entlasten. Dazu sollen in der nächsten Zeit wieder Park+Ride Parkplätze eingeführt werden, die es möglich machen, das Auto außerhalb der engen Innenstadt abzustellen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. 

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