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Die Piloten der Bundespolizei der Fliegerstaffel Fuldatal Hans Wank (links) und Frank Schäfer (rechts) stehen vor ihrem orangefarbenen Fluggerät auf dem neuen Dachlandeplatz an der BGU in Frankfurt.

Luftrettung

Helikopter „Christoph 2“ hebt wieder in Frankfurt ab

  • vonSylvia Amanda Menzdorf
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Der Rettungshubschrauber „Christoph 2“ kann wieder in Frankfurt abheben. Nach drei Jahren ist der Landeplatz auf dem Dach der BGU fertiggestellt.

Frankfurt – "Christoph 2" ist zurück in Frankfurt. Der Rettungshubschrauber startet und landet ab Dienstag (24.11.2020) wieder vom Dach der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU), von einer erneuerten, supermodernen Plattform auf dem Dach der Klinik an der Friedberger Landstraße. Seit 1972 hat der Helikopter dort seinen festen Standort. Während der vergangenen drei Jahre war der Hubschrauber allerdings wegen der Sanierungsarbeiten verlegt worden, nach Friedrichsdorf. Nun sind alle froh, dass die Zeit der Interimslösung mit alternativem Landeplatz und einer provisorischen Rettungswache vorbei ist. "Wir freuen uns, dass nach dieser wichtigen Modernisierungsmaßnahme "Christoph 2" wieder an unserer Klinik stationiert ist", erklärt die Geschäftsführerin der BG Unfallklinik, Abir Giacaman.

Landeplatz von Hubschrauber „Christoph 2“ an der BGU Frankfurt ist für Piloten sicherer

Schon von weitem bestens zu sehen ist der große Hangar mit dem orangefarbenen Helikopter, der auf dem Dach im 13. Stockwerk der Klinik seine Operationsbasis hat. Die ist nun bestens ausgestattet mit einem integrierten, elektronisch gesteuerten Schlitten als Start- und Landeplattform, der auf Stahlrollen aus dem Hangar hinausfährt. Dank dieser mobilen Plattform hat der Landeplatz nun ein einheitliches Niveau, was für Piloten und Rettungsteams nicht nur komfortabler, sondern auch deutlich sicherer ist. Vorher musste "Christoph 2" auf einem etwa 33 Zentimeter hohen Teller gleichsam eine Punktlandung hinlegen.

Auch bei der Flugtechnik wurde nachgebessert. Die Wetterstation und die Landeplatztechnik sind komplett erneuert, auch die Kerosinbetankung ist nach modernen Umweltschutzkriterien auf den neuesten Stand gebracht worden. Neu eingerichtet wurde auch die Rettungsleitstelle im Geschoss unterhalb des Hangar. Rund sechs Millionen Euro hat die Sanierung gekostet.

BGU Frankfurt: Helikopter „Christoph 2“ fliegt bis zu vier Einsätze täglich

“Innerhalb von weniger als zwei Minuten ist der Hubschrauber startklar“, erklärt Uwe Schweigkofler, leitender Unfallchirurg und Vorsitzender des Fördervereins „Rettungshubschauber (RTH) Christoph2“. Startklar bedeutet: Pilot am Steuer, Rettungsassistent und Notarzt an Bord und einsatzbereit. „Im Durchschnitt fliegen wir drei bis vier Einsätze täglich“, erklärt Schweigkofler.

Fragen nach den spektakulärsten Einsätzen, den gefahrvollsten Interventionen quittiert der erfahrene Unfallchirurg und Notarzt mit einem Kopfschütteln und der lakonischen Bemerkung: "Es gibt keine spektakulären Einsätze." Um dann aber doch ein wenig auszuholen und zu erklären, was er damit meint. "Für jeden Patienten, den wir mit dem Helikopter transportieren, ist es eine schwerwiegende Erfahrung, auf diese Weise in eine Klinik zu kommen. Wir legen großen Wert darauf, dass wir keinerlei Schilderungen und Bewertungen abgeben. Das gehört zur Philosophie von ,Christoph 2': Jeder Fall ist gleich wichtig und verlangt dieselbe Aufmerksamkeit." Man merkt: Solche Fragen hat Schweigkofler schon häufig gehört. Kein Wunder: Wenn "Christoph 2" eingesetzt wird, denkt jeder sofort an das Schlimmste, an Lebensgefahr und Rettung in letzter Minute.

Hubschrauber „Christoph 2“ in Frankfurt fliegt meist bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen

Damit ein Schwerkranker oder Schwerverletzter überhaupt mit dem Helikopter „Christoph 2“ transportiert werden kann, so erklärt der erfahrene Notarzt, muss er stabil sein. „An Bord können wir Patienten zwar gut versorgen, aber keine große Medizin machen.“ Zudem sei die Bewegungsfreiheit in dem Helikopter sehr begrenzt, alle Personen seien aus Sicherheitsgründen angeschnallt. Die große Stärke des Helikopters sei die Geschwindigkeit, mit der ein Patient in die geeignete Klinik gebracht werden könne.

Seine optimalen Möglichkeiten entfalte "Christoph 2" beim Einsatz in der Fläche, etwa wenn ein Patient aus dem Spessart schnellstmöglich in eine für sein Krankheits- oder Verletzungsbild optimal geeignete Klinik gebracht werden müsse.

Einsatzbereit ist der Rettungshubschrauber „Christoph 2“ von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Das Luftrettungsteam besteht aus einem Arzt der BG Unfallklinik, einem Rettungsassistenten der Frankfurter Berufsfeuerwehr sowie einem Piloten der Bundespolizei von der Fliegerstaffel Fuldatal. Die meisten Einsätzen werden wegen Verkehrs- und Arbeitsunfällen geflogen. (Sylvia A. Menzdorf)

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