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Denn man kann nicht früh genug anfangen, die Leselust und den Spaß an Büchern zu wecken. Diese beiden Damen hatten ihn.

750 Aussteller aus mehr als 100 Ländern

Buchmesse: Über 300.000 Besucher gezählt - Großes Gedränge besonders am Wochenende

Zum Messe-Abschluss gab es nochmals ein prallgefülltes Wochenende. Nun ist die große Bücherschau vorbei. Einen Besucherrekord gab es bei "Open Books", das Publikum hatte wieder viel zu lesen.

Frankfurt - Fast 7500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern, ein sehr präsentes Gastland Norwegen mit mehr als hundert Autorinnen und Autoren, die ihre Bücher vorstellten, gern in aufsehenerregender Landestracht, das Rot als beherrschenden Farbton: Eine randvolle, aufregende Buchmesse ist am Sonntag zu Ende gegangen. Rund 300.000 Besucher waren zugegen. Das waren knapp 6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Lesefest "Open Books" feierte einen Besucherrekord: Von Mittwoch bis Sonntag kamen zu den 170 Veranstaltungen rund um den Römer und den Hühnermarkt 19.000 Menschen, 1000 mehr als im Vorjahr. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) äußerte sich "stolz darauf, dass Open Books so beliebt beim Publikum ist".

Eine positive Bilanz zog am letzten Tag auch Buchmessen-Sprecherin Kathrin Grün: "Es ist sehr voll und wir sind sehr zufrieden." Der Zuwachs beim Publikum liege auch daran, dass die Buchmesse in diesem Jahr nicht während der hessischen Herbstferien stattgefunden habe.

Das Wochenende brachte wie stets den ganz großen Besucheransturm. Lange Schlangen bildeten sich schon am Samstagvormittag etwa auf der Agora vor dem Eingang zur Lesung der Taunus-Krimiautorin Nele Neuhaus. Und wie stets gab es zeitweise kein Vorwärtskommen mehr. Wenn zwei S-Bahnen am Samstagvormittag zur gleichen Zeit an der Station Messe ihre lesegierige Ladung loslassen, und wenn dann noch hinter der Einlasskontrolle die erste Rolltreppe kaputt ist, eine aus dem Torhaus bergabführende zwar, aber offenbar ist es jedem dritten Menschen nicht zuzumuten, eine stehende Rolltreppe hinabzusteigen - dann heißt es Nerven bewahren.

Buchmesse: Ärger programmiert

Am Stand des rechten Antaios-Verlags gab es am Samstag Ärger, als Journalisten an ihrer Arbeit gehindert und von dem rechten Publizisten Götz Kubitschek als "Schmeißfliegen" bezeichnet wurden, wie Aufnahmen im Online-Kurznachrichtendienst Twitter zeigten. Kubitschek schlägt dem Fotografen in dem Video vor, "vor die Halle" zu gehen, um es da "auszumachen", während die Polizei dabeisteht.

Weitaus besser in Erinnerung bleiben wird der zauberhafte norwegische Pavillon, der auf Anhieb unglaublich gigantisch wirkt, bis man mit der Nase gegen einen der beiden riesigen Spiegel an den Hallenenden rennt. Der Begeisterung tat das keinen Abbruch.

Zudem traten am Samstagmittag auf der Freifläche zwischen den Messehallen die deutsche und die norwegische Autoren-Nationalmannschaft gegeneinander an. Das deutsche Fußball-Team wurde von Trainerlegende Otto Rehhagel gecoacht und erzielte einen 5:3-Sieg.

Ein Novum 2019: Erstmals wurden das ganze Wochenende über Bücher verkauft. Und traditionell waren auf dem gesamten Gelände auch wieder bunt geschminkte und aufwendig verkleidete Jugendliche - sogenannte Cosplayer - unterwegs.

Am Sonntag drängten sich vor allem junge Fans bei einer Veranstaltung mit den Lochis. Die beiden Social-Media-Stars Heiko und Roman Lochmann präsentierten ihre Biografie "Willkommen Realität".

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Schon tags zuvor debattierte "Fridays for Future"-Aktivistin Luisa Neubauer mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über die Klimakrise. Der frühere "Tagesthemen"-Moderator und Autor Ulrich Wickert sprach auf der ARD-Bühne über Heimat. TV-Entertainer Thomas Gottschalk sagte einen für Samstag geplanten Auftritt dagegen aus Krankheitsgründen ab. Er war bereits am Freitag bestens gelaunt durch die vollen Gänge gepilgert und stets für ein Selfie zu haben.

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Buchmesse: Falsche Kleidung

Gesprächsveranstaltern, etwa am "Blauen Sofa" des ZDF, sei für 2020 geraten, länger auf der großen Leinwand einzublenden, welcher Gast da gerade sitzt. Dann wissen auch die Bescheid, die eine Minute zu spät kommen, was besonders am Wochenende nicht ausbleibt. Und dass man stets falsch angezogen ist auf der Buchmesse, zu dick oder zu dünn, das wird auch immer so sein. Aber da kann sie ja nichts dafür.

Die kommende Frankfurter Buchmesse findet vom 14. bis 18. Oktober 2020 statt. Dann ist Kanada der Ehrengast. 

ill/dpa

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